Digitale Alternativen

Also, Den Rest des Beitrags lesen »


Seenot

Jetzt sind wieder mehrere Hundert Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken. Das Verhalten der zuständigen Stellen lässt fast den Verdacht aufkommen, dass das billigend in Kauf genommen wird. Mit einigem Bedauern vielleicht, aber man scheint sich – ungeachtet der routiniert geäußerten Betroffenheitsadressen aus der Politik – nicht weiter daran zu stören. Und sogar wenn einzelne Verantwortliche tatsächlich Schlaf darüber verlieren sollten, reicht es bislang offenbar nicht, etwas an der Situation zu ändern.

Dabei muss man ja nicht gleich die Welt retten, Syrien und Libyen flicken oder auch nur dafür sorgen, dass Entwicklungshilfe in vernünftige Maßnahmen gesteckt wird und dann auch dort ankommt, wo sie hingehört. Man könnte ja ein paar Nummern kleiner anfangen. Auf Zeit Online schlägt Karsten Polke-Majewski sechs Maßnahmen vor, mit denen man erstens einen großen Teil der Schiffsunglücke verhindern bzw. die in Seenot geratenen Flüchtlinge retten und zweitens immerhin einen kleinen Impuls zur Verbesserung der Lage in Syrien und Libyen leisten könnte.

Man könnte Den Rest des Beitrags lesen »


Schnell geflickt

Neulich unterwegs. Es scheppert hinter mir. Ich fahre herum und sehe einen Pritschenwagen mit Doppelkabine an der Ausfahrt des Parkhauses stehen. Die Pritsche ist vollgepackt mit Maschinen, Material, Geräten. Rohre, Stiele von Schaufeln und was weiß ich ragen nach oben über die Kabine hinaus. Hinter dem Auto hängt der rotweiße Blechstreifen, der normalerweise die maximale Höhe für die Einfahrt markiert, völlig verbogen an einem von normalerweise vier oder fünf Metallringen.

Vier Gestalten in Bauarbeitermontur stehen drumherum, die Körpersprache entwickelt sich von einem deutlichen Uuuups in Richtung Schnell flicken, bevor’s wer merkt, auf auf, Leute!

Plötzlich Den Rest des Beitrags lesen »


Die Aufenthaltsgenehmigung

Bürgerbüro. Ich komme morgens eine Viertelstunde vor Öffnung, ziehe mir eine Wartenummer und habe schon drei Dutzend Leute vor mir in der Schlange. Davon eine Handvoll Leute, die vom Vortag übrig sind. Ich setze mich also auf einen freien Stuhl, nehme mein Buch und richte mich auf längeres Warten ein.

Jetzt werden die ersten Nummern aufgerufen, die Leute gehen nach nebenan zu den jeweils angezeigten Arbeitsplätzen, geben dort ihre Anträge ab, verhandeln, was weiß ich, gehen wieder. Die Sachbearbeiterinnen schaffen ordentlich was weg, aber es kommen immer neue Kunden nach. Man könnte vielleicht mal ausrechnen, welcher Anteil der Bevölkerung sich an normalen Tagen in Behördenwartezimmern aufhält. Da kommt bestimmt was zusammen.

Jemand kommt und füllt die Displayboxen mit Broschüren, Werbezetteln und Formularen nach, checkt den Wasserspender. Zwischendurch gibt der Wartenummerndrucker den Geist auf, nach ein paar Minuten Den Rest des Beitrags lesen »


Leuchtschrift

leuchtbuchstaben

Zufällig entdeckt: Ein Blatt aus dem Laserdrucker, direktes Sonnenlicht, und der Text funkelt bunt. Sollte schwarzer Toner aus bunten Zutaten bestehen?


Jalousien

Über das Problem mit der Sonne hatte ich ja schonmal geschrieben. Wenn die Sonne ins Büro scheint, sieht man am Bildschirm oft fast nichts mehr und kann ohne Fensterverdunkelung praktisch nicht mehr arbeiten. Das ist besonders im Winter doof, denn wenn die Sonne schonmal scheint, muss man sie aussperren, und bei Feierabend ist die Sonne lange untergegangen.

