Steingesicht

Grimmiges Gesicht in einem kniehohen Felsbrocken, der normalerweise nicht weiter auffällt, erst recht, wenn man die Perspektive wechselt.


Falsche Adresse

Das Medium stimmt schon, aber der Walk of Fame Europe ist ein paar hundert Kilometer rheinabwärts, und Grauman’s Chinese Theatre ist noch viel weiter weg…


Häuschen mit Grün

Das Dach ist ein bisschen verrutscht und der Schornstein fehlt…


Scheibchenweise

Salamitaktische Angriffe auf Grundrechte haben in Deutschland mittlerweile eine gewisse Tradition. Der Trend geht in Richtung mehr Überwachung, will mir scheinen. Man versucht letztlich, unsere Freiheit zu schützen, indem man diese Freiheit zugunsten verschiedenster Sicherheitsmaßnahmen einschränkt und beschneidet, Scheibchen für Scheibchen. Wie nicht anders zu erwarten war, wetzen sie in Berlin schon wieder die Messer, die Salami liegt auf dem Schneidbrett.

Fangen wir an mit einer schönen dicken Scheibe: In der Bundesregierung denkt man laut über den großflächigen einsatz von Staatstrojanern zwecks Online-Durchsuchungen nach, sicher beflügelt von den bisher errungenen großartigen Erfolgen mit solchen Dingern. Gelegentlich vorgebrachte verfassungsrechtliche Bedenken hat man mittlerweile sicher gründlich ausräumen können, ebenso wie technische Schwierigkeiten.

Weiter geht es mit der Vorratsdatenspeicherung. Die CDU will seit ihrem letzten Parteitag im Dezember die im Rahmen der Vorratsdatenspeicherung gesammelten Daten auch dem Verfassungsschutz zugänglich machen. Der Parteivorstand hat das jetzt nochmal ausdrücklich bekräftigt, nur Justizminister Heiko Maas (SPD) sperrt sich. Noch.

Das wäre der Einstieg in die Aufweichung der im Grundgesetz festgeschriebenen Trennung zwischen Nachrichtendiensten und Polizei, und das darf nicht sein. Wir brauchen keine neue Gestapo, auch keine Gestapo light, und wir dürfen auch Den Rest des Beitrags lesen »


Seltsame Früchte

Anscheinend Aufblasobst aus Gummi…


Flächendeckende Verglasung

Bahnchef Richard Lutz hat eben erzählt, die klassische gedruckte Fahrkarte könne in absehbarer Zeit entfallen. Man wolle einfach anhand der Handys feststellen, wer in den Zug eingestiegen und wie weit gefahren sei und dann den Fahrpreis automatisch vom Konto des betreffenden Fahrgastes abbuchen. Das wirft Fragen zum Datenschutz, zur informationellen Selbstbestimmung und überhaupt zu den Implikationen solcher Technik auf.

Ich finde das Vorhaben einigermaßen beunruhigend. Nicht, weil ich grundsätzlich was gegen elektronische Tickets hätte (die gibt es ja schon seit geraumer Zeit, und sie erfreuen sich einiger Beliebtheit), sondern weil man irgendwann gezwungen werden könnte, sie zu benutzen. Dann müsste man auch ein Smartphone (oder, scheint’s, sonst irgendein Handy) haben, um bahnfahren zu können. Man müsste sich von einem Unternehmen überwachen lassen, müsste Zugriff auf das eigene Konto gewähren usw. Das tut man anderweitig natürlich auch längst, aber normalerweise hat man die Wahl.

In Zukunft will die Bahn (die übrigens immer noch dem Bund gehört) also Den Rest des Beitrags lesen »


Sonderlocke (2)

Irgendwer (oder -was) fällt immer aus dem Rahmen.


Berufschancen

Wenn man in der Schule Französisch gelernt hat, hatte meine Großmutter manchmal gesagt, kann man damit später, wenn alle Stricke reißen, immer noch in den diplomatischen Dienst. Als Kind hatte ich damit nie was anfangen können, ich hatte den Zusammenhang und die Relevanz nicht gesehen und das ganze darum nicht weiter beachtet. Erwachsene, weiß man, sagen gelegentlich merkwürdige Dinge.

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Intelligente Kinder auf dem Dorf hatten es früher schwer. Ich spreche jetzt von dem Früher, als meine Großeltern noch Kinder waren, oder deren Großeltern. Allgemein gab es auf dem Dorf eher wenig Verständnis für Wissensdrang, und außerdem war sowieso kein Geld übrig für diesen ganzen unnützen Tüddelkram, der beim Melken, Pflügen, Ernten usw. nichts half. Außerdem gab es wenig Ressourcen für den Wissenserwerb – über Bibel, Kochbuch und Almanach hinaus wird es noch bis ins 20. Jahrhundert in vielen Haushalten nicht viel Gedrucktes gegeben haben. Bibliotheken gab es auf dem Dorf auch keine, außer vielleicht dem privaten Bücherschrank des Lehrers oder des Pastors.

Bauernjungen konnten mit ach und krach Den Rest des Beitrags lesen »


Grün


Leuchtkraft