Erste Risse

Wenn ich einer von diesen Reichsideologen wäre, also glauben würde, dass die Bundesrepublik Deutschland mangels Verfassung gar kein Staat ist, sondern eine Firma oder ein von den Alliierten ins Leben gerufene Verwaltungskonstrukt, mit dem sie das deutsche Volk kleinhalten, ruhigstellen, ausbluten wollen, damit niemand merkt, dass das eigentliche, echte Deutsche Reich unbemerkt doch noch existiert und eigentlich ganz groß mitreden könnte in der Welt und ich darum keine Steuern zahlen müsste. Wenn ich also Reichsideologe wäre, würde ich jetzt feiern. Ich säße vielleicht in der Reichswirtschaft Zur Deutschen Eiche am Tresen und würde die große Neuigkeit verkünden.

Die Bundesrepublik ist ja bekanntlich gar kein Staat, würde ich einleitend erklären. Alle Bundes- und Landesbehörden sind nur Scheinbehörden, die gar keine hoheitlichen Befugnisse besitzen und demzufolge auch keine hoheitlichen Aufgaben wahrnehmen dürfen. Alle vorgeblichen Amtspersonen sind in Wirklichkeit Angestellte der BRiD GmbH oder freiberufliche Hochstapler, die für die Folgen ihrer gewerbsmäßig betriebenen Amtsanmaßung mit ihrem Privatvermögen haftbar gemacht werden können. (Und wenn wir erst an der Macht sind, würde ich hinzufügen, werden wir sie uns vorknöpfen!)

Bisher, würde ich weiter ausführen, hat die bundesdeutsche Scheinobrigkeit sich hartnäckig geweigert, das einzusehen oder gar zuzugeben (und macht anständigen Reichsbürgern und staatlichen Selbstverwaltern stattdessen das Leben auf geradezu bösartige Weise schwer). Alle Initiativen, das handlungsunfähig darniederliegende Deutsche Reich wiederzubeleben und aufzupäppeln, werden abgeschossen, und Reichsbürgern werden alle bürokratischen Knüppel zwischen die Beine geworfen, die die „Behörden“ sich ausdenken können.

Aber jetzt beginnen sich die Dinge zu ändern, es kommt Bewegung in das morsche Gebälk des von den Alliierten installierten Lügengebildes. Die unermüdlichen Aufklärungsbemühungen aufgewachter Reichsbürger tragen endlich ihre ersten Früchte.

Die Stadt Karlsruhe – würde ich jetzt zur eigentlichen Nachricht kommen – hat die bisherige als „Polizei“ auftretende Truppe abgeschafft. Statt dieser amtsanmaßenden Scheinpolizei gibt es dort jetzt eine sogenannte Polizeibehörde, deren Mitarbeiter zwar Uniformen tragen, wie man sie von der bisherigen Scheinpolizei kennt, aber sie sind nicht bewaffnet. Sie haben die Fahrzeuge der Scheinpolizei neu beschriftet und die Blaulichter durch orangene Blinklichter ersetzt, wie man sie von Fahrzeugen der Stadtgartenämter, Straßenmeistereien usw. kennt. Kommunale Dienstleister eben, keine Hoheitlichen.

Ich würde das Beweisfoto herumzeigen:

polizeibehoerde

Der Wechsel passiert stillschweigend und die wenigsten Bürger bemerken das überhaupt. Diese Schlafschafe bezahlen weiter ihre Knöllchen, lassen sich von ihren stets vernünftig mit Augenmaß gewählten Parkplätzen vertreiben (die StVO, würde ich erinnern, ist ja nur ein Scheingesetz ohne Gültigkeit, keine Vorschrift also sondern eher so eine Sammlung von Vorschlägen) und kuschen überhaupt in widerwärtigster Untertanenmanier. Die von der Stadt gezielt gestreute Desinformation zum Thema kann man getrost ignorieren. Die veröffentlichen das sowieso nur, würde ich erklären, um die Systemlinge in den eigenen Reihen zu besänftigen und nach oben hin Linientreue vorzutäuschen, damit sie nicht selbst Ärger kriegen.

Bisher, würde ich hinzufügen, ist nicht bekannt, ob die Stadt Karlsruhe als erste Gemeinde der BRiD GmbH dem Königreich Deutschland von Peter Fitzek zu Wittenberg beigetreten ist bzw. einen solchen Beitritt plant oder ob sie sich durch Erklärung der Sezession selbständig machen will. Die Scheinregierung der BRiD GmbH weiß, dass sie diesen Schritt nicht wird verhindern können, weil sie als Firma bekanntlich keine hoheitlichen Befugnisse hat und gegenüber Leuten, die das wissen, keine Handhabe hat. Das System basiert ja nur auf Fassaden, Fehlinformation, Angstmache und vorauseilendem Gehorsam der Schlafschafbürger. Wer das durchschaut und seinen Personalausweis zurückgibt ist nicht mehr Personal der Firma BRiD GmbH und ist damit wirklich frei und braucht auf diese Amtsanmaßer nicht mehr zu hören.

