Manchmal fragt man sich

wirklich_so

Diese Messingplakette hängt einfach so unkommentiert an einer Hauswand. Wozu?


46 Kommentare on “Manchmal fragt man sich”

  1. Yadgar sagt:

    Die Wand hat eine coole Naturstein-Textur… da möchte man gleich losPOVen, sie prozedural mit POV-Ray nachprogrammieren!

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  2. gnaddrig sagt:

    Na viel Spaß…

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  3. Aristobulus sagt:

    Diese Wand ist absolut grauenhaft (poolierter Granit, baaah), dazu noch absoluter grauenhafter hässlich (keine Spur von G’schmack), und am Allergrauenhaftesten (ja nichtmal die Spur von schlechtem G’schmack!) ist ja diese Nische da an der Seite, nicht?
    Also hat einer das Messingschild dran geklebt, als zaghaften Vorwurf, weil ihm der Wandverbrecher gesagt hatte, er sei selbstverfreilich kein Wandverbrecher ohne das geringste Anzeichen von irgendwas incl. schlechtem Geschmack, sondern *hum!* er habe mal so in den enttsetzlichen Achtzigern Architektur studiert.

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  4. gnaddrig sagt:

    Kann sein, dass es irgendwie so war. Schön ist das Haus jedenfalls nicht, und der Sinn und Zweck der Nische erschließt sich mir auch nicht. Ästhetisch gibt das nichts her, und als dunkle Pinkelecke kann es eigentlich auch nicht gemeint sein.

    Der Plakettendesigner hat sich dabei aber auch nicht grad mit Ruhm bekleckert. Diese riesigen Lücken in den ersten beiden Zeilen, da hätte man ja noch einen halben Roman reinschreiben können. Flattersatz wäre besser gewesen…

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  5. aurorula a. sagt:

    Gut, daß die Plakette nicht auf dem Fußboden… obwohl, mit dem Text „Muß das sein?“ auf dem Fußboden vor dem Haus von Günther Den-brauchts-nich wäre eine solche Plakette recht sinnvoll.

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  6. gnaddrig sagt:

    Man könnte das als Ausgangspunkt für eine Serie nehmen. Muss halt wer gehen und eine Erwiderung drunterkleben, gern auch als Messingschild, Plastik oder Edding auf Papier ginge aber sicher auch.

    A: sag mal, war das wirklich so?
    B: weiß nicht, wieso?
    C: da war ganz anders!
    B: woher willste das denn wissen?
    C: war dabei!
    A: sag mal, war das wirklich so?
    D: es gibt kein bier auf hawaii
    usw., und irgendwann ist die Wand voll…

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  7. Stefan R. sagt:

    Im Zweifel Kunst am Bau. Und die hässliche polierte Granitwand eine ironische Brechung des Massengeschmacks.

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  8. gnaddrig sagt:

    Sozusagen die Fortsetzung des Fliesentischs mit anderen Mitteln?

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  9. Aristobulus sagt:

    Etwa das Mittel des Fliesentischs als Bau ohne Kunst.
    Oder so

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  10. aurorula a. sagt:

    Angesichts des …ähm… „ästhetischen Werts“ der Granitwand kann ich durchaus verstehen wenn an ihr jemand bricht – ironisch or otherwise.

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  11. gnaddrig sagt:

    Oh ja, und wenn man sich dazu die Nische links neben der Plakette aussucht, wo unten das schräge Stück Granit ist, muss man sich nicht mal sehr vorbeugen, um alles auf die Stiefel zu kriegen…

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  12. Aristobulus sagt:

    … also das ist definitiv eine Brechnische: Die Nische zum Brechen. Habe zwar bis dato noch nie eine gesehen, aber nu, das ist sie.
    Zum Schiffen ist sie ja denkbar ungeeignet, und für alles Andere auch, außer eben zum Brechen.
    Wenngleich man nach dem Brechvorgang schnell beiseite treten muss, wegen Benetzungsgefahr der Schuhe.
    Aber man muss ohnehin dorten schnell beiseite treten, ob gebrochen habend oder nicht, denn wer möchte da verweilen?

