Ausgeschlafen

Jetzt ist mal wieder die Sommerzeit zuende, die vergangene Nacht war eine Stunde länger als eigentlich. Nachdem das EU-Parlament 2018 grundsätzlich für die Abschaffung der Sommerzeit gestimmt hatte, sollte sich das mit der halbjährlichen Zeitumstellerei eigentlich bald erledigt haben.

Nur leider steckt der Teufel auch hier wieder im Detail, und die EU-Regierungen können zu keiner Einigung über die Einzelheiten kommen. In vielen Ländern interessieren sich die Leute offenbar nicht weiter für die Sache. Einige Länder wollen Den Rest des Beitrags lesen »


Notausstieg, doppelt

An der Außenwand eines Hotels zwischen einem Saal mit Glasfront und dem Geländer einer Kellertreppe hängt ein grünes Blechschild mit verblasster weißer Schrift: "Notausstieg Bitte freihalten"; ein etwa gleichgroßes weißes Blechschild mit demselben Text in schwarzer Schrift ist mit einer Ecke hinter das grüne Schild gesteckt, sodass beide lesbar sind.

Wurde da ein anderer Notausstieg dichtgemacht und das übrige Schild einfach hier zweitverwendet? Wollte man Den Rest des Beitrags lesen »


Nette Geste

Blick auf einen Park in der Stadt mit einem Stück Rasen und verschiedenen Zierpflanzen und -gräsern und einem an einer in den Boden gesteckten Stange angebrachten, auf den Boden gerutschten handgeschriebenen Schild: "Dem Gartenbauamt vielen Dank! für die _schöne_ _Anlage_!"

Da gibt sich jemand im Gartenbauamt regelmäßig viel Mühe. Der Platz wird mehrmals im Jahr neu bepflanzt, und sehr oft ist es mehr als einfach nur Den Rest des Beitrags lesen »


Hinterhoftraum

Aus Feldsteinen gemauerte Trennwand zwischen zwei Hinterhöfen; am linken Rand ein Holzkasten und ein alter Barhocker, in der Mitte ein Aluminiumstuhl, rechts eine große Mülltonne; am Fuß der Mauer um den Stuhl wächst Gras aus den Rissen im Betonboden. Auf der Wand der aufgesprühte Text: "Dream" in einer ungewöhnlichen Schriftart.

Es gibt hässlichere, schmuddeligere, dunklere Hinterhöfe – der hier ist ja immerhin gut gefegt und pausentauglich ausgestattet. Trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – kann man hier Den Rest des Beitrags lesen »


Sven

Schmuddelig beige gestrichene Hauswand mit weiß aufgesprühtem Text: "SVEN LEBT IM KAMPF" und dem Hammer-und-Sichel-Symbol

Falls sich jemand gewundert hat, was Sven so macht.

Und falls sich jemand fragt, wie Svens Kampf so aussieht, Den Rest des Beitrags lesen »


Diskussionen

Apropos Maske. Neulich in der Apotheke. Auf die Plastikschale auf dem Ladentisch, wo das Wechselgeld draufgelegt wird, ist mit durchsichtiger Folie ein Stück Papier mit einem längeren Text geklebt. Während die Apothekerin meine Bestellung aus dem hinteren Teil des Raums holt, habe ich Gelegenheit zum Den Rest des Beitrags lesen »


Maske

Biene, die auf der Windschutzscheibe eines geparkten Pkw sitzt, gesehen schräg von vorne; das Gesicht erinnert an eine dunkle hölzerne Maske mit grimmigem Ausdruck

Auf der Winschutzscheibe eines geparkten Autos saß diese Biene. Da sie sich nicht rührte, konnte ich ganz in Ruhe Den Rest des Beitrags lesen »


Fensterblick

Blick auf zwei nebeneinanderliegende Fenster einer dunklen Fassade, in denen sich gegenüberliegende Gebäude und ein Stück Himmel spiegeln; die in Wirklichkeit gerade Kante des GEbäudes ist im Spiegelbild wellig und andere Teile des Spiegelbildes sind ebenfalls verzerrt.

Natürlich weiß ich, dass und warum Doppelglasfenster in Wirklichkeit fast immer Zerrspiegel sind. Aber irgendwie könnte das Gebäude im Spiegel trotzdem ein Frühwerk von Salvador Dalí sein, eine erste zaghafte Spielerei mit schmelzenden Gegenständen (später Den Rest des Beitrags lesen »


Aufgefächert (2)

Halbgefülltes Wasserglas auf einem Holztisch; die Sonne scheint schräg durch das Wasser, die Strahlen werden am Fuß des Glases gebündelt und fächern sich dann im Schatten des Glases auf.

Immer wieder schön, wie simple Alltagsgegenstände Den Rest des Beitrags lesen »


Nie wieder loslassen…

Meine Tochter musste für die Schule das derzeit schwer angesagte Holocaust-Beschäftigungs-Buch Der Junge im gestreiften Pyjama von John Boyne lesen (näheres hier). Nach dem völlig unerwarteten Ende war sie tief erschüttert. Sie war danach tagelang ziemlich durch den Wind und hat Wochen gebraucht, bis sie das verarbeitet hatte.

Ich bin stinksauer.

Auf die Schule: Da gab es keinerlei Vorwarnung, keinerlei Begleitung, einfach nur den Auftrag „Lest das über die Ferien“, dazu ein paar textbezogene Aufgaben.

Auf den Verlag: Es gibt keine Inhaltsangabe auf dem Einband, nur die reichlich idiotische Notiz des Autors, das sei ein sehr wichtiges Buch und anders als sonst üblich wolle man über den Inhalt nichts verraten, den solle das Publikum beim Lesen selbst herausfinden.

Auf den Autor: Für diese bescheuerte Notiz und für das Ende des Romans: Der reichlich einfältige Protagonist freut sich, seinen mysteriösen streifenpyjamatragenden Freund endlich im Lager besuchen zu können und mit ihm einen Platz im Trockenen gefunden zu haben; sie halten sich bei den Händen, endlich hat er überhaupt wieder einen Freund, sogar einen „besten Freund für immer“, und er wird dessen Hand nie loslassen; in dem Moment fallen die Türen der Gaskammer hinter ihnen zu.

Dem Zielpublikum von 12- oder 13-jährigen Kindern ohne Vorwarnung so einen Schlag unter die Gürtellinie unterzujubeln finde ich reichlich niederträchtig.

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Natürlich, Den Rest des Beitrags lesen »