Waffen

In den letzten Jahren scheinen viele Waffenläden vermehrt Werbung zu machen, die sich im Wesentlichen auf Angstmache beschränkt. Mit Plakaten in den Schaufenstern und Aufstellern vor den Läden warnen vor insgesamt steigender Kriminalität, besonders vor mehr Gewalt, damit vor größerer Gefahr überall für alle und schlagen gleichzeitig eine einfache Lösung vor: Pfeffer- oder Reizgasspray, Elektroschocker, Handfeuerwaffen, Schlagstöcke usw., damit man sich wehren kann.

Es scheint ein Gefühl der Verunsicherung um sich zu greifen, und seit der letzten Silvesternacht (Stichworte Köln und Hamburg) haben anscheinend so viele Leute so viel Angst um ihre eigene Sicherheit, dass der Absatz von Waffen seitdem stark im Steigen ist.

Die Vorstellung, bewaffnet zu sein mindere die Gefahr, Opfer von Gewalt zu werden, dürfte trügerisch sein. Egal ob man ein Messer, einen Schlagstock, eine Pistole, einen Elektroschocker oder ein Pfefferspray bei sich trägt – man muss im Ernstfall rechtzeitig drankommen. Die wenigsten Leute werden ihr Verteidigungsgerät so tragen, dass sie es jederzeit mit einem sicheren Griff einsatzbereit in der Hand halten. Wer erst in der Handtasche kramen muss oder die Manteltaschen abklopfen, weil das Ding mal links, mla rechts, mal in der Innentasche liegt oder dann doch in der Hosentasche, hat schon verloren. Wer erst den Sicherungshebel suchen muss oder nachsehen, wie man das Gerät auslöst, ebenfalls. Bevor man sich da aussortiert hat ist schon alles vorbei.

Und wenn sie das Ding dann doch scharf kriegen, ist noch lange nichts gewonnen. Wenn nämlich ungeübte Zivilisten in Situationen mit extremem Stress mit adrenalinzittrigen Fingern an Feuerwaffen, Elektroschockern o.ä. herumfingern, ist das Risiko sehr hoch, dass sie sich selbst oder Unbeteiligte verletzen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie einen Angreifer wirksam abwehren, dürfte im Gegenzug eher überschaubar sein. Ein einigermaßen cooler Angreifer wird sich so kaum abschrecken oder abwehren lassen, und auf lange Sicht werden Gewaltverbrecher entsprechend aufrüsten, um nicht gegenüber dem waffentragenden Normalbürger im Nachteil zu sein.

Mit Pistolen kann man sich unversehens selbst ins Knie schießen. Mit Messern muss man auch aufpassen, sonst hat man sie selbst im Bauch stecken, oder man zieht es sich im Gerangel selbst durch die Hand. Um einen Schlagstock einsetzen zu können braucht man ein Mindestmaß an Platz und Armfreiheit.

Bei dem als einfachste Abwehrwaffe für jederman verkauften Pfefferspray muss man immer sehr aufpassen, in welche Richtung der Wind weht. In engen Hauseingängen, im Inneren von Gebäuden, in Autos (vor Lüftungsdüsen!) usw. sollte man vom Einsatz ganz absehen, weil man sich sonst ganz leicht selbst mattsetzt, weil man den Gasschwaden abkriegt.

Das Abchecken der Situation, das Manövrieren in eine Position, in der einem der Einsatz nicht selbst schadet und die nötigen Bewegungsabläufe erfordern ein Maß an Training, das kaum jemand so ohne weiteres mitbringen dürfte. Man ist also durch den Besitz einer der gängigen Abwehrwaffen nicht unbedingt weniger gefährdet, im Gegenteil.

Es wird einfacher und zielführender sein, sich Grundlagen der Selbstverteidigung beizubringen, die auch das Einschätzen von Situationen, das Erkennen möglicher Gefahren, das Deeskalieren beinhalten – die besten Angriffe sind die, die gar nicht erst zustande kommen.

