Tischtennisbälle

Tischtennis ist ein schöner Sport. Nicht unbedingt zum Zuschauen, sondern zum Selbermachen. Es macht einfach Spaß, mir jedenfalls. Lästig ist nur, dass man ständig den verschlagenen bzw. verfehlten Bällen hinterherlaufen muss. Je nachdem, wieviel Platz um die Platte ist, kommen da ja schon mal ein paar Meter zusammen. Und während man Bälle holen geht, kann man nicht spielen. Da geht viel knappe Zeit verloren, und das ist schade.

Glücklicherweise habe ich eine Idee, wie man das ändern kann. Ballholkinder kann oder will sich nicht jeder leisten. Man muss also die Bälle daran hindern, wegzurollen. Klar, man könnte ordentlich üben und dann sehr konzentriert spielen, sodass weniger Bälle wegrollen. Aber egal wie gut man ist, es werden immer Bälle wegfliegen, die man dann holen muss. Ein geriffelter würde die Bälle schneller stoppen, aber da würden die Bälle dann unberechenbar abprallen und man steht dann dumm da, weil man irgendwo hingreift, wo der Ball schon nicht mehr ist (das kennt man von Tischtennisplatten im Freien, die auf gepflasterten Flächen stehen). Außerdem wäre das unter Umständen haptisch ungünstig, außerdem wäre die Verletzungsgefahr größer. So geht das also nicht.

Ich schlage eine relativ simple technische Lösung vor: Im Boden sind viele kleine Löcher, die an ein starkes Gebläse angeschlosen sind und einzeln (oder in Gruppen von vielleicht einem halben Quadratmeter Fläche) angesprochen werden können. Fotozellen „blicken“ längs und quer am Boden entlang und stellen so die genaue Position von allem fest, das am Boden ist.

Wenn genügend Fotozellen aufgebaut werden und die Auflösung damit groß genug ist, kann ein Rechner anhand der Maße feststellen, wo die Füße der Spieler stehen und wo ein Ball aufkommt. Alternativ könnten Kameras vom Hallendach das Spiel beobachten und die Koordinaten des Balls berechnen. In dem Bereich des Bodens, wo ein verschlagener Ball aufprallt, wird dann das Gebläse eingeschaltet und Luft abgesaugt. Der Ball wird dadurch an der Aufprallstelle festgehalten. Kein Gerenne mehr, man muss isch nur noch bücken.

Obwohl, bücken? Wenn man die Luftlöcher noch etwas kleinteiliger ansteuern könnte, wäre es möglich, eine Art Luftröhre zu blasen, in deren Mitte der Ball dann in die Höhe schwebt, sodass der Spieler ihn nur aus der Luft pflücken müsste. (Der Innendurchmesser der Luftröhre wäre variabel und so bemessen, dass der Ball zuverlässig in die gewünschte Höhe gehoben würde.) Oder man könnte die Luftröhre dann auch durch die Halle zum Spieler steuern, dann müsste der nicht einmal zum Ball hingehen, und das wäre noch bequemer.

Allerdings: Früher oder später wird jemand die Anlage hacken und Spiele manipulieren.

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16 Kommentare on “Tischtennisbälle”

  1. Pfeffermatz sagt:

    Aber Ballholkinder sind zu teuer, jo 😉 Ich spiele übrigens auch TT, allerdings seit anderthalb Jahren nur noch höchst seltenst. Schon lange habe ich vor, wieder einzusteigen, aber… Kinder und Zeitmangel und Unlust und billige Ausreden hindern mich.

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  2. gnaddrig sagt:

    Bei mir war es viel länger her, war auch nie so toll. Aber jetzt fange ich wieder langsam an, seit die Kinder sich dafür interessieren. Wir haben eine Tischtennisplatte auf einem Spielplatz in der Nähe, da gehen wir jetzt immer mal hin.

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  3. Was für eine Idee 😂. Mein Tipp: ganz viele, also wirklich richtig richtig viele, Bälle in die Taschen stopfen und dann alle auf einmal einsammeln, wenn alle verschlagen sind. Das braucht zwar immer noch Zeit, aber unterbricht den Spielfluss nicht dauernd. Tischtennis ist toll, spiele ich auch sehr gern.

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  4. gnaddrig sagt:

    Vielleicht nen Bällerucksack? Aber wenn da nach ner Weile Spiel zu viele Bälle rumliegen, besonders auf unebenem Boden, tritt man irgendwann auf welche drauf und rutscht aus. Keine gute Idee! Also lieber auf Nummer Sicher gehen und schnell Meister Gnaddrigs raffinierte Ballsteueranlage kaufen 😉

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  5. smurfix sagt:

    Wie wäre es mit einem Roboter, der dir die Bälle einsammelt? Ist sich um Einiges weniger Aufwand als den ganzen Boden mit Luftdüsen zu durchsetzen. Das Ding braucht ja nicht mal einen Greifer, Schlauch und Ventilator reicht.

