Müssen und wollen

Neulich in der Stadt gesehen, Edding auf Verteilerkasten:

du_musst_nichts

Tut mir leid, lieber Straßenphilosoph, aber das ist – zumindest so pauschal gesagt – Unsinn. Mit dem Müssen ist es nämlich so, dass es gerade dann besonders häufig passiert, wenn man nicht will.

Dass man sich manchen Zwang aus verschiedensten Gründen unnötig selbst auferlegt, ist zwar richtig, und das könnte man als verkapptes Wollen bezeichnen. Aber das macht sicher nur einen kleinen Teil der Müssen-Fälle auf, die im Leben so auftreten.

Ansonsten finde ich es sinnvoller, die Dinge beim Namen zu nennen – was muss, das muss. Wer nicht will, der hat schon. Wer müssen will, muss wollen oder was weiß ich. Hat sich auch mit dem Jahreswechsel nicht geändert…

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10 Kommentare on “Müssen und wollen”

  1. ausgesucht sagt:

    … da erlaube ich mir mal die Verlinkung eines älteren Artikels von mir zu genau diesem Thema. 😉

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  2. gnaddrig sagt:

    Passt doch, ist ähnlich tiefschürfend 😉

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  3. Duderich sagt:

    Da muss ich Schopenhauer bemühen:

    „Der Mensch kann zwar tun was er will, aber er kann nicht wollen, was er will.“

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  4. gnaddrig sagt:

    Jetzt Schopenhauer? Das geht ja richtig in die Vollen 🙂 Da kann ich nicht mithalten…

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  5. Duderich sagt:

    Um ehrlich zu sein, kenne ich das Zitat auch nur, weil ich mal eine Fanta 4-CD (‚Lauschgift‘) geschenkt bekommen habe, auf der Einstein obiges rezitiert.

    Ansonsten kenn‘ ich auch nur „Zickezacke, Hühnerkacke!“, was aber in fast allen Situationen zitierwürdig ist.

    ;-P

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  6. gnaddrig sagt:

    Si tacuisses, Duderich, philosophus mansisses…

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  7. Duderich sagt:

    Ach, wer will schon Phillosoph sein…
    🙂

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  8. gnaddrig sagt:

    Auch wieder wahr 😀

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  9. Duderich sagt:

    „Hättest Du geschwiegen, wärst Du Philosoph geblieben.“ ist aber echt mal einer der besseren Sätze, die je formuliert wurden.
    Zu neudeutsch: „Einfach mal die Fresse halten!“

    Kann ich aber nicht. Eines meiner zahlreichen Makel.

    Mein guter Vorsatz für’s neue Jahr:
    Meine Makel zu hegen und zu pflegen.
    Und außerdem: Mehr saufen, mehr rauchen und weniger Sport (puh, letzteres wird schwer, da ich zuvor schon keinen Sport betrieben habe).

    Immerhin habe ich meine Ernährung umgestellt:
    Die Chipstüte steht jetzt LINKS von meiner Tastatur.
    Brüller! Schenkelklopf!
    Nee, war der gut!

    😛

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  10. gnaddrig sagt:

    Ja, ist ein hübscher Satz und sehr nützlich! Und Macken gehören ordentlich gepflegt, finde ich. Und zum gesunden Essen und vor allem zum Saufen habe ich diese Minute einen bahnbrechenden Text online gestellt. Das passt doch wie der Schnaps ins Zahnputzglas 🙂

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