Die Vorstellung, dass künftig massenhaft Leute ohne entsprechende Ausbildung Feuerwaffen spazieren tragen (und ja, auch die Spielzeugwaffen, die man mit dem Kleinen Waffenschein tragen darf, sind gefährlich und machen tödliche Löcher, zumindest in Nahkampfsituationen, um die es ja hier vorrangig geht), finde ich einigermaßen beängstigend. Es gibt den Spruch: Die ungezielte Kugel lenkt der Teufel. Waffen in den Händen von Leuten, die damit nicht umgehen können, sind mindestens genauso schlimm. Wenn man Sonntagsfahrer schon nicht gern ans Steuer lässt, sollte man bei nicht ausgebildeten und völlig ungeübten Waffenträgern noch viel vorsichtiger sein.

Mehr Waffen in den Händen von Hinz und Kunz werden der Bevölkerung nicht mehr Sicherheit bringen. Stattdessen werden die zwangsläufig vorkommenden Risikosituationen allgemein an Gefährlichkeit gewinnen, Bewaffnung und Waffengebrauch werden steigen, das Problem wird tendenziell eskalieren, es werden in der Folge mehr Leute zu Schaden kommen, und die Kriminalitätsrate wird infolge der aktuellen Bewaffnungswelle ganz sicher auch nicht sinken. Keine schöne Aussicht…


17 Kommentare on “Waffen”

  1. Yadgar sagt:

    Mein Reden! Die beste Nahkampfwaffe ist und bleibt eine gut motorisierte (> 250 PS) Oberklasselimousine, vorzugsweise ein BMW oder Mercedes… mit gepanzertem Unterboden und 10 cm Spezialglas spürt man drinnen gar nichts! Ob man dann auch noch Lack mit Lotoseffekt dazunimmt ist aber Geschmackssache… ich bevorzuge ja den Gore-Look, vor allem auf Weiß! *onanier* Natürlich eignet sich so ein Bolide auch zur Nahrungsbeschaffung in Bürgerkriegszeiten, ich sage nur Inner City Roadkill…

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  2. Karl sagt:

    Es gibt ein weiteres Argument dagegen, das abgewandelt auf echte Waffen selbst von der Polizei in den waffenvernarrten USA immer wieder vorgebracht wird:

    Freie Waffen („kleiner Waffenschein“) sehen auf den ersten Blick echten scharfen Waffen sehr ähnlich. In einer unklaren hektischen Situation kann ein Polizist nicht entscheiden, ob da jemand versucht sich selbst „zu verteidigen“ oder gerade jemand anderen oder auch ihn selbst mit einer scharfen Waffe an Leib und Leben bedroht. Er muss in Zeitnot entscheiden, ob er selbst zur Waffe greifen soll, um das Leben eines anderen ggf. auch sein eigenes zu schützen. Das kann für den „Selbstverteidiger“ schnell fatal ausgehen und bringt zudem auch andere in Gefahr, da ein Waffeneinsatz immer auch mit Risiken für Unbeteiligte in Form von Fehlschüssen oder Querschlägern verbunden ist.

    Noch ist bei uns die Polizei relativ sparsam mit Waffeneinsatz, und das ist gut so. In den USA wird viel schneller mal putative Notwehr angenommen, und bei Konfrontation mit einer Waffe oder auch nur dem Verdacht, es könnte eine im Spiel sein, schon mal vorsorglich geschossen. Das hat eben *auch* mit der großen Zahl von Waffen in Privathand zu tun.

    Da es für Sicherheitskräfte im Einsatz prizipiell kaum unterscheidbar ist, ob eine Schreckschusspistole oder eine scharfe Waffe im Spiel ist, ist es auch egal, ob es sich bei der Vermehrung der Waffen in Privathand, zudem in untrainierter Privathand um scharfe oder „freie“ Waffen handelt. Das Potential für die Auslösung tödlicher Waffeneinsäte durch Sicherheitskräfte haben beide gleichermaßen. Und je mehr Polizisten und andere Sicherheitskräfte mit solchen Waffen konfrontiert werden, desto größer ist auch das Bedrohungsgefühl in einer konkreten Einsatzsituation, was letztendlich auch zu vermehrten und niederschwelligeren Waffeneinsatz durch Sicherheitskräfte führen kann.

    Das ist das letzte, was ich mir hier wünschen würde.

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  3. Yadgar sagt:

    Oooops… bitte korrigieren, da fehlt das einleitende und schließende [Entmenschter PI-Psychopath]-Tag!!!

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  4. gnaddrig sagt:

    @ Yadgar: Passt schon. Schöne Variante von „Eure Armut kotzt mich an“

    @ Karl: Das unterschreibe ich voll und ganz.

