Textqualität? Eigene Nase! (2)

Übersetzer, hatte ich neulich geschrieben, finden beim Übersetzen ständig Fehler, Lücken und Ungereimtheiten in den Ausgangstexten und sind oft der Meinung, eigentlich selbst besser schreiben zu können. Dabei produziert auch der beste Übersetzer immer wieder Texte von allerhöchstens zweifelhafter Qualität, egal ob er übersetzt oder selbst schreibt. Die griffige Holznase, die jeder Übersetzer zum Dranfassen haben sollte, wäre bei ehrlicher Verwendung meistens gut poliert.

Ich kriege aber gelegentlich Texte zur Übersetzung, in denen so ziemlich alles falsch gemacht wurde, was geht. Das fängt dabei an, dass der Autor die Rechtschreibprüfung ausgelassen hat. Dazu kann es noch grammatische Fehler geben, unvollständige Sätze, oder die gültigen Richtlinien wurden missachtet. Viele große Firmen verwenden kontrollierte Sprache und haben ihre eigenen Stilfibeln. Die Idee ist, dass jeder Text, der die Firma verlässt, bestimmten Qualitätsstandards entspricht und sich zur Corporate Identity passt, oder so. Dieselben Firmen überlasten ihre Mitarbeiter aber oft derart, dass die kaum noch Zeit für irgendwas haben. Dann werden die Texte eben auf den letzten Drücker in die Tasten gehackt

Und die Tatsache, dass ich auch nicht perfekt schreibe und teils peinliche Fehler mache, ändert nichts daran, dass ich viele Texte übersetzen muss, die tatsächlich schlampig geschrieben sind, und das gehört nicht so. Die Welt ist schlecht!

Autor: gnaddrig

Querbeet und ohne Gewähr

In den Wald hineinrufen

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