Schwarzweißbrauerei

Eigentlich ein Witz, oder? Weissbier Dunkel – dabei gibt es doch schon Schwarzbier. Dass Weißbiere heutzutage meist obergärig, Schwarzbiere meist untergärig gebraut werden, ist hier nicht relevant, denn als die Begriffe für die Biersorten entstanden, wurden Schwarzbiere wohl wie Weißbiere großenteils obergärig gebraut. Der wesentliche Unterschied lag vermutlich im verwendeten Getreide – Weizen für Weißbier. Das verschweige ich hier aber geflissentlich, um meine schöne Pointe nicht kaputtzumachen.

Dunkles Weißbier finde ich jedenfalls ein winziges bisschen absurd, rein von der Wortwahl her. Aber egal, kann ja trotzdem schmecken. Dass es überregional vertrieben wird, ist kann als Indiz dafür gewertet werden, dass Leute das Zeug tatsächlich kaufen. Vielleicht hat die Klosterbrauerei Andechs hier eine Marktlücke entdeckt – die Paradoxbiere. In der Richtung könnte man sicher noch mehr machen, helles Schwarzbier etwa, oder alkoholfreies Starkbier.

Advertisements

8 Kommentare on “Schwarzweißbrauerei”

  1. cimddwc sagt:

    Ja, hab ich mir auch schon immer gedacht, dass diese Kombination – die’s nicht nur von Andechs gibt – eine gewisse Lustigkeit hat. Aber man kann’s ja nicht immer erwähnen (oder gar lachen), wenn’s jemand in der Nähe oder gar man selber bestellt…

    Gefällt mir

  2. gnaddrig sagt:

    Stimmt, mit sowas macht man sich schnell unbeliebt, spätestens beim dritten Mal.

    Gefällt mir

  3. Stefan R. sagt:

    Irgendwie bin ich gerade ein klein wenig erleichtert, dass die traditonelle Bezeichung Braunbier ein wenig aus der Mode gekommen ist…

    Gefällt mir

  4. gnaddrig sagt:

    Schon, allerdings gibt’s in letzter Zeit ja wieder genug Braunes im Land…

    Gefällt mir

  5. Nesselsetzer sagt:

    Ein Blick in Wikipedia, und die Pointe wäre ganz zum Teufel, denn es lag nicht nur vermutlich an der Getreidesorte, sondern ganz sicher.

    „Weizen“ und „weiß“ haben denselben etymologischen Ursprung, nach Wikipedia nicht nur in Bayern, sondern auch in Österreich und in der Mark Brandenburg. Insofern kann man es nicht auf eine der vielen paradoxen Faulheitswortkreationen der Bayern schieben.

    Übrigens könnte auch Starkbier durchaus alkoholfrei sein – hier geht es nämlich nicht um die Stärke der bewusstseinsveränderenden Droge, sondern um den Stammwürzegehalt, also dem Anteil von Hopfen und Malz.

    Ansonsten trinke ich lieber Wein, von dem ich gar nichts verstehe 😉

    Gefällt mir

  6. gnaddrig sagt:

    Ein Blick in Wikipedia, und die Pointe wäre ganz zum Teufel, denn […]
    Übrigens könnte auch Starkbier durchaus alkoholfrei sein […]
    Spielverderber! Wikipedia hatte ich schon konsultiert, daher weiß ich das mit ober- und untergärig überhaupt erst, ebenso das mit dem Weizen. (Das Letztere hatte ich ja sogar ausdrücklich verschwiegen, um diesem Text nicht jede Grundlage zu entziehen.)

    Wein ist gut. Alles was man wissen muss ist, welchen man mag und wie man ihn trinkt. Ersteres kann man durch Ausprobieren herausfinden, Letzteres steht oft auf der Flasche. Perfekt 🙂

    Gefällt mir

  7. Nesselsetzer sagt:

    „Spielverderber! Wikipedia hatte ich schon konsultiert, daher…“

    Ich weiß, immerhin lese ich lange genug bei Dir.

    Deshalb dachte ich mir bei der ersten Pointe: „Naja, das reißt jetzt aber niemanden vom Hocker“. Als dann aber noch der Spruch mit dem Starkbier kam, dachte ich mir „Na warte! Das ist jetzt so billig, jetzt gibt´s ´ne Klugsch…er-Antwort!“

    Ist mir doch gelungen, oder? 😉

    Gefällt mir

  8. gnaddrig sagt:

    Wie sich’s eben gehört 😉

    Gefällt mir


In den Wald hineinrufen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s