    Statt Fotozellen: Kameras. Bälle finden ist einfach, das sind die weißen Flecken die eine Minute vorher noch nicht im Bild waren.

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  6. gnaddrig sagt:

    Roboter? Der rollt einem dann bloß zwischen den Füßen rum, will ich nicht 😉 Kameras klingen vernünftig, da hatte ich auch schon dran gedacht. Und der Aufwand, ja, es gibt eben nichts geschenkt…

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  7. smurfix sagt:

    Der muss natürlich gucken wo du bist, und ggf. schleunigst abhauen. Kamera hat er ja eh. Außerdem liegen Tischtennisbälle (zumindest bei mir) nicht zwischen den Füßen, sondern irgendwo an der Wand / im Gartenbeet / Blumentopf. Wenn ein Ball zwischen usneren Füßen landet, dann weil die Katze damit Fußball spielt.

    Ich habe das Problem mangels Roboter so gelöst, dass ein großer Pott mit Bällen unter der Platte hängt. Sobald die alle verschussert sind, ist eh eine Spielpause angesagt, die kann man dann gleich zum Einsammeln nutzen.

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  8. gnaddrig sagt:

    Ab einer gewissen Menge verschossener Bälle liegen die dann überall. Das hängt natürlich von der Größe der Halle ab (elegant wäre da eine Art Rinne um das Spielfeld, mit Rückführung in Deinen – sehr zweckmäßigen – Pott unter der Platte), aber in den meisten Hobbykellern dürfte man recht schnell Bälle unter den Füßen haben.

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  9. smurfix sagt:

    OK, im Hobbykeller ist das was Anderes, da prallen die ja von der Wand ab.
    Auch da kann man Abhilfe schaffen (Stoffbahnen an die Wand und eine Ballfalle am Boden), aber für die Zeit (und das Geld), das zu bauen, kann ich lang Bälle einsammeln …
    … aber immer noch viel einfacher als einzeln ansteuerbare Luftdüsen. 😉

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  10. gnaddrig sagt:

    Einfacher schon. Dafür haben meine Luftdüsen, hm, Stil, Raffinesse, so Sachen. Ok, ein bisschen nerdig ist es auch, aber man könnte das System vielleicht auch für andere Sachen zweckentfremden. Segelflieger im Raum kreisen lassen etwa.

    Und ums Geld oder Preis-Leistungs-Verhältnisse oder gar Vernünftigkeit geht es mir bei dieser Erfindung ja sowieso nicht 🙂

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  11. 2xhinschauen sagt:

    Geile Lösung… den Ball mit einem Gebläse in der Luft halten, bis der Spieler in abholt! Aber kompliziert und teuer das mit den Luftdüsen und den Kameras und der Steuerung… (vgl. Die Ärzte: „Ihr habt doch Löcher in den Böden … und immer dieser Lärm!“).

    Warum kein Gefälle in Richtung des Tisches? Ein paar Millimeter Niveauunterschied würden doch reichen. Natürlich mit einer ebenen Fläche im Aktionsbereich der Spieler.

    Wenn schon pusten, dann einfach stumpf ohne Steuerung flach über den Boden von der Wand nach innen. Gern mit Aroma-Zusätzen.

    Und wenn schon Kameras, dann mit Steuerung eines Lasers, der *immer* auf den Ball guckt. Müsste gehen und sieht bestimmt hypergeil aus 🙂

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  12. gnaddrig sagt:

    Klar, dem Spieltrieb sind da wenig Grenzen gesetzt, solange man den Bau nicht finanzieren muss 🙂

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  13. marana41 sagt:

    Mir erscheint diese Rückführaktion eines Spielballes noch nicht so ganz durchdacht, eher mutet es nach Aktionismus an.
    Ich würde vorschlagen ein Gebotsschild aufzuhängen:
    „Nicht beim Bewegungssport sich drücken,
    zwangsläufig musst du dich auch bücken.“

    🙂

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  14. gnaddrig sagt:

    Ach was, dann kann ich auch gleich klassischen Frühsport mit Kniebeugen und Liegestütze usw. machen oder Medizinballkullern, und das wäre ja nun wirklich völlig unzumutbar vorgestrig und langweilig 😉

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  15. […] dieser Stelle habe ich übrigens kürzlich eine meiner bahnbrechenden Ideen […]

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  16. Karl sagt:

    Wenn man vor dem Spiel genauso viel von dem offensichtlich sehr geilen Zeugs raucht wie bei der Entwicklung der Ballfixierungstechnik, wird das Ballaufheben zumindest erheblich lustiger 😛

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