Paranoia

SIE sind – hatte ich ja schon mehrfach angemerkt – immer und überall.

Jetzt wieder, auf dem Weg zum Bahnhof:

paranoia

Offensichtlich waren SIE diesmal nicht schnell genug, sodass ich sie sehen und sogar fotografieren konnte. Vielleicht war das aber auch eine gezielte Warnung – wir haben Euch alle immer im Blick.

Wenn man genauer hinschaut, kann man übrigens Den Rest des Beitrags lesen »


Fahnenstange, weitergedacht

Vor Jahren habe ich xkcd entdeckt, den Webcomic von Randall Munroe, und bin seitdem ein großer Fan. Mit anderen Leuten die Eigenheiten der Figuren oder andere Feinheiten und Rafinessen der einzelnen Comics zu diskutieren hat mich nie gereizt, darum war ich nie auf den dazugehörigen Diskussionsforen. Und auch wenn ich den einen oder anderen (natürlich brillianten!) Kommentar hätte beisteuern können, habe ich eine Kommentarfunktion auch nie wirklich vermisst. Die wäre wohl auch schon deshalb witzlos, weil angesichts der Reichweite von xkcd jeder Beitrag dort vermutlich derart viele Kommentare einfahren würde, dass das kaum jemand alles lesen könnte und viele Kommentare deshalb doch nur eine eher eingeschränkte Leserschaft finden würden.

Seit einiger Zeit beantwortet Randall Munroe auf What if? drängende Fragen seiner Leser (erste urkundliche Erwähnung bei mir bereits im August 2012). Damit ermutigt er, vorhandenes Weltwissen anzuwenden und zu erweitern, nimmt den Lesern die Angst, mit Mathematik, Physik und allem möglichen herumzuspielen und trägt so zur Anhebung der kognitiven Fähigkeiten und des intellektuellen Niveaus seiner Leser bei. (Oder hält die, die sowieso schon fit genug sind, durch gute Unterhaltung im Training.) Großartige Sache, das!

In der aktuellen Folge von What if? geht es um die folgende Frage: Kann man, wenn man von einem hohen Gebäude fällt, aus dessen Fassade irgendwo eine Fahnenstange waagerecht herausragt, im Vorbeiflug diese Fahnenstange ergreifen, an den ausgestreckten Armen darumschwingen und Den Rest des Beitrags lesen »


Angewandte Verhältnismäßigkeit

Du solltest jetzt mindestens eine Stunde Zeit aufwenden, um einen bösen Artikel drüber zu schreiben. Tenor: Sie haben eine Sekunde meiner Zeit verschwendet.

Hatte meine Frau so in den Raum geworfen. Als ob ich jemals sowas Unsinniges… Ok, sie kennt mich eben, und das sozialverträgliche Abladen solcher Mückeverelefantierungstiraden war eines der Motive, dieses Blog überhaupt anzufangen, darum mache ich mich mal dran. Das wird jetzt Enthüllungsjournalismus vom Feinsten, ein richtiger Scoop!

Also, Den Rest des Beitrags lesen »


Und dann war da noch… (4)

… der Mann, der mir heute morgen auf dem Fahrrad entgegenkam. Unauffällig angezogen – robuste Schuhe, Jeans, Funktionsjacke, Helm. Das Fahrrad vollgepackt mit Packtaschen am Vorderrad, großen Satteltaschen am Hinterrad und darüber noch zwei Packsäcken aus LKW-Plane oder so. Da war genug Platz für einen halben Hausstand, alles sauber und gut in Schuss. Ich bin mir nicht sicher, ob ich ihn als rüstigen Rentner auf Fahrradurlaub einordnen soll oder als Weltenbummler mit Stil.

Er kam mir jedenfalls entgegen an diesem sonnigen Morgen und rief mir im Vorbeifahren zu:
Moin! Auf Deutschland kommen zehn Jahre Rezession zu! Schönen Tach noch!


Im Dunst

dunstig

Der Tag war eigentlich hell und sonnig, aber am Morgen war es so diesig, dass kaum Farbe zu sehen war. Die eine Stelle, wo sich doch eine Ahnung von Farbe ins Bild gemogelt hat, habe ich natürlich weggeschnitten.


Startschuss

startschuss

Jetzt fängt der Frühling ernsthaft an.


Bis einer weint

Die geopolitische Situation sieht nicht schön aus derzeit. Gut, das tut sie eigentlich nie, wohl seit Menschengedenken. Zwar war es in Europa seit Ende des Zweiten Weltkriegs weitgehend stabil und friedlich, dafür ging es anderswo auf der Erde ordentlich zur Sache. Der Koreakrieg, das Schweinebuchtdesaster in Kuba, der Vietnamkrieg, der Afghanistankrieg der Sowjetunion, die Islamische Revolution in Persien sind nur ein paar Highlights der letzten Jahrzehnte.

