Marmeladenbrotmaschine

Meine Tochter hat gelegentlich Schwierigkeiten, Butter und Marmelade oder Honig halbwegs sauber und gleichmäßig auf das Brot zu streichen. Besonders oft beklagt sie Lücken in der Butterschicht, die sie nicht geschlossen kriegt. Das ist natürlich Übungssache, das Problem wird sich also in absehbarer Zeit praktisch von selbst erledigen. Aber im Moment ist es für sie sehr frustrierend.

Eigentlich ist es auch gar nicht nötig, die Butter am Stück auf den Tisch zu stellen. Dabei ist sie oft zu hart, oder sie wird verschmiert, wenn noch Marmelade o. ä. am Messer ist. Am Ende sieht die Butter oft eher unappetitlich nach Schlachtfeld aus. Es wäre doch ganz praktisch, die Butter entweder in ganz dünnen Scheiben bereitzustellen, die man dann (wie die gute, alte Eszet-Schnitte) ohne Messer direkt auf das Brot legen kann. Die Butter müsste dazu wahrscheinlich gut gekühlt werden, damit die Scheiben stabil bleiben. Oder man bräuchte ein Dosiergerät, das ähnlich wie eine Teigspritze arbeitet. Damit würde man eine flache Butterschicht auf das Brot drücken. Dazu müsste die Butter eher warm und weich sein.

Marmelade, Honig oder Nussnugatcreme könnte man auch mit einer solchen Spritze auf das Brot drücken, oder aber man streicht sie mit einer Art Klebestift auf das Brot. Dazu müsste der Brotaufstrich einigermaßen fest sein. Das dürfte lebensmitteltechnisch keine größeren Schwierigkeiten machen. Man hätte für jeden Brotbelag ein Dosiergerät. Der Betrieb bei Tisch würde weitgehend normal weitergehen, aber man käme weitgehend ohne Messer aus. Das spart Abwasch, und in zehn, fünfzehn Jahren hat man die Investition in die Dosiergeräte wieder drin.

Oder man baut den Brotbelag vollständig auf, bevor er aufs Brot kommt: Eine Butterscheibe wird mit Marmelade, Honig, Weißkäse, Quark oder beliebigen Kombinationen davon bestückt und dann erst auf das Brot gelegt. Man könnte ein Gerät entwickeln, das Vorratsbehälter mit all diesen Zutaten in haushaltsüblichen Mengen enthält und die Zutaten auf Knopfdruck zusammenstellt und ausgibt. Das Gerät würde den Inhalt angemessen kühl halten.

Man könnte die Dosierung und Zusammenstellung der Zutaten individuell regeln. In High-End-Modellen gäbe es die Möglichkeit, benutzerspezifische Dosierungsszenarien zu speichern, sodass nicht jeder für jedes Brot alle Zutaten neu dosieren muss (Vatter mag viel Butter mit wenig Nutella, Kind 1 mag wenig Butter mit viel Nutella, Kind 2 lässt die Butter ganz weg usw.). Man wählt über den Touchscreen einfach das gewünschte Szenario aus, und der Apparat liefert einem den perfekten Brotaufstrich.

Dann fehlt für das vollautomatisierte Frühstück nur noch eine Möglichkeit, verschiedene Brotsorten in individueller Scheibendicke bereitzustellen und zu belegen. Als nächstes kämen dann kleine Bedienelemente an jedem Platz und die Ausgabe der fertigen Brote direkt am Gedeck.

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