Cabrio kann jeder

In den Achtzigern gab es kaum Roadster, jedenfalls wurden fast keine mehr gebaut. Man war, gerade in Deutschland, eher sachlich und nach Möglichkeit vernünftig, entdeckte das weite Feld ökologisch korrekter Lebensweise und fuhr ansonsten lieber große Autos. Und wenn schon offen, dann entweder nette aber langweilige Cabrios oder Überbleibsel aus den fünfziger und sechziger Jahren. Es gab für die völlig unvernünftigen, eigentlich nur zum Spaßfahren tauglichen Roadster praktisch keinen Markt.

Mazda stieß deshalb mit dem 1989 eingeführten MX-5 in der Fachwelt zunächst weithin auf Skepsis. Das Ding verkaufte sich allerdings auf Anhieb derart gut, dass andere Hersteller auch ein Stück vom Kuchen abhaben wollten und sich eilends an die Entwicklung eigener Roadster machten. Mittlerweile hat praktisch jede ernstzunehmende Autofirma so ein Ding im Programm, bald sicher auch Dacia.

Jedenfalls fällt man mit einem Roadster heute sogar in normalen Wohngegenden nicht mehr groß auf, und anders als bei den klassischen englischen Roadstern muss man auch nicht mehr besonders hart oder leidenswillig sein, um sowas zu fahren.

Wer heute etwas Besonderes fahren will, stellt sich stattdessen eher einen Bagger auf den Hof:

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One Comment on “Cabrio kann jeder”

  1. Yadgar sagt:

    Also, wenn Roadster, dann der her:

    Transtar Dagger GT, 2000 PS, 506 km/h Spitze – den ohne Dach voll auszufahren muss ein ganz besonderes Erlebnis sein! Und auf der Autobahn schleudert man mit der Wirbelschleppe durchaus den einen oder anderen Polo von der Piste… um vor dem Start Restbestände von Moral auszuschalten empfiehlt sich eine lange Linie C17H21NO4! Und dazu dann Wagners Walkürenritt in der Stereoanlage!

    Und dann gibt es noch den Mercedes T80, das Flugzeug für Höhe Null – 750 km/h!!!

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