Ähm, räusper, also ja, äh

Sprecher, denen ich nicht gern zuhöre:

Ähm, [räusper]: Lorem ipsum äh dolor ähmmm sit ähm amet, ähh consectetur ähmja, also adipisicing elit, mmmm sed do eiusämmmod tempor incidiähmdunt äh also ähmut labore et dolore magna äh aliqua. Also, [hust][räusper] warte mal, Ut enim ad ämmm minim veniam, mmmm quis nostrud ähämmm exerähcitation ähmullähm[räusper]amcoähm laboris nisi ut ähm aliquip ex ea äh commodo hmmm conseähquat. Äääh Duis aute ähm irure doählor in ähmreprehenderit in äh dingens voluptate und äh voluptate also tate velit äh esse cilläaah cillumämmmm dolore eu äh fugiat nulla ähm pariatur. Ähm [räusper] Exähcepteur sint ähm occaecat cupidatat [hust] non proident, also äh sunt in culpa qui ämmm officia deserunt ähmmollit anim id est äääh laborum.

Sprecher, denen ich gern zuhöre:

Also: Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipisicing elit, sed do eiusmod tempor incididunt ut labore et dolore magna aliqua.

Ut enim ad minim veniam, ämm quis nostrud exercitation ullamco laboris nisi ut aliquip ex ea commodo consequat. Duis aute irure dolor in reprehenderit in voluptate velit esse cillum dolore eu fugiat nulla pariatur.

[Räusper] Excepteur sint occaecat cupidatat non proident, sunt in hm culpa qui officia deserunt mollit anim id est laborum.

Geschrieben nach einem dreiviertelstündigen Vortrag eines Sprechers der ersten Sorte. Hartes Brot, unabhängig vom Inhalt und der Fachkenntnis des Vortragenden. Bzw. so gut kann der Inhalt gar nicht sein, dass er den Vortragsstil rausreißt…

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12 Kommentare on “Ähm, räusper, also ja, äh”

  1. Nesselsetzer sagt:

    Beim ersten Beispiel kann man im Prinzip wunderbar schlafen. Das ist wie in einem Zug auf alten, nicht endlos verschweissten Schienen mit gleichmäßig monotonen Schienenstössen…

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  2. gnaddrig sagt:

    Ja, außer man ist darauf angewiesen, den Inhalt zur Kenntnis zu nehmen, weil anschließend noch diskutiert werden soll. Dann werden solche Vorträge sehr, sehr lang und anstrengend…

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  3. Nesselsetzer sagt:

    Da muss ich doch mal ganz ketzerisch fragen, ob man wirklich auf solche Vorträge angewiesen ist. Mir fällt dazu ein uralter Artikel ein, in dem Harald Martenstein davon berichtet, dass er kaum noch Konferenzen mehr besucht. Martenstein:“Konferenzen sind wie Kohlekraftwerke, sie erzeugen, bezogen auf den Input, relativ wenig Energie und stoßen gleichzeitig zu viele Schadstoffe aus. Die Konferenzleute wollen klüger wirken, als sie sind. Wen interessiert das, ob Herr Soundso klug ist? Dafür ist meine Lebenszeit zu kostbar. “

    Ok, Martenstein ist freischaffender Schreiber und bezog sich in diesem Fall auf journalistische Konferenzen. Dennoch bin ich der festen Überzeugung, dass dies auf viele andere Zusammenkünfte übertragbar ist. Meine eigenen Fortbildungskurse waren ausgenommen dem von den Firmen veranstalteten üppigen (Fr)Essgelage danach kaum die Reise wert. Die meisten in den Vorträgen übermittelten Erkenntnisse kann man sich nach meiner Erfahrung in einem Bruchteil der Vortragszeit selbst aneignen.

    Jaja, ich weiss, ich werde sicherlich aufgrund meiner völlig respektlosen Sichtweise nicht nur auf Vorträge, Konferenzen und andere ungeheuer wichtigen Vorgänge irgendwann hinterrücks erschossen… 😉

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  4. gnaddrig sagt:

    Hast eigentlich recht, Vorträge sind meistens keine besonders effiziente Methode der Wissensvermittlung. Der Vergleich von Martenstein gefällt mir da sehr gut.

    Ich vermeide es nach Möglichkeit, firmeninterne Veranstaltungen zu besuchen, weil die wichtigen Informationen früher oder später sowieso per E-Mail rumkommen und man sich die gezeigten Präsentationen einschließlich Notizen dann auch am eigenen Schreibtisch in einem Bruchteil der Zeit anschauen kann.

    Bloß wenn der eigene Chef jemanden in das obligatorische Team-Meeting einlädt, um über eine bestimmte Sache zu berichten, kommt man dem nicht so ohne weiteres davon. Und hinterher durch allzu dumme Fragen bzw. Kommentare aufzufallen ist auch nicht ratsam. Auf diese Art bin ich auch in den Genuss des oben gemeinten Redners gekommen…

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  5. Stoiber oder wer war das?

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  6. Nesselsetzer sagt:

    Bloß wenn der eigene Chef jemanden in das obligatorische Team-Meeting einlädt (…)

    Ich hatte es befürchtet… 😀

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  7. gnaddrig sagt:

    @ ulf_der_freak: Ne, niemand Prominentes, sondern jemand aus einer anderen Abteilung, die grad was Neues machen. War inhaltlich auch ganz anständig (nicht wie die Stoibersche Erklärung des Transrapid in München).

    @ Nesselsetzer: Was will man machen, oder (Gruß an Pfeffermatz) – so it goes…

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  8. Pfeffermatz sagt:

    Oh, ein Gruß! Ähm, ääh, ich , also (räusper) also.. dann. äähh, danke!
    Es gibt auch Leute, sachichmalso, die nach jedem Satzteil, einen, sachichmalso, einen Füll-Ausdruck einfügen, sachichmalso. Das finde ich, irgendwie, oderwieoderwas, auch, ähm, irgendwieoderwas, ääh, anstrengend, oderwieoderwas? Oder, also, oder, ich meine, Leute, also, Leute so, oder also, die also, also Leute, also, die jedes Wort, also jedes, also Wort, also Leute, die also, Wörter oder so, also dauernd, also wiederholen, also Wörter, also andauernd und so. Wiederholen, meine ich. Oderwieoderwas?

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  9. gnaddrig sagt:

    Jaha, das sind auch Vorträge, die im Gedächtnis bleiben. Gehören auf jeden Fall auch mit auf’s Treppchen 🙂

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  10. Nesselsetzer sagt:

    Wir sollten mal einen … äh … Wettbewerb initiieren, nich?. Für den äh, also anstrengendsten, ich meine wirklich … ganz ehrlich … anstrengendsten Vortragenden, also, Sprecher … äh … Redner … äh … vergeben wir, also vier alle, ich meine, alle einmütig den … äh … Stoiberpreis, nich?. Ulf, also der Freak hält … äh … dann die … äh … Laudatio, sachichmalso, nich?

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  11. gnaddrig sagt:

    Auch keine schlechte Idee. Eine Fortsetzung habe ich noch in der Mache, kommt die Tage dann.

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  12. […] denen ich auch nicht gern […]

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