Es darf auch mal der Dativ sein

Vorgestern habe ich geschrieben: „… statt normalem Zucker nehme ich…“ Das ist grammatisch falsch. Laut Duden fordert statt den Genitiv, und nur wenn der Genitiv formal nicht zu erkennen ist, steht der Dativ. Da hätte ich also schreiben müssen: „… statt normalen Zuckers nehme ich…“, und das habe ich dann doch nicht über’s Herz gebracht. Ich habe zwar eine gewisse Neigung zu altmodischen und gelegentlich hyperkorrekten Formulierungen. Ich sage beispielsweise in der Regel wegen des und nicht, wie weithin üblich, wegen dem. Auch benutze ich immer mal gern veraltende Wörter wie allenthalben oder zweifelsohne. Aber statt normalen Zuckers? Nein, soweit geht die Liebe dann doch nicht. So ist mein Schnabel einfach nicht gewachsen.



In den Wald hineinrufen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.