Bei rechtem Licht betrachtet

Eigentlich sind Bahnsteige nicht weiter aufregend, jedenfalls solange sie in benutzbarem Zustand sind, also einigermaßen eben, nicht zerbröckelt, ohne Löcher und halbwegs sauber. Sie sind architektonisch meistens unbedeutend und ästhetisch belanglos. Interessant werden sie allenfalls durch die Abschiede und Wiedersehen, die auf ihnen stattfinden, die verpassten oder gerade noch erreichten Züge, die Erlebnisse also, die Leute auf ihnen haben.

Ich schaue mir Bahnsteige normalerweise auch gar nicht so genau an – es gibt ja meistens kaum was zu sehen. Aber neulich ist mir an einer Stelle ein Muster aus geflickten Stellen aufgefallen, wo Kabel oder irgendwelche Leitungen nachträglich verlegt wurden:

bei_rechtem_licht

Bei Tag ist das einfach nur ein schmuddeliges Stück Bahnsteig mit ein paar geflickten Stellen. Im morgendlichen Gegenlicht wirkt es fast geheimnisvoll. Ich finde es faszinierend, wie ganz ordinäre Dinge zu bestimmten Tageszeiten viel interessanter aussehen als zu anderen.


4 Kommentare on “Bei rechtem Licht betrachtet”

  1. knipserei sagt:

    und auch diese pfosten. schätzungsweise bist du da an
    auf eine nsa-abhöranlage gestoßen

    Gefällt mir

  2. gnaddrig sagt:

    Da müsste man mal Nachforschungen anstellen. Vielleicht gehe ich nachts mal vorbei und hebe den Gullydeckel ab…

    Gefällt mir

  3. Pfeffermatz sagt:

    Muss wohl was dran sein an dem „Ausleuchten“ bei Film und Theater und so…

    Gefällt mir

  4. gnaddrig sagt:

    Wird wohl. Für reine Wichtigtuerei wäre der Aufwand zu teuer, denke ich mal…

    Gefällt mir


In den Wald hineinrufen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s