Das Ende ist näher!
Veröffentlicht: 30.10.2011 Einsortiert unter: Mein Senf dazu | Tags: Schöne neue Welt 1 Kommentar »Eigentlich hätte am 28. Oktober die Welt untergehen sollen. Das hat erwartungsgemäß nicht geklappt. Am 21. Dezember 2012 geht dafür aber angeblich der Maya-Kalender zuende, und mit ihm dann ganz bestimmt auch die Welt. Letztere vielleicht auch erst 2023, allerspätestens aber 2029. Da hätten wir noch ein bisschen Zeit, den Asteroiden (99942) Apophis abzuschießen, sonst erwischt der uns 2036 dann womöglich doch noch (obwohl das nach Meinung der Fachleute extrem unwahrscheinlich ist). Nichtsdestoweniger rückt das Ende der Welt natürlich mit jedem verfließenden Tag einen Tag näher, wenn man es sich einfach mal als einen konkreten Termin denkt, der sich aus (uns überwiegend unbekannten oder noch nicht verstandenen) Prozessen oder Parametern ergibt. Ob das tatsächlich der Fall ist, wissen wir natürlich nicht, und bislang hat uns kein allwissender Erzähler darüber aufgeklärt.
Wie das Ende der Welt schließlich aussieht, weiß darum natürlich auch niemand, aber es gibt jede Menge phantastische Szenarios zum Thema, der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Gern werden Den Rest des Beitrags lesen »
Der halbautomatische Kuckuck
Veröffentlicht: 25.10.2011 Einsortiert unter: Mein Senf dazu | Tags: Die Welt an sich, Erfindung 2 Kommentare »Vor ein paar Jahren haben wir von Nachbarn eine alte Kuckucksuhr geschenkt gekriegt. Die beiden wollten in eine betreute Wohnung umziehen und mussten vorher jede Menge Zeug loswerden. Sie haben es nicht übers Herz gebracht, die Uhr einfach wegzuschmeißen. Die sei zwar kaputt, aber man könne sie sicher noch reparieren, die sei ja so schön. Laut Uhrmacher hätte die Reparatur mehr gekostet als eine vergleichbare neue Uhr. Wir konnten mit einer kaputten Kuckucksuhr nichts anfangen. Die alten Leute wollten die Uhr auch nicht mehr. Also habe ich sie ausgeschlachtet und ihr die beiden Holzpfeifen entnommen, mit denen solche Uhren den Kuckucksruf nachmachen. Ich habe die Pfeien zusammengeleimt und mit einem simplen Mechanismus (Hebel mit Rückholfeder) versehen. Wenn man den Hebel nach unten drückt, macht es Kuck, und wenn man den Hebel loslässt, macht es nochmal kuck.
Das kuck beim Loslassen klingt immer etwas quietschig. Die Feder ist wohl zu stark, und deshalb wird die Pfeife beim zweiten kuck überblasen. Ich hatte damals aber keinen Nerv mehr, noch lange an der Feder herumzuschrauben.
Die Welt hat auf so etwas nun wirklich nicht gewartet. Aber dafür ist das Gerät derart sinnlos, das es schon wieder Stil hat. Und irgendwie gefällt es mir, dass zuhause ein selbstgebauter halbautomatischer Kuckucksimitator steht. Ohne diese Maschine würde etwas fehlen. Finde ich jedenfalls. Ich habe das Ding seit Jahren nicht mehr benutzt, es fliegt in einem Bücherregal herum und verstaubt langsam. Allerdings scheinen die Kinder gelegentlich damit zu spielen. Jedenfalls hat sich einer der beiden Blasebälge gelockert, und das zweite kuck bleibt stumm. Ich muss den Blasebalg wohl wieder festkleben. Vielleicht versetze ich bei der Gelegenheit die Rückholfeder, damit das kuck beim Loslassen des Hebels auch schön klingt.
Nachtrag:
So sieht der Kuckuck aus – ist halt ein Prototyp
Hübsch bunt, aber trotzdem…
Veröffentlicht: 17.10.2011 Einsortiert unter: Mein Senf dazu | Tags: Kopfschüttel, Nerv!, Unterwegs Schreibe einen Kommentar »Graffiti sind eigentlich ganz witzig. Meistens. Damit meine ich nicht die idiotischen Tags, mit denen möchtegerncoole und nur zu oft talentlose Nachwuchssprayer wahllos Hauswände verdrecken. Andererseits gewinnt fast jede Betonbrücke durch ein bisschen Sprühfarbe, egal wie unfähig oder inspirationsarm der Sprayer war. Auch Fabrikhallen und Schallschutzmauern an Autobahnen und Bahnstrecken sind lohnende Ziele. Und gut gemachte Graffiti können richtig Spaß machen. Die gibt es zwar nicht so oft, aber immerhin.
