Rauchsalon

Für Raucher ist es in Deutschland in den letzten Jahren eng geworden. Fast nirgendwo darf man überhaupt noch rauchen, fast immer muss man dafür an die frische Luft. Die Bahn verbannt Raucher in die bekannten gelb umrandeten Raucherecken an den abgelegenen Enden der Bahnsteige. Die Einrichtung beschränkt sich meist auf einen Aschenbecher aus Edelstahl. Manchmal sind diese Raucherecken noch unter dem Bahnsteigdach, oft genug aber nicht. Man zeigt den Rauchern damit recht deutlich, dass sie nicht besonders willkommen sind. Dabei geht das auch anders:

Wenn man zum Rauchen schon an die frische Luft muss, wird sich hier jemand gedacht haben, kann man es sich dabei doch genauso gut gemütlich machen. Wind und Regen muss man natürlich trotzdem aushalten, aber man kann dabei weich sitzen, und der Nachschub ist auch nie weit. Vielleicht hat ja das Beispiel mit dem Stuhl an der Haltestelle Schule gemacht. Kann natürlich sein, dass sich die Müllmänner beim letzten Sperrmüll einen Scherz erlaubt haben…

Werbeanzeigen

3 Kommentare on “Rauchsalon”

  1. Pfeffermatz sagt:

    Ich bin zwar Nichtraucher, finde daie Antiraucher-Hysterie aber lächerlich und vor allem widersprüchlich. Vodka-Flaschen werden ja auch nicht von oben bis unter mit Fotos von kaputten Lebern zugeklebt. Wenn der Gesetzgeber wirklich meinen würde, dass Zigaretten derart gefährlich seien, dass man die Packung großflächig mit „DU WIRST HIERAN STERBEN“ zukleben muss, dann wäre es nur konsequent, sie ganz zu verbieten. Gleiches gilt für das Rauchen in Lokalen. Warum sollte nicht in einer freien Marktwirtschaft jede Gaststätte für sich entscheiden dürfen, ob das Rauche erlaubt oder verboten sei? Und der Kunde entscheidet selber, wo er hingehen möchte, ob mit oder ohne Rauch.

    Gefällt mir

  2. gnaddrig sagt:

    Man hat es wahrscheinlich extra gut machen wollen und dabei ein bischen das Kind mit dem Bad ausgeschüttet. Was die Bahnhöfe angeht, da finde ich die Raucherbereiche aber sinnvoll, denn jetzt muss der Raucher den anderen aus dem Weg gehen. Früher musste, wer keinen Rauch abkriegen wollte, entwede den Raucher bitten, anderswo zu rauchen oder selbst woandershin gehen. Vorher war die Rauchfreiheit sozusagen eine Holschuld der Nichtraucher. Durch die Raucherecken hat man sie jetzt zu einer Bringschuld der Raucher gemacht, und so herum finde ich es besser. Wer Sonderwünsche hat, soll auch die Arbeit damit haben.

    Und bei den Gruselbildern auf den Schachteln weiß ich zwar auch nicht, ob die was bringen. Aber es scheint so, dass ein Werbeverbot für Zigarretten dazu führt, dass weniger Leute mit dem Rauchen beginnen. Wenn dann noch alle Zigarrettenschachteln dieselbe Größe, Form und Farbe haben müssen, der Markenname nur noch in neutraler Schrift draufstehen darf, verstärkt sich der Effekt noch. In Australien experimentiert man scheint’s mit sowas. Ganz verbieten wird nicht gehen, siehe Prohibition in den USA, die hat nur, aber nur Probleme gemacht. Den Fehler wird man nicht wiederholen…

    Gefällt mir

  3. […] Noch eine Art Straßencafé gibt es bei uns in der Nähe. Das ist aber wohl eher für, sagen wir, robuster veranlagte Frischluftfans: […]

    Gefällt mir


In den Wald hineinrufen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.