Pfeifen im Walde

Ich finde ja unseren Kalender eher unübersichtlich und unnötig kompliziert. Aber eine Kalenderreform ist nicht in Sicht und niemand weiß, wie eine auch nur im Entferntesten konsensfähige Neuordnung aussehen könnte (und ob sie wirklich nötig ist und nicht sowieso nur eine Verschlimmbesserung wäre, lassen wir mal dahingestellt sein). Schon die Abschaffung der nutzlosen Sommerzeit in der EU wird wohl ein Wunschtraum bleiben, weil da zuviele bürokratische Hürden im Weg stehen und selbst bei grundsätzlich vorhandenem Wunsch das Beharrungsvermögen aller möglichen beteiligten Stellen jede Bewegung wenn nicht verhindern so doch stark bremsen würde.

Auch wenn es dazu nicht wirklich was Wichtiges oder Neues zu sagen gibt, nutze ich die Gelegenheit, mich am heutigen seltenen Datum ganz kurz zu Wort zu melden. Pfeifen im Walde. Ich blogge, also bin ich. Selbstzweck.

Außerdem habe ich eine 14 Jahre alte kaputte Euromünze aus Belgien, wo die Sonne durchscheint, quasi das numismatische Äquivalent des Blümchenkaffees:

Und vor dem Bahnhof stand heute ein leicht abgerissen gekleideter, zerfurchter Kerl und predigte in erstaunlich wohlmodulierter Stimme ins Nichts. Früher war die Reeperbahn angenehm. Wirklich, früher war die Reeperbahn angenehm…

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4 Kommentare on “Pfeifen im Walde”

  1. Achim sagt:

    Also, ich oute mich mal: Ich bin aus ganz egoistischen Gründen ein Sommerzeit-Fan. Ich betreibe nämlich einen Wassersport, und dank Sommerzeit ist es länger hell, so dass auch an Werktagen nach der Arbeit noch genug Zeit ist, ins Boot zu steigen und eine ordentliche Runde zu drehen. Auch wenn Besprechungen gerne mal bis 17 Uhr gehen.

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  2. gnaddrig sagt:

    Dann ist doch gut, dass der Mist wenigstens zu irgendwas gut ist 🙂

    Früher fand ich’s komisch und teilweise lästig, aber nicht weiter schlimm. Dann hatte ich kleine Kinder, und denen hat es dann zweimal im Jahr den ganzen Schlafrhythmus durcheinandergeworfen. Das hat uns dann jedesmal eine Menge Nerven gekostet. Jetzt sind sie groß genug, dass es wieder eher so nebenbei läuft. Zum Glück. Aber ich meckere aus Nostalgie gern drüber (zumal es wirklich mehr kostet als bringt, abgesehen von spätabendlichen Bootstouren).

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  3. Achim sagt:

    Man könnte ja auch den Gedanken zulassen, im Sommer früher aufzustehen und früher im Büro zu sein, um sich dann so vom Acker zu machen, dass es noch für eine kleine Ausfahrt reicht 🙂 Denn wenn man die Uhr nicht umstellt, wird es zwar früher dunkel, aber ja auch früher hell…

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  4. gnaddrig sagt:

    Das stimmt. Erfahrungsgemäß fällt es aber schwerer, morgens früh aufzustehen als abends noch irgendeine Unternehmung dranzuhängen. Geht mir jedenfalls so, deshalb müsste ich eigentlich die Sommerzeit eher gut finden. Ist alles nicht so einfach in dieser komplizierten Welt 😉

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