Familienausflug

Neulich in der Stadt, in Laufweite des Zoos.

[P.S., völlig off topic: Eben sehe ich in der Statistik, das dies der 1’111. Artikel auf gnaddrig ad libitum ist. Ich glaube das mal, weil nachzählen mag ich nicht.]


Knall

Unbearbeitet war das ein bisschen blass, darum habe ich es ein wenig aufgehübscht. Jetzt glaube ich fast, einen Vogelschwarm oberhalb der Einschlagstelle am blauen Himmel zu sehen…


Traumvogel

Vor Jahren habe ich mal eine Zeitlang unterm Dach gewohnt, in einem Zimmer mit einem Klappfenster in der Dachschräge. Sommers schlief ich meist mit offenem Fenster, und einmal bin ich bei einsetzender Morgendämmerung jäh aufgeschreckt. Mir war, als sei ein kleiner Vogel im Zimmer herumgeflattert, ein Singvogel, vielleicht eine Meise oder ein Rotkehlchen oder so.

Nun saß ich hellwach im Bett, aber es war ganz still im Zimmer. Kein Geräusch, keine Bewegung, kein Vogel. Ich beruhigte mich wieder und schlief nochmal ein. Am nächsten Morgen Den Rest des Beitrags lesen »


Fernmündlich

Das klassische Festnetztelefon, das ab dem späten 19. Jahrhundert verwendet wurde, übertrug Geräusche in einem Frequenzband von 300 bis 3400 Hertz. Man hätte auch höhere Frequenzen übertragen können, das wäre aber wohl aufwändiger und damit teurer geworden. Also hat man es bei dem genannten Frequenzband belassen. Immerhin liegen die für die Verständlichkeit der Vokale wichtigen Formanten alle innerhalb dieses Frequenzbandes, theoretisch waren die akustischen Voraussetzungen für flüssige Kommunikation am Telefon also gegeben.

In der Praxis war das aber nicht so. Die bis mindestens in die 80er Jahre in Deutschland üblichen Telefone waren von der Klanqualität nicht eben überragend. Die Leitungen waren auch oft nicht so besonders gut. Je nachdem, von wo oder wohin man telefonierte, konnte es schon rauschen, knistern, pfeifen oder knattern in der Leitung, manchmal hörte man auch ein fremdes Gespräch leise mit, wenn irgendwo eine Isolierung nicht funktionierte, Feuchtigkeit eingedrungen war oder was weiß ich. Aber auch bei normalguten Verbindungen konnte man leicht s und f verwechseln, oder k, p und t. Außerdem waren die Hörer oft ziemlich leise (und nicht einstellbar), und viele Leute hatten Probleme, am Telefon alles richtig zu hören.

Diese widrigen Umstände haben zu gewissen Anpassungserscheinungen geführt – viele Leute sprechen bis heute am Telefon besonders laut und oft auch deutlich langsamer als normal.

Nun dürften Telefone heutzutage in aller Regel Den Rest des Beitrags lesen »


Biotop

Fensterdichtung eines ausrangierten Bundeswehrbullis. Da hat offensichtlich jemand lange das Seitenfenster nicht runtergekurbelt und ebenso lange das Auto nicht gewaschen.


Und dann war da noch… (22)

…der Kollege, der seine Mahlzeit in der Kantine in dem Moment für beendet erklärt, als ihm ein Käfer aus dem Salat auf die Gabel gekrabbelt kommt. Kann ich verstehen, man kann ja auf einem großen Salatteller nicht jedes Blatt einzeln umdrehen und vor dem Feierabend mit Essen fertigwerden. Und übersehen will man auch kein Krabbeltier, Marienkäfer sollen ziemlich bitter sein…


Bogengang


Das Gespenst der Freiheit

Die hierzulande übliche Toilette mit Wasserspülung ist eine großartige Erfindung, ich will sie eigentlich nicht missen. Trotzdem ist die Benutzung von Toiletten unterwegs nicht unproblematisch. Man weiß nie, was die vorigen Besucher da getrieben haben, und oft genug will man das so genau auch nicht wissen. Wenn sie wenigstens die Spuren beseitigt hätten! Haben sie aber nicht. Kann man sich drauf verlassen, wenn’s am nötigsten gewesen wäre haben sie nicht.

Herkömmliche öffentliche Bedürfnisanstalten und traditionelle Bahnhofstoiletten gehören für mich zu den unangenehmsten Örtchen im Land, dicht gefolgt von dem, was manche Kneipen so als Toilette anbieten. Manches Mal hätte ich einen klassischen Donnerbalken in einem zugigen Schuppen hinterm Stall vorgezogen.

Aber auch in vermeintlich gepflegteren Umgebungen ist die sozialverträgliche Benutzung der Toiletten bei weitem nicht so selbstverständlich, wie man das gern hätte. Viel zu oft hinterlassen Benutzer dort mutmaßliche Kunstwerke oder tatsächliche Schweinereien, was dann bei nachfolgenden Benutzern auf Missbilligung stößt und gelegentlich entsprechende Aufrufe zur Sauberkeit nach sich zieht.

Und auch abseits unangenehmer Hinterlassenschaften kann man im Zusammenhang mit Toilettenbesuchen Den Rest des Beitrags lesen »


Unscharf

Beim Blick zum Himmel dachte ich zuerst, ich hätte plötzlich was an den Augen. Hatte ich aber nicht, die Wolken waren wirklich so verwischt. Anders gesagt: Den Rest des Beitrags lesen »


Erinnerungen

Mitzi Irsaj hat einen anrührenden Text geschrieben, in dem ein bestimmter Geruch sie ungefragt immer wieder in Erinnerungen zurückreißt, die sie eigentlich lieber ruhen ließe. Beim Lesen musste ich an ein Lied von Patent Ochsner denken, in dem es um das Ende einer Beziehung geht, um die Bemühung, die Spuren dieser Beziehung möglichst vollständig zu tilgen und in den unschuldigen Zustand von vorher zurückzukehren, wieder ein unbeschriebenes Blatt zu werden: Weißes Papier.

Den Text kann man hier mitlesen, und weil das Berndeutsche den allermeisten Nichtschweizern zu fremd sein dürfte, Den Rest des Beitrags lesen »