Eingesponnen

In ein paar Jahren ist der Kokon fertig, und um die nächste Jahrhundertwende schlüpft dann ein prächtiger Stahlfalter. Bis dahin  Den Rest des Beitrags lesen »

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Ersatzmahlzeit

Heute mal ein paar Zeilen über eines der wirklich wichtigen Dinge im Leben: Nougatringe. Ganz feine Sache, mag ich sehr, jedenfalls wenn sie gut sind. Leider ist es mit Nougatringen wie mit Musik: Es gibt viel zu wenig richtig gute und viel zu viele andere.

Ein Nougatring besteht, nur damit hier alle wissen, wovon die Rede ist, aus einem flachen Ring aus Mürbeteig als Basis, einer wulstförmigen Auflage aus Nougatcreme und einer Schicht Fettglasur, die die Oberseite des Gebildes bedeckt. (Ganz sicher nicht: Mürbeteig mit Nougatcremefüllung, wie eine Rezeptseite behauptet. Klar, die Creme taugt auch als Füllung, aber Nougatringe werden nicht gefüllt, die werden belegt. Da gibt es nichts zu füllen, also auch keine Füllung.)

Natürlich Den Rest des Beitrags lesen »


Eingeschneit

Gestern vormittag war kurz Winter. Die Stiefmütterchen im Park haben es nicht mehr rechtzeitig ins Warme geschafft.


Pendler-Domino

Wer viel mit der Bahn unterwegs ist, kann gelegentlich ein witziges Phänomen beobachten. Das sieht so aus:

Ab einer bestimmten Auslastung wird der Zug als vollbesetzt empfunden. Dann stehen meistens schon Leute auf den Gängen bzw. in den Türbereichen, weil sie keinen (oder keinen genehmen) Sitzplatz finden. Dann hält der Zug an, ein Schwung Leute steigt aus (fast immer viel zu wenige). Einige der Weiterreisenden setzen sich jetzt auf  bessere Plätze, typischerweise am Fenster oder Plätze in Fahrtrichtung. Einige der bisher Stehenden suchen sich Sitzplätze. Die Zugestiegenen (fast immer viel zu viele) bleiben mehrheitlich stehen, nur einzelne finden Sitzplätze.

Am nächsten Halt Den Rest des Beitrags lesen »


Schiene

Blankes Gleis unter Postkartenhimmel.


Werbehölle als einfaches Zwiebelschalenmodell

Werbepausen nerven mich und viele andere, Werbevorspanne auch. Gut, im Kino dient der Vorspann als Verspätungspuffer, ansonsten kann man während des Vorspanns noch was zu Trinken kaufen gehen oder nochmal auf die Toilette. Vom Fernsehen früher kennt man das ja auch – mancher hatte es zu wahrer Meisterschaft im Ausnutzen der Werbepausen und im Vorhersagen der gezielt unberechenbaren Längenunterschiede dieser Pausen gebracht. Das ist mit den heutigen Möglichkeiten, Sendungen aufzuzeichnen, über Werbepausen vorzuspulen oder Filme sowieso nur noch nach Bedarf zu streamen, weitgehend überflüssig geworden.

Aber man muss ja nicht einmal Den Rest des Beitrags lesen »


Keine Menschenseele

Der Nachsitzer von neulich hat endlich auch Feierabend gemacht. Das Gebäude ist seither weggeräumt worden, deshalb sieht man jetzt den Bau dahinter. Wieso dort an einem Freitagabend sämtliche augenscheinlich völlig menschenleeren Büros hell erleuchtet sind, weiß vermutlich nur der Hausmeister.


Konzentriert

Im ICE. Ein Mann steigt unterwegs zu und setzt sich mir gegenüber an den Tisch. Packt ein Tablet aus, stöpselt Kopfhörer ein und fängt an, konzentriert auf dem Bildschirm zu hantieren. Nach ein paar Minuten greift er in seinen Rucksack und legt einen Stapel Smartphones auf den Tisch, drei Stück. Immer wieder nimmt er eines davon, schreibt minutenlang längere Texte darauf, legt es wieder weg und arbeitet am Tablet weiter. Jedes der Smartphones kommt mehrmals dran, das ganze wirkt wie eine gut eingespielte Choreographie, effizient, fast selbstvergessen und völlig uneitel.

Die ganze Zeit kommt kein Geräusch von dort, keines der Geräte klingelt, vibriert, blinkt oder piepst. Er telefoniert auch nicht, wiegt nicht den Kopf im Takt irgendwelcher Musik. Keine Ahnung, was der da mit seinen vier Geräten macht, aber das Maß an Konzentration ist beeindruckend.


Tunnel

Gleich kommt der Terminator um die Ecke. In Wirklichkeit Den Rest des Beitrags lesen »


Tropfen

Wassertropfen an kahlen Zweigen – die nicht so farbenfrohe Seite des Herbstes. Den Rest des Beitrags lesen »