Kerzenreste

Schonmal versucht, einen Kerzenrest aus einem becherförmigen Kerzenhalter zu entfernen? Nicht gut. Wir nehmen oft kleine Gläser als Kerzenhalter, ungefähr 5cm Durchmesser, 80 oder 90 Milliliter Volumen. Oder diese kegelstumpfförmigen Teelichtgläser von Ikea. Da stellen wir dicke Kerzen rein, unten mit ein paar Tropfen Wachs festgemacht, und lassen sie brennen, bis sie alle sind.

Nur sind sie dann leider nicht alle, sondern der Docht kippt ins geschmolzene Wachs. Dann hat man noch knapp einen Fingerbreit Wachs unten drin. Und das da rauszukriegen ist so eine Sache.

Ich habe ja alles mögliche versucht:

Das ganze mit heißem Wasser anwärmen – da kann man nur kleine Wachsfetzen abkratzen, der Rest bleibt hartnäckig im Glas.

Im Backofen anwärmen – dann kann man das flüssige Wachs ausgießen, es bleibt aber eine Schicht zurück, die man nur schwer wirklich wegkriegt, entweder hat man dann den Spülschwamm mit Wachs voll oder man kratzt ewig mit einem Messer im Glas herum (das ergibt immerhin interessante Muster, die ich aber auch nicht will).

Mit Messer, Gabel, Schraubenzieher versuchen, das Zeug da rauszupulen – nicht ratsam wegen Unfallgefahr. Messer können abbrechen, Schraubenzieher können Gläser sprengen, alles schon vorgekommen.

Es ist zum Verzweifeln, ich wollte fast schon auf elektrische Kerzenattrappen umstellen. Dann kam die Erleuchtung:

 

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10 Gedanken zu “Kerzenreste

  1. Wo wir gerade schon dabei sind:
    Weiß jemand wie dieses kleine, zylinderförmige, am unteren Ende teilweise offene Metallstück zwischen Kerzenleuchter und Kerze heißt, in dem das letzte Stück der Kerze steckt und sich deshalb die Wachsreste sammeln (sollen), damit man sie leicht und schnell aus dem Leuchter bekommt?
    Auf Französisch ist soetwas eine „Bobèche“ ( https://fr.wiktionary.org/wiki/bob%C3%A8che ) – und auf deutsch?

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  2. Na prima! Dann brauche ich ja meinen Korkenzieher nicht wegzuwerfen, obwohl viele Weinflaschen (und durchaus nicht nur die billigen) heute gar keinen Korken mehr haben. Kann eigentlich Wein ohne Korken auch korken? Okay, die Frage gehört natürlich nicht hierher.

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  3. @ aurorula a.: Dochthalter [Nachtrag: Ähm, Unsinn, das sind die kleinen Metalldinger, wo die Dochte von Teelichtern drinstecken, hatte die Frage nicht richtig gelesen.]

    @ christahartwig: Gute Frage. Man könnte ja den Schraubverschluss mit einer dünnen Schicht Kork abdichten statt mit Plastik. Dann bräuchte es nur noch ein Entlüftungsloch, dann könnte der Wein wie schon immer liegend im Keller gelagert werden.

    @ Pfeffermatz: Das ist vermutlich eine Frage der Temperatur – wenn es zu kalt ist wird das Wachs brüchiger. Dies hier war Bienenwachs, aber ich habe es bei Zimmertemperatur auch schon mit „normalem“ Kerzenwachs genauso hingekriegt.

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  4. Ne, Wein mit Schraubverschluss oder Glasstopfen kann nicht korken… Einer der Gründe, warum Kellertechniker schon lange keine Korken mehr verwenden würden, wenn wir Kunden nicht so veränderungsabhold wären… Mir sagte ein Weinhändler mal, dass Glasstopfen mit Gummidichtung sein Favorit wären.

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  5. Aber war da nicht was mit dem Atmen des Weins oder so, weswegen gute Weine, die man für länger einkellert, eben mit Kork besser verschlossen sind, während das Zeug, das jung weggetrunken wird, das nicht braucht und mit Kunststoff gut verschlossen ist? Bin da aber wirklich kein Fachmann.

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In den Wald hineinrufen

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