Wieviel ist denn das ohne Mehrwertsteuer?

Fastfoodladen. Ich will mir schnell was Essbares besorgen, schaue mir die Auslage an. Ein ärgerlicher Mittfünfziger steht an der Kasse und diskutiert zunehmend ungehalten mit der Kassiererin.

Wieviel ist denn das ohne Mehrwertsteuer? Die Kassiererin schaut auf den Kassenbon

Die Kassiererin schaut auf den Kassenbon, ob er zum Hieressen oder zum Mitnehmen bestellt hat, davon hängt ja der Steuersatz ab (7 oder 19 Prozent, warum auch immer das unterschieden wird), aber für ihn ist ja der Kassenpreis derselbe. In Deutschland Den Rest des Beitrags lesen »


Schnappender Fisch

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Lohnt sich Einweg?

Jean Paul soll mal geäußert haben: Ein Buch, das nicht wert ist, zweimal gelesen zu werden,
ist auch nicht wert, dass man’s einmal liest.

Eine bedenkenswerte These, möchte man meinen. Leuchtet erstmal ein, glaubt man. Tut man ja immer, wenn jemand Gebildetes einen Kalenderspruch in die Runde wirft, da sind wir entsprechend konditioniert. Muss eigentlich was dran sein, wenn all die klugen Köpfe das so abnicken.

Aber warum eigentlich? Ich habe meterweise Bücher gelesen, wo die Lektüre Spaß gemacht hat. Bücher, die spannend waren, oft witzig, wo ich bestens unterhalten war und es nicht bereue, sie gelesen zu haben, wo ich die darauf verwendete Zeit gut angelegt finde. Bücher allerdings, von denen ich viele so bald nicht wieder lesen werde, wenn überhaupt je.

Bücher (und Filme), die wesentlich auf dem Spiel mit dem Unerwarteten beruhen, die mit überraschenden Wendungen und Doppeldeutigkeiten arbeiten, sind typische Kandidaten für nur einmaliges Lesen. Die funktionieren nämlich oft nicht mehr so gut, wenn man die Pointe schon kennt. Deshalb müssen sie aber nicht schlecht sein.

Natürlich könnte man Den Rest des Beitrags lesen »


Mit einfachsten Mitteln

Grundsätzlich kann man politische Aussagen schon mit sehr überschaubarem Materialeinsatz öffentlichkeitswirksam platzieren. Hier beispielsweise brauchte es nur ein gebrauchtes Kaugummi und eine Schuhsohle, wie die meisten Zeitgenossen sie sowieso meistens bei sich haben:

Die Aktion thematisiert subtil auch den für manche politische Betätigung unabdingbaren zivilen Ungehorsam, den gezielten Regelbruch und das Neudenken alter Konzepte.


Über den Wolken

Drei Mädchen, so 13 oder 14 Jahre alt, flattern gutgelaunt durch den Zug, von einem Ende des Zuges ans andere und zurück, auf der Suche nach zusammenhängenden Sitzplätzen.

Auf dem Weg durch den Zug singen sie Über den Wolken von Reinhard Mey. Mit Lücken im Text. Mit angeschrägten Passagen, wo die Melodie an die Grenzen des verfügbaren Stimmumfangs geht. Mit Aussetzern und ungeplanten polyphonen Episoden, wenn die eine oder andere den rhythmischen Faden verliert oder über ein im Gang abgestelltes Gepäckstück stolpert, deswegen erschreckt aufhört zu singen und dann neu ansetzt. Umrahmt von Lachsalven und einer gleichzeitig geführten Unterhaltung über die Platzsuche, die weiteren Pläne für den Tag und Details zu Text und Melodie des gewählten Liedes.

Insgesamt eine ziemlich lebhafte Darbietung, nicht besonders laut, wirklich nicht aufdringlich, aber eben auch nicht gerade vornehm zurückhaltend. Und das beste ist: Kein böses Gesicht bis zum Horizont, dafür haben viele im Zug gelächelt. So gehört das.


Themen

Im Schaufenster einer Fahrschule gesehen:

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So richtig informativ finde ich das jetzt nicht. Was ist denn Thema 4? Es kann natürlich sein, dass jeder Fahrschüler dort eine Art Lehrplan erhält, wo die Themen aufgelistet sind, die er sich in der Fahrschule anhören muss, und dass da dann auch draufsteht, was sich hinter den Zahlen verbirgt. Andererseits steht hier ja bei den Themen 13 und 14 wenigstens ein Hinweis darauf, worum es geht. Warum nicht auch beim Rest? Oder richten sich diese beiden Veranstaltungen nur an Leute, die einen Führerschein der Klasse B/BE anstreben, und die anderen Themen sind für alle oder für alle anderen?

Rätsel über Rätsel. Es sieht fast so aus, als hätte jemand eine Vorlage kopiert, nicht (vollständig) ausgefüllt und vor dem Aushängen nicht nochmal durchgeschaut. Gut, dass ich meinen Führerschein schon habe…


Im Wald

Aus Asterix und die goldene Sichel weiß ich, dass es in der Nähe von Paris den Bois de Boulogne gibt, irgend so ein Stück Wald. Nichts gegen den Deutschen Wald natürlich, aber immerhin. Die Bäume von Boulogne oder so. Mittlerweile ist das mehr Park als Wald, recht hübsch übrigens.

Wenn jemand in dem zugehörigen Pariser Vorort Boulogne-Billancourt eine Boygroup gründen würde, könnten die sich Boys de Boulogne nennen. Das wäre eine (vermute ich) vage altertümelnde Schreibweise, also urfranzösisch und sprachreinhaltungspolitisch nicht zu beanstanden und dabei trotzdem international verständlich. Man könnte das für des Französischen nicht Mächtige wie mich sicher auch eindeutschen, etwa als Den Rest des Beitrags lesen »


Die Sonne treibt mich an

Neulich ist mir dieser nicht mehr ganz frische Aufkleber aufgefallen:

Was für ein dämlicher Spruch! Ist zwar inhaltlich richtig, gilt aber für erdölbasierten Kraftstoff genauso. Und für solarstromgetriebene Autos auch. Ist jedenfalls kein Alleinstellungsmerkmal für Biodiesel. Und als Abgrenzung zum muskelgetriebenen Tretauto oder zu imaginären Kalte-Fusion-, Raumenergie- oder Reines-Wasser-Antrieben wird es auch kaum gemeint sein.

P.S.: Der Ausdruck Biodiesel ist übrigens ebenfalls bescheuert. Was ist an dem Zeug denn bio? Oder mehr bio als an mineralischem Diesel? Beide werden aus gewachsener Biomasse hergestellt. Und Erdöl gehört zusammen mit Kohle zu den ökologisch einwandfreiesten Rohstoffen überhaupt – völlig ohne menschliche Intervention entstanden. Für Erdöl Den Rest des Beitrags lesen »


Dädalus und Ikarus

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Komplementär

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Yin und Yang. Partnerlook mit vertauschten Farben – Reifen, Rahmen, Sattel ist ja schonmal nicht schlecht. Als nächstes kommen Griffe, Pedalen und Schutzbleche dran…


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