Kannste so machen…

… dann ist es halt Kacke.

Meine Frau hat mir eine Postkarte geschenkt, auf der dieser Spruch steht. Aus gutem Grund, es passt nämlich ganz gut. Ich habe bei ganz vielen Sachen ziemlich detaillierte Vorstellungen davon, wie es gehört und vor allem wie es nicht gehört. Wenn ich mich Dingen ausgesetzt finde, die aus meiner Sicht nicht so gehören, leide ich bzw. kriege ich schlechte Laune.

Das ist dann kein Theater von mir, keine komische Übertreibung, sondern völlig echt. Es gibt “falschgemachte” Dinge, die ich – ohne mich unnötig kaprizieren zu wollen – einfach nicht gut abkann. Brauchen ohne zu zum Beispiel, oder lauwarmen Tee, Falten in den Socken, dämlich-aufdringliche Werbung oder Hefeteig mit Zitronenschalenaroma. An guten Tagen stecke ich das noch ganz gut weg, aber wenn ich müde, im Stress oder sonst irgendwie nicht auf der Höhe bin, macht mich das fertig.

Anderes könnte mir egal sein, ärgert mich dann aber trotzdem, wenn es nicht richtig gemacht wird. Wenn nämlich jemand offensichtlich ein bestimmtes Ergebnis erzielen will, das ganze aber falsch anpackt und es (jedenfalls mir) von vornherein klar ist, dass sich das gewünschte Ergebnis nicht einstellen wird. Wenn jemand z.B. einen riesigen Einkauf in einem winzigen Kofferraum unterbringen will und durch undurchdachtes Packen jede Menge Platz verschenkt. Da bleibt dann jede Menge Zeug übrig, man muss Den Rest des Beitrags lesen »


Schnittstellen

Zwei mir unbekannte Kollegen an der Tür eines Meetingraums, an dem ich vorbeiging:

Kollege 1: … und die Dingens ist auch dabei, die ist Ko-Trainerin.

Kollege 2: Ah, die ist Ko-Trainerin?

Kollege 1: Ja, die hat die Schulung mitgeschrieben.

Kollege 2: Mit der habe ich eine Schnittstelle, die ist ja auch global im Bereich xy unterwegs, wo ich immer…


Leuchtdingens

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Hier habe ich, einer Eingebung folgend, einfach mal eine LED einer Lichterkette aus der Nähe fotografiert. Ich finde das resultierende Leuchtgebilde faszinierend. Weder die Form, noch die Struktur, noch die Farbe hätte ich so erwartet. Das könnte fast ein Lampenschirm aus luftblasenhaltigem Material sein, oder mit irgendeiner unregelmäßigen Oberflächenstruktur. Tatsächlich sind die Unregelmäßigkeiten wohl Staub und Kratzer.

Ich war fast versucht, das Foto als ein weiteres Bild meines Weltraumteleskops Holzauge Flat Field auszugeben, habe das aber doch verworfen (und den Hinweis auf mein Weltbild von damals habe ich ja jetzt doch noch elegant untergebracht).

 


Wenn Sie mir den Parkplatz nehmen…

Als Fahrradfahrer in der Stadt ärgere ich mich ziemlich oft über Leute, die parken, wo sie das nicht dürften. In zweiter Reihe, dabei oft auf Fahrradspuren, vor Einfahrten, auf Radwegen. Als Fußgänger, der bis vor ein paar Jahren oft mit Kinderwagen unterwegs war, stören mich außerdem Leute, die ihre Autos auf Bürgersteigen oder an Kreuzungen abstellen.

Oft sind es die Nur-mal-eben-Parker, die schnell Brötchen beim Bäcker oder Hustensaft bei der Apotheke holen, einen Brief einwerfen, Lottoscheine ausfüllen, Handwerkszeug ein- oder ausräumen usw. Und welche, die kurz anhalten mussten, um einen Anruf auf dem Handy entgegenzunehmen (gefährdungstechnisch natürlich besser als fahrend zu telefonieren, aber trotzdem). Und andere, die im Auto auf den Kollegen warten, der ganz bestimmt gleich kommt.

