Lieblingswörter

Es gibt Wörter, die ich nicht mag, über die ich mich ärgere und die ich nach Möglichkeit vermeide. Und es gibt Wörter, die ich gern mag. Das heißt nicht, dass ich die unbedingt häufig verwende, aber ich freue mich, wenn sie mir hin und wieder begegnen.

Eines davon ist umständehalber. Das findet man wohl fast nur in Kleinanzeigen – xy umständehalber abzugeben. Das dahinterstehende Konzept hat ein bisschen was von Amtsstube, Ärmelschoner und und Kehrwoche. Man könnte Den Rest des Beitrags lesen »

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Verlaufen (2)

Sowas passiert wenn man Graffiti anscheinend mit dem Gartenschlauch produziert…


Sahnehäubchen

Wenn sich jemand irgendwo kritisch über die Homöopathie oder eine ihrer Spielarten äußert, kommt ganz oft, eigentlich fast immer, jemand und behauptet, die Kritik sei unfair und nicht gerechtfertigt. Die Homöopathie wirke sehr zuverlässig und gut (gern mit dem Zusatz: das habe man selbst erlebt), und ein vernünftiger Mensch käme gar nicht auf die Idee, eine so effektive und gleichzeitig nebenwirkungsfreie Behandlungsmethode wie die Homöopathie kritisieren zu wollen.

Wer sich trotzdem kritisch äußere habe entweder keine Ahnung oder unlautere Motive. Das nächstliegende unlautere Motiv ist natürlich Geld, und das wird immer wieder vorgebracht: Kritiker seien ganz bestimmt von der bösen Pharmaindustrie gekauft, die bei einem Siegeszug der sanften Homöopathie Angst um ihren Umsatz mit möglichst potenten, nebenwirkungsreichen Chemiehämmern haben müsse und für mehr Geld gern auch Leid und Tod unzähliger Patienten in Kauf nehme.

Derartige Anwürfe kann man in verschiedenen Formen und Gewichtungen an vielen Stellen finden, wo über Homöopathie diskutiert wird. Unter einschlägigen Artikeln Den Rest des Beitrags lesen »


Nebenbei bemerkt (2)

Wenn wir in der Matrix leben würden, wären Erkältungen u.ä. entweder Malware oder Macken im System, die der Support bitteschön einfach entfernen könnte.


Überlastet

Kaum regnet es mal einen halben Tag ein bisschen, ist die Kanalisation schon überlastet. Das Zeug fließt nicht mehr richtig ab und alles steht unter Wasser…


Immer mehr

Früher™ hat man sich mit dem Rasiermesser rasiert oder rasieren lassen. Das ging ungefähr 25.000 Jahre so, anfangs mit Steinklingen oder geschärften Muscheln, später mit Metallklingen. Dann hat jemand im 19. Jahrhundert den Rasierhobel erfunden, der dann in der von J. C. Gillette verbesserten Version in vielen Weltgegenden jahrzehntelang das Rasierzeug der Wahl war.

Als nächstes kam irgendwann im 20. Jahrhundert der Systemrasierer dazu, der die Vorteile des Hobels um eine noch einfachere Bedienung ergänzt. Systemrasierer gibt es als Wegwerfgeräte, etwa von einem bekannten Feuerzeug- und Kugelschreiberhersteller, und als Qualitätsapparate mit wiederverwendbarem Griff und austauschbaren Rasierköpfen von den einschlägigen Rasierzubehörmarken.

Anfang der 1970er Jahre hatte jemand die geniale Idee, dass zwei Klingen doch doppelt so gut rasieren müssten wie eine. Man fing also an, Systemrasierer mit zwei Klingen zu bauen, für eine sanftere und zugleich gründlichere Rasur. Nach ein paar Weiterentwicklungen Den Rest des Beitrags lesen »


Gelbe Laterne

Eigentlich nur eine ganz gewöhnliche Straßenlaterne in einer Altstadtgasse, aber schön Den Rest des Beitrags lesen »


Landflucht

Man liest immer wieder mal in der Zeitung, dass alle möglichen wilden Tiere in die Städte kommen und sich dort irgendwie als Jäger und Sammler im Zivilisationsmüll durchschlagen. Tauben und Krähen schon lange, dann kamen Füchse und Wildschweine in die Städte. Und jetzt offenbar auch Glasbruchhasen


ot_claim

Neulich im Zug. Keine Ahnung, was hier gesagt werden soll. Vermutlich geht es nicht um eine dem Alten Testament entnommene Aussage („Old Testament claim“). Um einen Anspruch auf Vergütung geleisteter Überstunden („overtime claim“) wohl auch nicht. Außerdem Den Rest des Beitrags lesen »


Essigwolkenzauber

Könnte man sinnvoll testen, ob verdunstender Essig eine Auswirkung auf die Wolken hat? Mal ganz abgesehen davon, dass es keinen Grund zu der Annahme gibt, dass da was dran sein könnte.

Man könnte natürlich eine kleine Studie durchführen, in der man unter standardisierten Bedingungen Essig vor der Tür verdunsten lässt und beobachtet, was daraufhin mit den Wolken oben drüber passiert. Wir suchen uns passende kleine Teller. Wie groß die sein sollen, wissen wir nicht, und unser Essigfreund verrät es auch nicht. Egal, nehmen wir irgendwas, Untertassen. Wie viel Essig da rein soll, wissen wir auch nicht und unser Essigverdunster schweigt dazu ebenfalls. Nehmen wir ein Schapsglas als Portion, 20 cl. Wir kaufen eine ausreichende Menge irgendwelchen Essig.

Dann zu den Verdunstereien. Wir fangen mal mit einer Laufzeit von 30 Tagen an und machen vier Aufgüsse pro Tag: um 9, um 12, um 15 und um 18 Uhr, um tageszeitliche Verzerrungen auszuschließen. (Wer ganz eifrig ist, kann auch noch Den Rest des Beitrags lesen »