    – Hoffentlich war immerhin Gnaddrigs Foto bruchlos schnell geknibbst 🙂

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  13. gnaddrig sagt:

    Danke der Nachfrage 🙂 Ich war dort erfreulich (und woandershin) unterwegs, da ging das Foto kurz und schmerzlos in den Kasten.

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  14. dasmanuel sagt:

    Ziemlich sicher Kunst.

    Wo sind die Mülltonnen?

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  15. gnaddrig sagt:

    Die Mülltonnen? Keine Ahnung, jedenfalls nicht in Sichtweite. Wieso?

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  16. aurorula a. sagt:

    Wegen der anderen Mülltonnenbilder (Flashmob u.ä.), vermutlich 😛
    (wobei die Mülltonnen sehr viel besser aussehen als diese Ecke!)

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  17. gnaddrig sagt:

    Ah, klar. Sorry, damanuel, das musste jetzt mal ohne Mülltonnen. Aber vielleicht finde ich ja wieder ein mülltonnenhaltiges Motiv 😀

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  18. […] Tut mir leid, dasmanuel… […]

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  19. noemix sagt:

    »Höret, was Erfahrung spricht: Hier war’s so wie anderswo.
    Nichts Genaues weiß man nicht, dieses aber ebenso.«
    (nach Otto Grünmandl)

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  20. Yadgar sagt:

    Au weia, was muss ich einen prolligen Architekturgeschmack haben… ja, ich gestehe, dass ich in den 80ern den postmodernen Zitate-Historismus auch ganz toll fand (ist halt praktisch zu rendern, nicht wahr?), so lange mir niemand Begeisterung für tausendjährigen Spe(e)r(r)müll unterschiebt, kann ich damit leben!

    Polierter Naturstein ist geil!!! Schon mal im Petersdom gewesen?

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  21. Aristobulus sagt:

    Erstaunlich – die Verknüpfung von Petersdom ausgerechnet mit geil.
    Wobei da im gepeterten Dome natürlischement kein polierter Kunststein drin sein sollte, warum auch? Stein ist wohl drin.
    Und dazu isser verputzt, glaub ich doch. Also nicht zu sehen. Vielleicht geil.

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  22. aurorula a. sagt:

    Polierter Naturstein
    Ich denke kaum, daß die Brechecke durch ein anderes Material besser würde.

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  23. Aristobulus sagt:

    Was ist überhaupt dieser Staturnein ähm Naturschdein? Stein halt von da draußen, was ist de?, der ist vom Erdgeist über die Zeiten zusammengebackener Kristallbruch mit Ruß drin, oder so, dem man da draußn überall findet.

    Hingegen Kunststein haben schon die Römer der Kaiserzeit gemacht (Terrazzo), nein, schon die Altsteinzeitler haben in eben der Altsteinzeit Keramik gebrannt, künstlichen Stein halt, um ihre Brech-, Schiff-, nein Umdieeckebiegeecken draus zu bauen.

    Aber trotzdem wird in der Reklamesprache beständig dieses merkwürdig besondere Biowort Naturstein verwendet, obwohl man dieses Gestein ganz und am Gänzesten unbesonders überall da draußen findet

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  24. aurorula a. sagt:

    Och, Du Weißt doch, Bio- ist immer gut, außer bei Biotechnologie und Biowaffen. Genauso ist Natur- auch immer gut, außer bei Naturkatastrophe. Wenn der Naturstein hergestellt wird, ist das allerdings eine Naturkatastrophe (Vulkanausbruch), so who knows…

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  25. Yadgar sagt:

    @Aristobulos

    „Erstaunlich – die Verknüpfung von Petersdom ausgerechnet mit geil.“

    Ja, das ist subversiv, gell?

    Aber der Berg Athos toppt in Sachen Erotik alles – ich stehe auf langhaarige schwarzbärtige Griechen!

