Zappelradio

Ich bin kein großer Radiohörer. Mir ist es da immer zu aufgeregt, die Leute plappern zu viel und die Musik trifft fast nie meinen Geschmack. Selten gelingt es mir, in die Stimmung eines Musikstücks hineinzukommen, bevor der nächste Titel oder die nächste Sabbelsalve mich da rauskickt und in eine völlig andere Richtung drängelt. Das mag ich nicht, und ich vermeide es nach Möglichkeit. Außerdem will ich längst nicht immer Musik hören. Stille macht mir normalerweise nichts aus.

Wenn ich Musik hören will, suche ich mir am liebsten selbst welche aus. Dann wird mir nicht das Gezappel irgendwelcher selbstverliebten Plastik-Pop-Affen in die Ohren geblasen, die aus anderthalb Textzeilen drei Lieder machen und mit ihrem Ego locker den Elektrizitätsbedarf einer mittleren Kleinstadt decken könnten.

Den Hauptnutzen des Mediums Radio sehe ich in den Verkehrsmeldungen für Autofahrer. Die stündlichen Nachrichten sind auch noch ganz praktisch, obwohl es die im Internet genauso aktuell und ausführlicher gibt. Die übrigen akustischen Zappeleien finde ich überflüssig.


5 Kommentare on “Zappelradio”

  1. Minze sagt:

    Ich mag das, wenn’s Abwechslung gibt. Das ist lebhaft und interessant. Eine ganze CD lang nur eine Band oder einen Sänger hören, das ist mir manchmal fast zuviel.

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  2. gnaddrig sagt:

    Abwechslung ist ok. Aber ich steuere mir die lieber selbst. Im Radio reißt mich deren Abwechslung zu oft aus meiner Stimmung. Das hat nichts mit der Qualität des Senders oder der Playlist zu tun, das ist systembedingt. Die können meinen zugegebenermaßen eigenwilligen Geschmack und meine ebenfalls eigenwilligen Stimmungen gar nicht treffen. Und wenn sie’s könnten, würden sie es nicht tun, weil das sicher bei den restlichen Hörern nicht so gut ankäme.

    Ganze CDs höre ich auch selten am Stück. Es gibt fast keine CD, von der mir alle Stücke gefallen. Sogar bei Bands oder Musikern, die mir sehr gefallen, sind eigentlich auf jedem Album ein paar Stücke, die mir auf die Nerven gehen.

    Meistens mache ich mir Sampler, wo ich nur die Stücke draufkopiere, die mir gefallen. Da sind dann Sachen der verschiedensten Bands drauf, solange sie zur gleichen Stimmung passen.

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  3. […] dafür, sich mal selbst im Radio zu hören? Oder kommt das aus einer Werbeagentur? Auch ohne meine bekannte Abneigung gegen ständiges Radiohören wäre diese Art der Eigenwerbung allein schon Grund genug, den […]

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  4. Yadgar sagt:

    Wenn man Klassik (und ab und zu Jazz) mag, gibt es eine hochwertige Alternative zur allgegenwärtigen 08/15-Dudelsuppe: WDR 3!

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  5. gnaddrig sagt:

    Ist doch klasse, wenn man einen Sender findet, mit dem man leben kann! Und immerhin kann man mittlerweile aus tausend Internetradiosendern wählen. Und Last.fm und Spotify gibt es auch noch, da lässt sich die Beschallung schon recht gut auf den eigenen Geschmack abstimmen.

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