Wuahahaaaaa, der ist gut! Hihihiiiii!

Spaß muss sein. Geburtstage, Abitur, Examen, Führerschein, Beförderungen und so Sachen gehören gefeiert. Gern auch laut und lange. Wenn sowas in der Nachbarschaft passiert und sich bis in die Nacht hinzieht, nervt das zwar, ist aber ok. Wer das nicht verträgt, muss sich eben eine Einsiedelei im Wald suchen. Da röhren dann vielleicht die Hirsche, aber wenn es ganz schlimm kommt kann man die im Gegensatz zu den feiernden Nachbarn abschießen.

Viel schlimmer finde ich Festlichkeiten im Büro. Wenn also Kollegin X ihre Beförderung feiern will, Kollege Y seinen Geburtstag oder Projektleiter Z den erfolgreichen Abschluss des Projekts, laden sie zu Brezeln und einem Gläschen Sekt in ein Büro oder in die Kaffee-Ecke. Dort steht man dann und unterhält sich. Je nach Sektmenge wird es dabei lustig und laut. Der Abteilungskasper macht wieder seine Späße, und die üblichen Verdächtigen hängen an seinen Lippen und lachen sich schlapp. Das schaukelt sich hoch und höher. Die Beteiligten merken natürlich gar nicht, was für einen Lärm sie dabei machen und wie weit der trägt.

Gerade jetzt im Sommer sind fast immer fast alle Fenster offen, und die Hufeisenform des Gebäudes sorgt dafür, dass alle mit Fenster zur Innenseite des Hufeisens die Wahl haben, entweder mitzuhören oder zu schwitzen. Bei Feierlichkeiten in benachbarten Büros steht, der Lüftung wegen, natürlich die Tür offen, und der ganze Korridor hört mit. Die eigene Tür zu schließen bringt meistens nicht viel. Man kann sich dem Feierlärm höchstens mit Ohrhörern und dem MP3-Player entziehen. Aber mir fällt es mit Musik im Ohr immer schwer, mich zu konzentrieren. Meistens ist das also keine Lösung. Also sitze ich dann an meinem Schreibtisch und höre mir zahllose schrille Lachsalven an, werde immer genervter, kann mich natürlich auch nicht mehr so recht konzentrieren. Dann doch Musik? Und Fenster bzw. Tür zu? Aber wieso soll ich schwitzen, bloß weil die sich nicht beherrschen können? Schrotflinte? Hingehen, meckern? Dann bin ich vielleicht für immer der Spielverderber. Alles doof, ich glaube, ich gehe früher nach Hause.

Wahrscheinlich ist der Zug wieder gut voll. Und wie ich mein Glück kenne, ist entweder eine johlende Meute Fußballfans unterwegs oder eine Handvoll Leute in Hörweite, die ihre Ohrhörer zur Beschallung der Allgemeinheit missbrauchen.



In den Wald hineinrufen

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