Es darf auch mal der Dativ sein

Vorgestern habe ich in geschrieben: “… statt normalem Zucker nehme ich…” Das ist grammatisch falsch. Laut Duden fordert statt den Genitiv, und nur wenn der Genitiv formal nicht zu erkennen ist, steht der Dativ. Da hätte ich also schreiben müssen: “… statt normalen Zuckers nehme ich…”, und das habe ich dann doch nicht über’s Herz gebracht. Ich habe zwar eine gewisse Neigung zu altmodischen und gelegentlich hyperkorrekten Formulierungen. Ich sage beispielsweise in der Regel wegen des und nicht, wie weithin üblich, wegen dem. Auch benutze ich immer mal gern veraltende Wörter wie allenthalben oder zweifelsohne. Aber statt normalen Zuckers? Nein, soweit geht die Liebe dann doch nicht. So ist mein Schnabel einfach nicht gewachsen.


Riesig nicht…

Ich liebe schwarzen Tee. Kaffee ist zwar auch ganz nett, aber morgens sollte es schon Tee sein. Schwarzer Tee mit Milch und braunem Kandis. Mein Tag fängt erst mit einer Tasse Tee richtig an.

Angefangen hat das vor ungefähr 30 Jahren. Damals haben srilankische Bürgerkriegsflüchtlinge bei uns im Haus gewohnt und in unserer bis dahin Filterkaffee und Kräutertee trinkenden Familie den schwarzen Tee eingeführt. Das war immer Ceylon-Tee mit Milch und (zuviel) Zucker. Die Gewohnheit, den Tee mit Milch zu trinken, habe ich beibehalten. Ohne Milch finde ich schwarzen Tee witzlos. Statt normalem Zucker nehme ich ein kleines Stück Kandis. Dann ist nur der letzte Schluck süß, und das gefällt mir. Wo immer ich kann, nehme ich losen Tee, der schmeckt fast immer besser als Teebeutel. (Wer weiß schon, was da für fein vermahlener Dreck drinsteckt, man sieht das ja nicht. Und selbst wenn tatsächlich guter Tee abgefüllt wird, Aufguss aus Teestaub ist anders als aus Teeblättern.) Aromatisierter Tee kommt mir nicht in die Tasse. Wenn ich Bonbonwasser will, Den Rest des Beitrags lesen »


The paths you walk down…

Im Internet stoße ich immer wieder mal auf tote Links, wo dann statt des Gesuchten nur eine dröge 404-Not-Found-Seite angezeigt wird. Heute habe ich bei der Terminologierecherche zur Abwechslung mal eine sehr schön gemachte 404-Seite gesehen:
404_page_not_found

404 Page not found (A haiku)

The paths you walk down
lead to the treasures you seek.
But this one does not.

Da hat bei der Magento eCommerce Platform for Growth jemand eine nette Idee hübsch umgesetzt. Ich weiß natürlich nicht, ob Magento eine brauchbare Plattform ist, ob sie faire Bedingungen bietet, wie es dort mit Sicherheit und Datenschutz usw. aussieht. Aber so eine Blume am Wegrand ist doch allemal eine Erwähnung wert!


Das Ende ist noch näher!

Eigentlich wissen wir es alle: Das Ende ist nah. Die Maya haben uns gewarnt, aber einige wollen es partout nicht wahrhaben. Deswegen haben wir jetzt eine weitere Warnung erhalten, wohl von den Maya, aber vielleicht waren es auch Außerirdische. Jedenfalls ist gestern nacht eine Bahnhofsuhr in Nordbaden um fünf vor zwölf stehen geblieben:

Das muss doch ein Zeichen sein, eine Warnung. Vielleicht die letzte! Ich habe es heute morgen mit eigenen Augen gesehen. Es ist fünf vor zwölf! Fünf vor zwölf ist fast vorbei! Noch ist es nicht zu spät, noch können wir das Steuer herumreißen und den von den Maya für 2012 angesetzten Weltuntergang zusammen feierlich begehen. Falls es mit dem Weltuntergang nicht doch wieder Terminschwierigkeiten gibt…


Schlechte Laune C30

Homöopathie ist großartig. Echt! Man verdünnt ein bisschen Kräutersud bis weit jenseits der Nachweisgrenze, und schon hat man ein potentes Medikament. Je weniger Wirkstoff, desto stärker die Medizin, und man kann auf diese Art prinzipiell gegen jedes Leiden ein Mittel brauen. Das allein ist schon klasse. Aber die Homöopathie bleibt nicht im Gestern stehen, sie geht mit der Zeit und findet auch Lösungen für Probleme, die zu Hahnemanns Zeiten noch gar nicht abzusehen waren, beispielsweise Elektrosmog. Die Süddeutsche schreibt über das Geschäft mit der Angst vor Elektrosmog. Da wird ein  homöopathisches Mittel gegen Elektrosmog erwähnt. Man beschießt Wasser mit für Elektrosmog typischen elektromagnetischen Strahlen. Dann wird es à la Hahnemann potenziert, d.h. verdünnt, geschüttelt, wieder verdünnt, wieder geschüttelt usw. Anschließend wird das so gewonnene verdünnte Wasser auf Zuckerkügelchen getropft und verkauft. Das soll dann vor den Folgen von Elektrosmog schützen.

Die Idee finde ich genial. Ich ärgere mich richtiggehend, dass sie nicht mir gekommen ist. Dafür spinne ich sie einfach mal weiter: Den Rest des Beitrags lesen »


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