Und es geht ja munter weiter, es brennt auch heute an allen Ecken und Enden. Da sind Syrien, die Kapriolen des IS dort und im Irak, dann die Pulverfässer Libyen, Ägypten, Israel vs. Hamas, Boko Haram, eine Reihe Länder auf -istan – da gibt es jede Menge verfahrene Situationen mit großem Schadenspotenzial, an denen die Welt noch lange zu kauen haben wird.

Dann haben wir die galoppierende Verbohrtheit in den USA, wo zu viele national relevante Akteure lieber die Karre an die Wand fahren, als auch nur einen Fingerbreit nachzugeben (die andere Seite könnte das ja als Erfolg verbuchen, und das darf nicht sein!), im Stil von Lieber Staatsbankrott und Weltwirtschaftskrise provozieren als mit der anderen Seite dem Feind auch nur vernünftig zu verhandeln. Man gibt vor, ergebnisorientiert zusammenarbeiten zu wollen, boykottiert aber aus Prinzip alles, was die anderen machen oder vorschlagen. In der EU sieht es teilweise auch nicht besser aus, und auch in Deutschland bewegt sich allzuviel Politik gefühlt auf Kindergartenniveau.

* ****

Das ist alles schlimm genug und für die Betroffenen in vielen Fällen tragisch. Aber es wird im Moment zum Hintergrundrauschen, über dem jetzt die kernigen Orgeltöne des Streits um die Ukraine schweben.

Ich will gar nicht  Den Rest des Beitrags lesen »


Nassrasur im Internet der Dinge

Bei einem Bloggerkollegen habe ich von den ersten Gehversuchen eines bekannten Rasierklingenherstellers im Internet der Dinge gelesen: Seltsamkeiten. Die bieten anscheinend ein internetfähiges Nassrasierset an, mit dem man nach ein paar kleinen Formalitäten online Rasierklingen nachbestellen kann, wenn die alle sind.

Das ist ja irgendwie ganz witzig, gleichzeitig aber auch völlig unnütz und einigermaßen lächerlich. Weitergedacht sehe ich einen Haushalt, in dem alles und jedes Ding selbständig im Internet ist. Zahnbürsten, Waschmaschinen, Besteckschubladen, Toaster (die werden sogar sprechen, und wir werden sie dafür verfluchen !), Schuhbürsten, Möbelpoliturflaschen, Stromzähler, Türschlösser, Rauchmelder, Notizblöcke (Verzeihung, die sind schon seit Jaharen nur noch virtuell im Smartphone vorhanden, Papier benutzt der moderne Mensch ja kaum noch, aber im Prinzip), Bierkästen, Ketchupflaschen, Rolläden, Dielenbretter, Kleiderbügel, alle sind sie im Internet und funken regelmäßig irgendwelche Statusmeldungen in die mittlerweile allgegenwärtige und unvermeidliche Cloud.

Das ganze wird soviel Bandbreite schlucken, dass die derzeit im Aufbau befindliche Breitbandversorgung davon weitgehend aufgefressen wird und Youtube wieder nur ruckelig läuft. Aber das ist eben der Preis der Innovation. Außerdem wird das die nächste Ausbaustufe mit nochmal mehr Bandbreite anstoßen, dann wird auch endlich jedes Reiskorn Den Rest des Beitrags lesen »


Dreißig

dreissig @ 0x0d: Dreizehn gibt’s auf der Straße nicht, tut mir leid. Und dieser Buchtitel ist ja dann doch eher ein bisschen ungemütlich…


Sprung in der Platte

Spätnachmittags im Zug auf dem Weg nach Hause. In der benachbarten Vierer-Sitzgruppe sitzen zwei ältere Damen. Sichtbar teuer angezogen und etwas aufgedonnert die eine, eher zaghaft unauffällig die andere. Sie unterhalten sich, wobei die Aufgedonnerte ungefähr 80% der Sprechzeit bestreitet.

Beide besitzen offenbar mindestens eine Wohnung, die sie vermieten, die Aufgedonnerte hört sich allerdings eher nach einem ganzen Mietshaus an, die Unauffällige nach einer Einliegerwohnung oder Doppelhaushälfte. Es geht um die allgemeine politische und wirtschaftliche Lage und die Implikationen für Vermieter. Es werde ja alles immer teurer, die Auflagen für Vermieter würden umfangreicher. Energiedingens, Dämmung, neue Heizöfen, alles mögliche. Da müsse man schon mal Den Rest des Beitrags lesen »


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