Überklebt

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ueberklebt

Ob man so das Hundehaufenproblem wirklich in den Griff bekommt?

Und was das Überkleben missliebiger Botschaften an Hauswänden oder Laternenpfählen angeht, das ist eine zweischneidige Sache. Solange irgendwelcher Nazidreck überklebt wird, oder vielleicht Werbung für esoterischen Mist, gehe ich ja inhaltlich konform – solchen Scheiß soll niemand im öffentlichen Raum lesen müssen oder können.

Ob man das Zeug in der Öffentlichkeit überhaupt verbreiten darf, müsste man im Einzelfall prüfen lassen. (Volksverhetzung? Andere Straftatbestände?)

Aber wenn dann „die anderen“ kommen, also Leute mit Überzeugungen, die meinen Überzeugungen zuwiderlaufen, und irgendwelche mir genehmen Botschaften überkleben? Könnte ich mich dann guten Gewissens beschweren? Nicht so gut, denn dann käme ich u.U. in unangenehme Nähe von doppelten Standards. Die sind mit dem von mir sehr geschätzten Rechtsstaatsgedanken nicht recht kompatibel, also keine gute Sache.

So ärgerlich Nazidreck ist (nicht nur im öffentlichen Raum), und so sehr ich es gut finde, möglichst wenig davon sehen zu müssen – beseitigen oder auch nur wirkungsvoll bekämpfen kann man solche Weltanschauungen mit Auf- oder Überklebern sicher nicht.

Genau wie Hundescheiße, die quillt auch an der Seite raus. Wenn, dann muss man dort ansetzen, wo das Problem entsteht. Und wenn man so Zeug in der Öffentlichkeit nicht unwidersprochen stehenlassen will, auch um keinen falschen Eindruck entstehen zu lassen, wären Unterkleber besser – Aufkleber, die man unter nicht akzeptable Mitteilungen klebt, Wortlaut vielleicht: So ein Scheiß…


5 Kommentare on “Überklebt”

  1. Jule sagt:

    Für Hundehäufchen könnte man vielleicht auch kleine Papierfähnchen mit diversen Aufdrucken entwerfen, und dann je nach derzeitigem Grad der Verärgerung das passende Fähnchen in den Haufen pieken.

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  2. gnaddrig sagt:

    Klasse Idee, eigentlich 🙂

    Und hinterher richten irgendwelche Spaßvögel sich irgendwelche Riesenhunde zum Grünanlagenvollkacken ab und prahlen dann damit, wieviele Fähnchen ihr Wuffi die Woche wieder eingesammelt hat. Dann wird’s spaßig…

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  3. aurorula a. sagt:

    Und die jetzt naheliegende Idee freut sowohl radikale Tiergegner (Pferdeäpfel) als auch militante Nichtraucher (Zigarettenkippe):

    Geht bestimmt auch mit Hund. Stink zu stink. *bäh,würg!*

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  4. aurorula a. sagt:

    Nachklapp: habe das Bild bei mir auf der Homepage gelöscht wo der Link hinging – kann sich bestimmt jede(r) vorstellen, was drauf ist (Zigarettenkippe im Pferdeapfel)

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  5. gnaddrig sagt:

    Gut, aber wenn im Gegenzug Leute zum Ausdruck ihrer Missbilligung anfangen, Haufen auf Kippen zu setzen?

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In den Wald hineinrufen

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