Der Anfang ist gemacht, würde ich schließen, wir sehen hier die ersten Risse in der Fassade, die das System nicht mehr übertünchen kann. Jetzt werden die Dominosteine anfangen zu kippen, einer wird den nächsten anstoßen bis alle in einem wiedererstandenen glücklichen starken freien Reich vereint sind. Darauf jetzt einen eiskalten Fürst Bismarck, Herr Ober!

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8 Kommentare on “Erste Risse”

  1. aargks sagt:

    *schauder* Du machst das richtig gut mit der Reichsdeppendenke. Bring die Pfosten bloß nicht auf Ideen 😉

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  2. gnaddrig sagt:

    Danke. Ich müsste an der Sprache noch ein wenig feilen, der Tonfall passt noch nicht. Ich müsste auch noch die Haager Landkriegsordnung und diminutio capitis dingens und so Sachen einbauen.

    Und ja, ich hatte tatsächlich überlegt, ob es klug ist, das zu bringen, es ist ja nichts zu absurd als dass es nicht jemand glauben würde. Aber das hier taugt nur als Fliegendreck auf einem ansehnlichen Misthaufen. Wenn das also wer aufnimmt, wird es zu verschmerzen sein.

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  3. Achim sagt:

    Sind das die gleichen Amts-Nicht-Träger, die in der Nicht-Hauptstadt mit pozileiartig bemalten Autos mit der Aufschrift „Ordnungsamt“ herumfahren?

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  4. gnaddrig sagt:

    Ja, ich glaube die entsprechen sich ungefähr.

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  5. Pfeffermatz sagt:

    Hmmm, wenn ich mir die BIlder (auf dem Link der Stadt Karlsruhe) so anschaue, kann ich mir kaum vorstellen, dass der Normalbürger den Unterschied zwischen blauuniformierter Polizei und blauuniformierter Polizeibehörde erkennen wird. Es sieht für mich nach einem Versuch aus, mehr Polizeipräsenz in die Stadt zu bringen, ohne die eigentliche Polizei dafür aufzustocken (weil es da vielleicht landesmäßige Einschränkungen gibt).
    Was nicht heiß, dass ich das mißbillige. Wahrscheinlich ist das sogar ein lohnenswerter Versuch, bisherige polizeiliche Aufgaben in eine Behörde zwischen Polizei und Ordnungsamt „auszulagern“. Ich finde nur, dass hier durchaus eine gewisse Täuschung des Bürgers beabsichtigt wird.

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  6. gnaddrig sagt:

    Meinst Du? Klar will man den Eindruck von mehr Polizeipräsenz erwecken, aber von Täuschung würde ich hier nicht reden. Die Leute sind sehr sichtbar mit Polizeibehörde statt Polizei beschriftet (die Uniformjacken jedenfalls, die Hemden nicht), die Autos sind gut unterscheidbar, die Lokalpresse hat einiges darüber geschrieben. Wer sich halbwegs über das Tagesgeschehen informiert, weiß bescheid.

    Den Außendienst des Ordnungsamts etwas höher zu hängen und sichtbarer zu machen finde ich sinnvoll. Es gibt genug Kleinkram, mit dem man die Polizei nicht gleich behelligen muss, wo aber jemand in Uniform besser dasteht als ein Ordnungsamtler in Zivil, schon wegen der Erkennbarkeit.

    Und für diesen Kleinkram machen die Leute von der Polizeibehörde de facto denselben Job wie Polizisten und haben auch ähnliche Befugnisse und entlasten dadurch die auch in Karlsruhe nicht eben überbesetzte Polizei. (Die Stadt könnte ja ihre Polizei auch selbst betreiben und deren Stärke und Ausrüstung bestimmen, das haben sie nur – wie weithin üblich – aus Kostengründen und zur Nutzung von Synergieeffekten an das Land abgegeben.)

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  7. Jörn Wend sagt:

    „Zur Deutsche Eiche“ ist doch keine Reichswirtschaft, sondern eine schwule Sauna in München. Aber dort kann man als Reichsideologe natürlich auch gut abfeiern.

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  8. gnaddrig sagt:

    Die Wirtschaft war natürlich rein hypothetisch, ich bin ja in echt auch kein Reichsideologe. Und wenn, dann würde ich zum Feiern vermutlich nicht nach München fahren. Alternativ gibt es übrigens die für diesen Kontext sehr passend benannte „Alte Reichsbank“ in Schweinfurt, aber ob die dort Reichsbürger mögen, weiß ich nicht…

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