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  5. Yadgar sagt:

    @gnaddrig:

    …weitere Ausführungen z. B. über Kochrezepte für mit dem 7er BMW oder S-Klasse-Mercedes totzufahrende Hartz-IV-Kinder („da ist die Glutamatwürze schon dabei!“) wollte ich mir ursprünglich wg. § 131 StGB sparen, aber jetzt, wo ich deine Zustimmung habe, kann ich ja hemmungslos weiterprolocausten, z. B. mit einem detaillierten Businessplan des Standortoptimierungscenters Fulda-Waldesruh (Yadgar-Fans wissen Bescheid)!

    Nein, ernsthaft: ich würde mich nicht wundern, wenn es auf PI und sonstwo in den Abgründen des Internets mittlerweile wirklich derart verrohte Gestalten geben sollte, die marktfundamentalistische, sozialdarwinistische oder allgemein rechtsextreme Ideologien mit ernst gemeinten Kannibalismus-Phantasien verbinden… vielleicht sollte ich mal nach „Eat the Poor“ googlen!

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  6. gnaddrig sagt:

    In Sachen Gewaltfantasie und Verrohung wird es wenig geben, was dort nicht früher oder später auftaucht. Googlen würde ich das nicht, manches will man gar nicht so genau wissen…

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  7. aurorula a. sagt:

    Was das untrainierte angeht:
    Körperliche Abwessenheit ist besser als Geistesgegenwart, um den Lieblingsspruch meines Chemiedozenten zu zitieren.
    Mein Fechttrainer gab oft survive the attack zum Besten, und in mehr als der Hälfte der Fälle meinte er die eigene Attacke – man hatte schlechte Karten, wenn er sich gegen einen verteidigt hat. In Fortführung allerdings hielt er Abwesenheit, ausweichen, zur Seite springen für die beste Verteidigung.

    Was ich auch hoffe, das mir passiert, die Abwesenheit: schnell einen Regenschirm zwischen mich und ein Messer zu klemmen und zu schreien ist das meiste, das ich mir im Ernstfall zutrauen würde, wenn ich nicht gerade wieder zu verschnarcht dazu bin. Jemand mit einem Wochenendkurs ist vielleicht selbstbewusster: nur, ob das was hilft?

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  8. Wolf Niese sagt:

    Waffen für mich lieber nicht. Ich glaub, ich hätte schon jemand über den Haufen geschossen im Straßenverkehr, hätte ich ’ne Knarre gehabt.

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  9. gnaddrig sagt:

    Guter Punkt. Emotional geprägte Überreaktionen werden gleich viel folgenschwerer, wenn Waffen im Spiel sind. Zumindest steigt das Risiko sprunghaft. Außerdem weiß man nie, wie weit man sich jeweils selbst wirklich im Griff hat…

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  10. aurorula a. sagt:

    Wer auch sonst nicht gewaltbereit ist, hat sich im Griff, da habe ich wenig Bedenken. Sonst würden ja auch alle Kampfsportler (die quasi auch mit leeren Händen immer bewaffnet sind) im Affekt ihre Nachbarn erschlagen oder im Adrenalinrausch des Wettkampfs ihre Sparringspartner erwürgen. Das passiert genauso selten wie woanders auch.

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  11. gnaddrig sagt:

    Hm, ich weiß nicht, aurorula. Kampfsportler im Wettkampf mögen erhebliche Adrenalinhighs erleben, aber für die ist das keine Ausnahmesituation sondern eine endlos geprobte Wettkampfsituation mit klarem Ziel. Wer sich im Wettkampf gehen lässt hat vermutlich schon verloren, weil er entweder von einem aufmerksamen Gegner plattgemacht oder vom Schiedsrichter wegen Regelverstoß disqualifiziert wird. Auch weiß ich nicht, ob man bei Kampfsportarten von Gewalt sprechen kann, das ist oft eher Akrobatik (außer beim Boxen, wo eine Verletzung des Gegners Ziel der Übung ist).

    Es gibt aber mehr als genug Leute, die im Affekt gelegentlich zuschlagen, oft unter Alkoholeinfluss. Und wer Kinder hat, dürfte sich selbst wenigstens gelegentlich am Rand der eigenen Geduld und Kraft wiedergefunden haben. Müdigkeit, angesammelter Frust, Hilflosigkeit, ggf. gezielte Provokation und andere Umstände können jemanden zum Ausrasten bringen, und das kann u.U. in Gewalt umschlagen, auch bei Leuten, die sich normalerweise nicht als gewaltbereit sehen.

