Fünffach erleuchtet

Auf vielfachen Publikumswunsch noch ein kleiner Nachtrag zu meinen Leuchtmittelspielereien von neulich. Fünffach erleuchtet, dagegen sind Leute wie Maharishi Mahesh Yogi oder der Ober-Scientologe trübe Funzeln…


Ausreden

Auf der Bahn wird viel rumgehackt. Oft genug zu recht, oft auch zu unrecht. Vieles macht die Bahn gut, und für vieles was schiefläuft, kann die Bahn nichts, da müsste „die Politik“ ran, bzw. der Bund als Eigentümer müsste sich mal überlegen, was er eigentlich will. Dazu kann der Bund sich seit Jahrzehnten nicht durchringen, und so werden problematische Weichenstellungen gar nicht erst nicht infragegestellt, und statt offensichtliche Fehlentwicklungen zu korrigieren, lässt man es einfach weiterlaufen, immer tiefer in den Schlamm.

Der Anteil der Bahn am Güterverkehr etwa sinkt seit dem 2. Weltkrieg, die Infrastruktur vergammelt, die einzelnen Sparten der Bahn arbeiten gegeneinander, oft genug zum Schaden der Fahrgäste. Und die Bahn steht auch doof da, wenn etwa Regional- nicht auf Fernverkehrszüge warten.

Die Deutsche Bahn betreibt Bahnlinien und Speditionen in aller Welt (gekauft von Geld, das großenteils besser hierzulande in die zunehmend marode Infrastruktur und die vergammelnden Züge hätte investiert werden sollen) und gräbt mit der Spedition Schenker ihrer eigenen schienengebundenen Gütersparte das Wasser ab und (bis vor kurzem) mit ihren Fernbussen der Personensparte v.a. im Fernverkehr. Da sind so viele Schüsse ins eigene Knie dabei, dass einem schwindelig werden könnte.

Ein anderes heikles Thema ist auch die Informationspolitik. Mir geht es hier um das, was den Fahrgästen zu Pannen und Verspätungen mitgeteilt wird. An den Bahnhöfen hängen Tafeln, auf denen die nächsten Züge aufgeführt sind, mit Abfahrtszeit, Folgebahnhöfen, Fahrtziel, den berüchtigten Angaben zur Wagenreihung und eventuellen Verspätungen. Bei Verspätungen Den Rest des Beitrags lesen »


Treppenrest

Wenn ich den übriggebliebenen Treppenabsatz sehe, fällt mir eine interessante Version von „selbst in die Ecke gepinselt“ ein. Mit Presslufthammer. Obwohl, Den Rest des Beitrags lesen »


Interpretationen

Vermutlich seit es Musik gibt spielen Musiker die Stücke anderer Musiker nach. Die mittlerweile geradezu zombiehafte Fortexistenz des leidigen Greensleeves illustriert das sehr, naja, schön (Mark Twain lästert in A Connecticut Yankee at the Court of King Arthur ausgiebig über dieses Lied, sehr lesenswert übrigens).

Bis zur Erfindung der Tonkonserve war das praktisch die einzige Möglichkeit, von mehr als der handvoll Leutchen im direkten Umfeld gehört zu werden. (Gut, seit jemand mit der ersten Notenschrift herauskam, mutmaßlich im alten Ägypten, kann man Musik auch in Schriftform verbreiten und ist nicht mehr grundsätzlich auf die akustische Überlieferung von Bänkelsängermund zu Bänkelsängerohr angewiesen. Aber wer konnte vor ein- oder zweitausend Jahren schon schreiben und lesen in Europa? Wer hatte damals genug Papyrus oder Pergament für Musikniederschriften übrig?)

Nun ist die Nachspielerei an und für sich nichts Schlechtes, im Gegenteil. Mancher hat wenig eigene kompositorische Ideen, kann aber anderer Leute Musik sehr hörenswert interpretieren. Oft ist es ja so, dass andere Interpreten Den Rest des Beitrags lesen »


Blaufaser

Schlüsselarmband entflochten.

(Ich war’s nicht, ich hab’s nur dokumentiert!)


Überflüssig

Eben lese ich in Lobes Digitalfabrik, dass der High-Tech-Höhenflieger Elon Musk und der Historiker Yuval Noah Harari alle beide befürchten, der Mensch werde sich durch den technischen Fortschritt v.a. im Bereich künstliche Intelligenz selbst überflüssig machen. Wir stünden Gefahr, nicht mehr „die ausgefeiltesten Datenverarbeitungssysteme im Universum“ zu sein. Und das, meinen sie, mache uns dann überflüssig oder wenigstens irrelevant.

Das will mir nicht recht einleuchten. Soweit mir bekannt ist, hat die Menschheit insgesamt keinen definierten Daseinszweck. Das biblische seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan und herrscht (…) beschreibt nur, was im Prinzip jede Spezies tut, weil und soweit sie es kann – anfangs irgendwelche Mikroben, später die Dinosaurier und jetzt eben der Mensch. Außerdem wäre das ein wenig visionäres Mandat – nach Erreichen des vollständigen Beherrschens gäbe es dann ja keine Ziele mehr, wir müssten nach vergleichsweise kurzem Anlauf nur Den Rest des Beitrags lesen »


Putzschatten

Wenn es beim Putzen schnell gehen muss, jedesmal, dann Den Rest des Beitrags lesen »


25

Vor dem Abriss.


Fantastisch vermesssen

Vor einiger Zeit hatte ich über belebtes Wasser geschrieben. Wunderbarer Stoff, ganz anders als das schein- bis mausetote Industriewasser aus der Leitung! Jetzt habe ich gelesen, dass Wasser nicht nur von Wasserleitungen totgemacht wird, sondern dass es auch zu Schaden kommt, wenn man es durch runde Öffnungen schüttet. Sobald Wasser eine runde Öffnung passiert, fallen die Bovis-Werte schlagartig ins Bodenlose. Das liegt anscheinend daran, dass der Kreis ein ganz fieses Ding ist und für alles, was er berührt bzw. umgibt, die Bovis-Werte auf Null setzt.

(Der Bovis-Wert ist eine radiästhetische Fantasiegröße, die folgendermaßen, ahem, gemessen wird: Der Radiästhet bringt eine gedruckte Skala in die Nähe des zu messenden Gegenstandes und nennt intuitiv eine der aufgedruckten Zahlen. Fertig. Oder jemand anderes liest die aufgedruckten Werte vom größten beginnend laut vor, bis der Radiästhet einen Wert per Zuruf bestätigt. Doppelfertig. Wer will kann sich aber auch eigene, ahem, Messmethoden und Accessoires ausdenken, „programmierte Karten“ zum Ziehen etwa, die sind alle gleich gültig, die ermittelten Werte stimmen auf jeden Fall! Endfertig.)

Aber zurück zum Kreis. Die Entdeckung mit der schlimmen Wirkung der Kreisform soll von einem Neonazi stammen, der in Haft anscheinend viel Zeit zum Nachdenken übrig hatte. Entsprechend tiefgründig sind die Erkenntnisse, die man sich in einem dreistündigen Video vortragen lassen kann. Egal, Den Rest des Beitrags lesen »


Borgwürfel

Ein dröger Verwaltungsbau, fotografiert bei weißverhangenem Himmel. Mit viel Kontrast, ordentlich Sättigung und etwas Aufhellung Den Rest des Beitrags lesen »