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  26. Aristobulus sagt:

    Die sind aus marmornem Naturstein.

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  27. aurorula a. sagt:

    Die Vulkanausbrüche. Manchmal auch Basalt oder Granit. Oder, mit ganz viel Glück, Diamanten.

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  28. Aristobulus sagt:

    Meist freilich Asche, Asche, Asche 🙂

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  29. aurorula a. sagt:

    Spätestens wenn man die Diamanten verkauft, bekommt man dafür Asche, Asche, Asche 🙂

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  30. Aristobulus sagt:

    … wenn man wirklich viel AscheAscheAsche verkauft, kann man sich dafür dermaleinst ’nen Diamanten leisten 🙂

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  31. aurorula a. sagt:

    Soll als Dünger gut sein, die Asche, habe ich gehört.

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  32. Aristobulus sagt:

    Pecunia non olet!

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  33. gnaddrig sagt:

    Und als Abkürzung kann man Diamant auch direkt in Asche umwandeln…

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  34. gnaddrig sagt:

    Und umgekehrt natürlich auch, ist nur technisch etwas aufwändiger…

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  35. Aristobulus sagt:

    Ach ja, immer dieser Stohlenkoff allerorten 🙂

    Ich hatte mal einen kleinen Zirkonbrocken auf dem Küchentisch, colafarben (der Dunst des Uranfangs), und wenn’s mich danach dürstete, labte ich mich an der uranfänglichen Cola-Düsternis darin (immerhin etwa vier Milliarden Jahre alt, sowas).
    Dann kam er mir abhanden, der Zirkonische, und nu hab ich nunmehr mitsamt Küchentisch meine Wehmut.
    Ja, so isses mit der Zeit, dem G’stein, und all dem Rest.

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  36. gnaddrig sagt:

    Und stattdessen vor einem Glas Cola zu meditieren ist sicher kein Ersatz für den Brocken, oder?

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  37. Aristobulus sagt:

    Kommt drauf an 🙂 , immerhin wohnt der Cola ja auch der Charme der frühen Jahre inne (Elvis, karierte Kleider, Messerschmidts Kabinenroller und so), nur im Vergleich mit jenen anderen frühen Jahren sind diese frühen ja äußerst späte.

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  38. aurorula a. sagt:

    Und als Abkürzung kann man Diamant auch direkt in Asche umwandeln…
    Schade um den Diamanten.

    Ich hatte mal ein Stückchen Wismut, das sah von der einen Seite aus wie ein Miniatur-Ziggurat, und von der anderen wie ein Amphitheater. Das konnte ich auch anschauen und Geschichten dazu überlegen. Leider ists verlorengegangen beim Umzug 😦

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  39. gnaddrig sagt:

    Das war dann so eine Hosentaschenversion vom Terrazzoboden, in dem man ja auch alles mögliche erkennen kann, nur leider nie zweimal dasselbe an derselben Stelle.

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  40. Aristobulus sagt:

    Geschichten über die Ziggurats der Mayas gibt’s dazu!

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  41. Aristobulus sagt:

    Stimmt, Gnaddrig, Terrazzo soll ja idealerweise aussehen wie Wismut aus Granitmarmor (oder so).

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  42. gnaddrig sagt:

    Die Zirkonbrocken nicht vergessen!

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  43. Aristobulus sagt:

    … der zirkonische Hosentaschengranit, in dem man die Urzeit (ohne H) nur links unten sieht 🙂

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  44. gnaddrig sagt:

    Tja, und wenn wir einen Sinn für Radioaktivität hätten, könnten wir an so einem Brocken die Uhrzeit oder wenigstens das Datum erspüren…

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  45. Aristobulus sagt:

    Ja, recht genau plusminus so fünfundsiebzigtausend Jahre, drei Stunden und drei Sekunden 🙂

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  46. gnaddrig sagt:

    Ist sowieso alles viel zu eng getaktet heutzutage…

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