Dazu kommen Briefträger, Paketboten, Pflegedienstler, und bei denen will ich nicht mal meckern. Wenn die im Weg stehen, ist es genauso ärgerlich wie bei den anderen, aber sie können Den Rest des Beitrags lesen »


Glasbruchmalerei

glasgefieder
Das ist ein anderer Teil der kaputten Glasscheibe von neulich. Ich finde, es sieht aus wie eine grob skizzierte Fliege oder Biene, die nach rechts fliegt. Andererseits sieht es gerade links am Hinterteil so aus, als wären da leicht zerzauste Federn. Ich muss da nochmal vorbeigehen und ein paar Details ablichten…


Eine Frage des Temperaments

Kind zur Schule gebracht. Auf dem Weg zur Bushaltestelle zottele ich hinter einer Gruppe Mütter her, die sich laut und unbekümmert über mögliche gemeinsame Unternehmungen unterhalten.

Mutter 1: Also, ich schau dann mal bei der Volkshochschule…

Mutter 2: Ja, die Sabine wollte da auch nochmal kucken.

Mutter 1: …vielleicht können wir da ja einen Kurs machen.

Mutter 3: Aber kein Pilates!

Mutter 4: Also, Pilates ist so ganz, ganz ruhig. Den Rest des Beitrags lesen »


Das alte Radio

Gestern hat mich dieses Foto von Berlinographics an das alte Röhrenradio meiner Großeltern erinnert. Das war ein Schaub-Lorenz Phonosuper 59, ein bierkastengroßes Möbel mit vielen Tasten, Knöpfen, Drehreglern und einem Plattenspieler unter dem Deckel. Das Ding stand zeit meiner Kindheit ungenutzt auf dem Kleiderschrank, man hatte ja seit Mitte der 60er Jahre einen Fernseher und ein tragbares Transistorradio für den Alltag.

Das Phonosuper konnte natürlich UKW, KW, MW und LW, hatte wie berlinos Gerät auf der von hinten beleuchteten Frontscheibe tausend Markierungen für bestimmte Radiosender, die großenteils durch Städtenamen gekennzeichnet waren. München, Belgrad, Monte Carlo… Da frage ich mich jetzt: Wie langfristig waren damals die Frequenzen vergeben, dass man diese Information den Geräten dauerhaft und praktisch nicht korrigierbar mitgab?

Irgendwann haben wir das Trumm dann geerbt, da muss ich so 12 oder 13 gewesen sein. Ein paar Jahre lang hatte ich es in meinem Zimmer stehen, und ich habe den Kasten geliebt. Radiohören war damit nämlich ein Abenteuer, da wehte wirklich der Duft der großen weiten Welt aus den Lautsprechern. Ein bisschen wie bei den Flugkapitänen oder Seeleuten, die man gelegentlich von ferne auf dem Bahnhof sah.

Und dieses behäbige Großvaterradio hatte Reichweite. Man konnte Den Rest des Beitrags lesen »


Glassalat

glassalat

Das mit dem Salat stimmt zwar nicht ganz, aber das Wortspiel war zu schön, um es nicht zu bringen…


Gleissalat graugelb

gleissalat


Satellitenbilder

In den letzten Jahren bekommt man im Rahmen der Berichterstattung über militärische Konflikte immer häufiger Satellitenbilder vorgesetzt. Es kreist ja mittlerweile jede Menge Elektronik in Kisten um die Erde, und die Zeiten sind lange vorbei, wo ein grauer Strippenzieher in Langley Stunden warten musste, bis ein eigener Satellit wieder das Einsatzgebiet eines CIA-Agenten in der Nähe von Moskau oder Murmansk oder sonstwo überflog und ein oder zwei Bilder in magerer Auflösung lieferte, sodass man wenigstens ahnen konnte, was dort vor sich ging. (Ich habe einschlägige Spionagethriller gelesen, ich kenne mich da also aus!)

Heutzutage liefern tausend Satelliten mehr oder weniger ständig von fast jedem Fleck der Erdoberfläche vergleichsweise hochauflösende Bilder in Echtzeit, und diese Bilderflut wird natürlich auch genutzt. Zum Beispiel um die Existenz von Kernkraftwerken, Raketensilos, Aufbereitungsanlagen u.ä. an bestimmten Orten zu belegen, Truppenaufmärsche und sonstige militärlogistische Aktivitäten zu dokumentieren usw. und daraus dann Anregungen für das weitere Vorgehen ableiten zu können.

Der Laie kennt sich mit Satellitenbildern nicht weiter aus und muss im Wesentlichen Den Rest des Beitrags lesen »


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