    Wie häufig das vorkommt, weiß ich nicht, aber ich würde die Möglichkeit nicht so einfach beiseitewischen.

    Und dann gibt es natürlich noch ausreichend Leute, die tatsächlich standardmäßig auf Gewalt als Konfliktlösungsstrategie setzen. Alles in allem zu viele Gelegenheiten, wo mir deutlich weniger unwohl ist, wenn keine Waffen in Griffweite sind.

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  12. aurorula a. sagt:

    Hm. Mein Punkt war ja gerade, daß Kampfsportler in Ausnahmesituationen auch nicht öfter den Nachbarn erwürgen, weil die Begonien falsch stehen – auch wenn sie besser würgen können.
    Und auch wenn es gelegentlich vorkommt, daß Eltern eine Ohrfeige im Affekt austeilen: mit dem Tortenmesser gehen sie eher selten auf ihre Kinder los. Obwohl jede Küche in der für mehrere Personen gekocht wird mindestens ein scharfes oder langes Messer hat: daß Mammi sich mit dem 15jährigen Gör eine Messerstecherei liefert, gibt zwar guten Romanstoff, ist aber kein allgemeines Lebensrisiko in Familien.

    Das Messer ist das nächste: was macht eine Waffe denn aus? Ein Jurist würde sagen, sie setzt die menschliche Angriffs- oder Verteidigunsfähigkeit herab. Jenseits dieser etwas stuffygen Wortungeheuer: auch das Küchenmesser kann zur Waffe werden. Die Bratpfanne. Diverse Küchen- und Gartengeräte. Den Schirm im Beispiel oben nutze ich zwar zur Verteidigung, wenn ich das Messer damit abfange – aber damit als Waffe. Der gäbe natürlich auch einen passablen Knüppel ab, und mit genug Pech oder Skrupellosigkeit kann auch jemand mit einem Regenschirm in ein paar Sekunden ins Jenseits befördert werden. Alles, was es dazu braucht, ist ein Stich – mit der richtigen Technik oder dem falschen Ausrutschen an der passenden Stelle nicht einmal mit viel Kraft dahinter.

    Trotz dieser theoretischen Schirm-Möglichkeit muß ich ohne Waffenschein nicht im Regen stehen, wofür ich sehr dankbar bin.🙂

    Analog: wer eine Waffe führen darf, der kann auch mit ihr umgehen (das ist wie beim Autofahren: wers nicht kann, bekommt auch keinen Führerschein). Und wer ohne Führerschein fahren will, findet immer eine Möglichkeit… Oops, sidetracked by the analogy. Jedenfalls werden Kriminelle nicht auf Schusswaffen verzichten, nur weil sie illegal sind.

    Ein besserer Grund, als schuldiger Passant kein Pfefferspray etc. mit sich zu führen, ist folgender: alles, was ich dabeihabe, kann mir jemand abnehmen. Jemandem, der mir sowieso schaden will, besser damit umgehen kann, und im Wortsinn schneller etwas an sich nehmen als ich gucken kann – will ich dem die Möglichkeit geben, das noch effektiver zu tun?
    Eben.

    Wer dagegen gut mit einer Waffe umgehen kann, kann sich nicht nur selbst verteidigen, sondern auch andere.
    Die Polizei ist ein Beispiel, und die würde ich auch rufen.

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  13. gnaddrig sagt:

    Der Vergleich zum Füherschein hinkt. Den Führerschein kriegt man erst nach ausführlicher Ausbildung und Prüfung, also nach dem Nachweis theoretischer Kenntnisse und praktischer Fertigkeiten.

    Beim kleinen Waffenschein gibt es keine Prüfung von Fertigkeiten, da werden nur (meiner Meinung nach zum Teil sehr vage formulierte) Voraussetzungen abgefragt. D.h. dass jemand einen kleinen Waffenschein erhält bedeutet nicht, dass er mit der Waffe auch umgehen kann. Daraus folgt für mich eine hohe Wahrscheinlichkeit von Bedienfehlern und Unfällen, gerade in den (extremen) Stresssituationen, die ein tätlicher Angriff darstellt. (Und um ehrlich zu sein, auch die dreimonatige Grundausbildung bei der Bundeswehr hat zu meiner Zeit die Leute nur sehr bedingt in die Lage versetzt, souverän mit der Waffe umzugehen!)