Datenbrillen waren ein paar Jahre lang der große Renner. Visionäre und Fortschrittsbegeisterte konnten sich lange kaum einkriegen, so viel Potenzial sahen sie in dem Konzept. Datenschützern ging es ähnlich, sie konnten nicht genug warnen vor den Risiken und Nebenwirkungen – immerhin ergänzen Datenbrillen die ohnehin schon omnipräsenten Ortungs-, Abhör und Überwachungswanzen (auch bekannt als Smartphone) um Augen. Privatsphäre adée, hieß es nicht ganz zu unrecht. Nun scheint der Hype um die Datenbrille weitgehend abgeflaut, das Thema ist weitgehend aus der Öffentlichkeit verschwunden, alles ist gut.

Bleibt mein Problem mit der Sonne im Fenster. Meine Lösung mit elektrochromen Fensterscheiben hat sich nicht durchgesetzt, wäre wahrscheinlich zu teuer und zu aufwändig. Aber jetzt habe ich eine andere, wesentlich zukunftsweisendere Idee. Die Medizin- und Prothesentechnik hat in den letzten Jahren gewaltige Fortschritte gemacht. Allein die jetzt bezahlbar zur Verfügung stehende Rechenleistung auf kleinstem Raum eröffnet Möglichkeiten, die noch vor 20 Jahren kaum denkbar gewesen wären.

Wer kaputte Ohren aber einen noch intakten Hörnerv hat, kann u.U. Den Rest des Beitrags lesen »


Und dann war da noch… (5)

… der Trupp Gärtner vom Stadtgartenamt. Die sind dabei, Grünflächen frühlingsfein zu machen. Einer steht neben der offenen Fahrertür des Pritschenwagens, raucht eine Zigarrette und starrt Löcher in die Luft. Zwei andere sind mit Abladen von Material beschäftigt, ein Vierter versucht auf der anderen Seite des Autos, irgendeine Maschine in Gang zu setzen. Das klappt nicht so recht, anscheinend ist der Tank leer. Also ruft er dem Träumer zu:

He, Du Arbeiterdenkmal, tu was für dein Geld, hol mal den Reservekanister…


Alkoholisches und Käse

Man stelle sich einen Winzer mit Namen Franz Brandt vor. Was produziert der?

Genau, und nebendran residiert die imaginäre Franz GmbH, die einen billigen Mariacron-Klon für die Flachmänner an der Discounterkasse herstellt (sozusagen Quengelware für Erwachsene).

Und wer Franzbranntwein doch lieber nicht trinkt, sondern zum Behandeln von Muskelschmerzen, Zerrungen u.ä. benutzt, kann Den Rest des Beitrags lesen »


Fundsachen

Es gibt auf dieser Welt viele schräge Typen. Wirrköpfe, Durchgeknallte, Exzentriker, Genies, die Übergänge mögen da gelegentlich fließend sein. Originale jedenfalls, die sich aus welchen Gründen auch immer auf die unterschiedlichsten Skurrilitäten verlegt haben. Leute, über die teils gelacht wird, teils gestaunt und die man teils bewundert.

Mir sind im Laufe meines Lebens schon einige begegnet. Lehrer, Mitschüler, Dozenten, Kommilitonen, Kollegen, bestimmte Typen im Viertel, die jeder kennt, es sind einige zusammengekommen. Sie waren alle auf ihre Art besonders, interessant und unverwechselbar. Oft anstrengend, oft liebenswert, oft unterhaltsam, fast immer irgendwie faszinierend.

(Streng genommen ist wahrscheinlich jeder Mensch ein Original, man merkt es nur bei den meisten nicht, weil die Eigenheiten nicht so auffällig sind und der größte Teil dessen, was andere wahrnehmen, “normal” genug ist, Mainstream eben. Die Eigenheiten stecken oft tiefer, dürften deswegen aber nicht weniger einzigartig und faszinierend sein.)

Ich glaube, eine besondere Gruppe unter den Exzentrikern müssen Mathematiker sein. Damit meine ich nicht die Brot-und-Butter-Rechenknechte, die Versicherungskonditionen, Finanzinstrumente und so Dinge berechnen, sondern eher die akademischen Elfenbeintürmer, die großen und manchmal irrlichternden Geister, die sich in den abgelegeneren Ecken eines der mittlerweile ohnehin schon (habe ich von Mathematikern ungefähr so gehört) weltfremdesten und für den Alltag irrelevantesten Forschungsgebiete überhaupt verlustieren und dementsprechend Den Rest des Beitrags lesen »


Alles muss raus

alles_muss_raus1

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Nachdem das subversive Sonderangebot von neulich so gut angenommen wurde, geht die Bahn jetzt offenbar in die Vollen und haut größere Mengen Bruchstein und Bauschutt raus.


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