Digitale Alternativen

Also, das Telefon war ja ursprünglich eine rein analoge Angelegenheit. Ein Mikrofon hat Geräusch in (mehr oder weniger) Sinuswellen umgewandelt, durch einen Draht geschickt, und am anderen Ende hat ein Lautsprecher das wieder in Hörbares umgewandelt.

Später fand man den Wellengang nicht mehr so toll und machte das ganze kurzerhand digital. Man stellte die analogen Werte als Zahlen dar, schickte die durch das Kabel und ließ am anderen Ende einen Apparat die Zahlen wieder in Schwingungen zurückrechnen und in Hörbares umwandeln. Das nennt sich dann digitale Telefonie.

Das Wort digital kommt aus einer der gängigeren toten Sprachen, genauer: vom lateinischen digitus – Finger und digitalis – zum Finger gehörig (Quelle). Phonie kommt vom altgriechischen phōnḗ (φωνή) – Klang, Ton, Stimme (Quelle). Und Tele, ja da hakelt es jetzt ein bisschen. Wörterbuchbetreiber wollen uns weismachen, dass es eigentlich von altgriechisch tẽle (τῆλε)- fern, weit kommt (Quelle), daher auch die veraltete Eindeutschung Fernsprecher. Aber irgendwie stimmt da was nicht.

Jetzt habe ich mich dabei ertappt, wie ich mit dem Finger auf einem Teller getrommelt und dem schönen Klang des Porzellans hinterhergelauscht habe. Und da ist es mir wie Schuppen von den Augen gefallen. Das, liebe Leser, ist wirkliche digitale Tellerfonie – der Klang, den Teller machen, wenn man sie mit Fingern bearbeitet.

Wer statt rhythmisch-perkussiv eher melodisch-harmonisch unterwegs ist, auf digitale Klangtechnik aber nicht verzichten will, kann auf die Glasharmonika ausweichen…

 

 

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