    Und dann haben wir noch die Leute, die den kleinen Waffenschein aus Gründen nicht bekommen, die aber meistens trotzdem alle möglichen Waffen erlaubnisfrei erwerben dürfen und diese dann möglicherweise trotzdem rechtswidrig mit sich führen.

    Ob Kampfsportler in Ausnahmesituationen besonnener reagieren als Nichtkampfsportler weißt Du nicht. Vielleicht sind sie wegen ihrer Übung eher in der Lage, in Notwehrsituationen einen kühlen Kopf zu bewahren und ihre Fertigkeiten gezielt und maßvoll einzusetzen? Keine Ahnung.

    Und natürlich kann so ziemlich alles zur Waffe werden. Aber kaum jemand wird sich den Regenschirm oder irgendwelche Alltagsutensilien als Waffe anschaffen und bereithalten. Wenn man sich aber extra eine Waffe zum Zweck der Verteidigung besorgt, egal ob Pfefferspray, Elektroschocker oder Pistole, rechnet man doch auch eher damit, das im Ernstfall zu benutzen. Da würde ich die Bereitschaft zum Benutzen höher und die Schwelle dagegen niedriger ansetzen als bei den Zufallswaffen, die man vielleicht improvisiert, wenn man angegriffen wird.

    Dann: Wer bewaffnet ist und mit der Waffe umgehen kann, mag sich und andere verteidigen können, aber wie soll das in der Praxis aussehen? Anlässlich von Amokläufen und Terroranschlägen wurde das mehrfach diskutiert, und ein nicht unwahrscheinliches Szenario wäre eine größere Schießerei mit mehr Toten und Verletzen, wenn viele bewaffnet sind, ihre Flinten ziehen und draufhalten.

    Kurz gesagt: Mehr Waffen ohne gründliches Training bringen nicht mehr Sicherheit, im Gegenteil. Da teile ich Dein Fazit, sich wann immer möglich an die Polizei zu halten.

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  14. Heike Hautz sagt:

    Ich hatte ein Pfefferspray geschenkt bekommen und nachdem ich das Ding in der Tasche hatte überall „potentielle Übeltäter“ gesehen, während ich jetzt, wieder ohne das Gepfefferte, ruhig durch die Straßen wandle. Ich bin ganz sicher nicht gewalttätig, aber mich hat das „bewaffnet sein“ dermaßen verunsichert dass ich mir irgendwann nicht mehr so sicher war ob ich nicht mal jemandem ins Gesicht sprühe der mich nach der Uhrzeit oder dem Bus fragen wollte.

    Ich habe mich für das altmodische „halte dich an belebten Orten auf, gehe selbstbewußt durch die Welt, benutze gesunden Menschenverstand und akzeptiere dass es so etwas wie ein allgemeines Lebensrisiko gibt“ entschieden und fühle mich sicher.

    ’’Wird’s besser? Wird’s schlimmer? fragt man alljährlich. Seien wir ehrlich: Leben ist immer lebensgefährlich!‘‘
    Erich Kästner

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  15. Achim sagt:

    Mir hat mal ein Kampfsporttrainer glaubhaft versichert, dass das Bewusstsein für den Waffencharakter der eigenen Hände im Training thematisiert wird. Und durch den – salopp gesagt – geistigen Teil des Trainings kompensiert, also die Fähigkeit zur Deeskalation und zum Innehalten.

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  16. aurorula a. sagt:

    Wird’s schlimmer? fragt man alljährlich.
    „Alljährlich“ sollte nicht an Silvester sein – vor allem nicht in Köln oder Hamburg.

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  17. Wolf Niese sagt:

    >> Wird’s schlimmer? fragt man alljährlich.
    „Alljährlich“ sollte nicht an Silvester sein – vor allem nicht in Köln oder Hamburg. <<

    Och, wieso denn nicht? Wie wär's mit Risikoabwägung? Da gibt es mehrfach dutzendfach höhere Risiken, als am Silvester begrapscht oder beklaut zu werden. Zum Beispiel das Risiko bei der Hausarbeit, zu verunfallen. Oder aber hier genannte Risiken, sich zu bewaffnen, um zu verhindern, begrapscht oder beklaut zu werden, im Vergleich

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