Leider schafft es immer wieder mal jemand mit ein paar Sprühdosen im Rucksack auf das Gelände der Bahn. Das Ergebnis ist dann ein bunter Zug:
Sieht eigentlich ganz hübsch aus, das. Den Rest des Beitrags lesen »
Unverkäuflich
Veröffentlicht: 14.10.2011 Einsortiert unter: Mein Senf dazu | Tags: Alltag, Nerv!, Schöne neue Welt Schreibe einen Kommentar »Manche Leute meinen, es sei eine gute Werbeidee, Flugblätter bei geparkten Autos hinter den Scheibenwischer zu klemmen. Die meisten Autofahrer, die ich kenne, mögen das aber nicht so gern. Zettel an der Windschutzscheibe werden in aller Regel als störend empfunden, und deshalb verzichten mittlerweile die meisten Gewerbetreibenden auf Aktionen dieser Art. Es ist jedenfalls schon länger her, dass ich irgendwo solche Flyer gesehen habe.
In den letzten Jahren sind allerdings Gebrauchtwagenhändler und -exporteure dazu übergegangen, durch die Straßen zu ziehen und allen geparkten Autos ihre Karten in die Fensterdichtung der Fahrertür zu stecken. Das fing mit billigen Papierfetzen auf normalem Papier an, heute sind es oft aufwändig hergestellte laminierte Karten. Der Text ist meistens eine Variation von “Wollen Sie Ihr Auto verkaufen? Ich zahle sofort bar, rufen Sie mich an [Handy-Nummer]“.
Manchmal entfernen die Kartenverteiler eventuell schon vorhandene Karten von Mitbewerbern, manchmal stecken sie die eigene einfach dazu. Die allerwenigsten Fahrzeughalter scheinen darauf anzuspringen. Die Karten landen massenhaft Den Rest des Beitrags lesen »
Chocoladen Créationen
Veröffentlicht: 05.10.2011 Einsortiert unter: Mein Senf dazu | Tags: Perlen der deutschen Sprache, Sprachkram Schreibe einen Kommentar »Über die Schreibweise Chocolade rege ich mich gern immer mal auf, zuletzt hier, und das nimmt kein Ende. Im Gegenteil, es geht noch schlimmer! Mir ist jetzt eine Tafel Feine Weiße Chocolade der Marke momami untergekommen. Auf der Verpackung steht:
momami – Qualität
Für die Chocoladen Créationen unseres Hauses werden ausschließlich erlesene Rohstoffe und hochwertige Zutaten aus den besten Anbaugebieten der Welt mit größter Sorgfalt verarbeitet. Damit garantieren wir stetige Frische und feinste Qualität bei allen unseren Produkten. momami Création verbindet traditionelle Confiserie Kunst mit der Ursprünglichkeit und Vielfalt der Chocoladenherstellung.
momami – Genuss
Lassen Sie sich von unseren Chocoladen Créationen verzaubern und erleben Sie feinste Confiserie Kunst in einer völlig neuen Form. Das feine Aroma sowie den zarten Schmelz erhält die momami Weiße Chocolade, mit einem Kakaogehalt von mindestens 28%, durch das traditionelle Conchierverfahren.
Nun, Chocolade statt Schokolade ist ja schon fast eine Selbstverständlichkeit, Den Rest des Beitrags lesen »
Das Ende ist nah!!!
Veröffentlicht: 01.10.2011 Einsortiert unter: Mein Senf dazu | Tags: Die Welt an sich, Kopfschüttel, Nerv!, Tirade 1 Kommentar »Das Ende der Welt wird ja regelmäßig angekündigt. Sekten, religiöse Gemeinschaften, Nostradamus-Exegeten und alle möglichen Esoteriker gehen immer wieder mit mehr oder weniger konkreten Daten an die Öffentlichkeit. In letzter Zeit hört man viel vom Maya-Kalender, demzufolge die Welt angeblich am 21. Dezember 2012 untergehen soll. Nach einer etwas weniger drastischen Lesart sollen die Maya für dieses Datum einfach nur große Umwälzungen vorausgesagt haben. Manche vertreten auch die Meinung, in Wirklichkeit sei der 28. Oktober 2011 der große Tag*. Das ist sehr elegant, weil man dann auch gleich eine hübsche Verschwörungstheorie unterbringen kann: Die “Systemmedien und ihre Politikervasallen” (natürlich insgeheim gesteuert von ihnen, d.h. von denen, die auch für die Streifen am Himmel verantwortlich sind, unsere Gedanken lesen und am 11. September 2001 die Twin Towers in New York gesprengt haben) schreiben über ein ausgedachtes, späteres Datum und verschweigen uns das wirkliche, früher liegende Ende der Welt, damit die Welt im Oktober 2011 unvorbereitet vor vollendeten Tatsachen steht. Warum die Medien und die Politiker das tun sollten, bleibt unklar. Wenn die Welt tatsächlich demnächst untergehen sollte, dürfte es keinen großen Unterschied machen, ob das nun ein Jahr früher oder später passiert. Die Propheten beider Daten würden mit untergehen, und das letzte Hemd hat keine Taschen.
Andererseits sollen die Maya vorausgesagt haben, dass es in Frankreich eine Art UFO-Bahnhof geben wird, von wo Den Rest des Beitrags lesen »


