Geschüttelt, nicht gerührt

Homöopathiejünger behaupten gern, dass die Homöopathie – natürlich – wirkt, dass sie – anders als Medikamente – keine Nebenwirkungen hat und am Ende den Patienten Schmerzen, Zeit und Geld spart. Als Beleg führen manche dann die im Mai 2017 in der Schweiz beschlossene Aufnahme homöopathischer Behandlungen in die Grundversicherung an.

Rechtliche Voraussetzung für diese Aufnahme ist anscheinend der Nachweis, dass die fragliche Methode wirksam, zweckmäßig und wirtschaftlich ist. Sie muss also für spezifische Indikationen eine gewisse Wirksamkeit nachweisen, sie sollte das angestrebte Ziel mit möglichst wenig Nebenwirkungen erreichen und sie muss, platt gesagt, ein einigermaßen vertretbares Kosten-Nutzen-Verhältnis bieten.

Wenn in der Schweiz jetzt Homöopathie von den Kassen bezahlt wird, müssen diese Voraussetzungen ja gegeben sein, so die Argumentation. Das Argument ist aber unsinnig, weil die Entscheidung in der Schweiz nicht so sehr auf Fakten beruht, sondern v.a. dem Wunsch der Bevölkerung Rechnung trägt und dem aktuellen Wissensstand in Sachen Homöopathie zuwiderläuft. Auch in der Schweiz gelten die Naturgesetze. Auch in der Schweiz wirken Zuckerkügelchen nicht besser als Placebo. Wirksamkeit und Zweckmäßigkeit sind damit auch in der Schweiz nicht gegeben.

Die Schweiz bewegt sich mit dieser Entscheidung ein bisschen gegen den Strom. In Großbritannien und Australien ist man offiziellerseits nach Sichtung der vorliegenden Studien zu dem Schluss gekommen, dass die Homöopathie keine spezifische Wirksamkeit hat, die über den Plazeboeffekt hinausgeht und dass sie überhaupt keine Medizin ist sondern letztlich Scharlatanerie und daher keinen Platz in einer modernen Gesundheitsversorgung haben darf. Deshalb wurde dort die Homöopathie aus dem Leistungskatalog des öffentlichen Gesundheitswesens entfernt. In Russland hat die Akademie der Wissenschaften dasselbe empfohlen. Eine vernünftige Entscheidung auf der Grundlage der vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse.

Und es ist nicht nur das. Nicht nur wirkt die Homöopathie nicht besser als Placebo und kann damit nicht zweckmäßig sein. Sie verursacht im Durchschnitt auch noch höhere Kosten als eine angemessene medizinische Behandlung. Eine Untersuchung der Daten von über 44.000 Kassenpatienten in Deutschland hat ergeben, dass „die jeweiligen Kosten in der Homöopathiegruppe höher als in der Kontrollgruppe“ waren, und zwar „bei allen spezifischen Diagnosen.“ Zwar „waren diese Unterschiede nicht immer statistisch signifikant“, und „die Kostenunterschiede zwischen den Gruppen verringerten sich im Laufe der Zeit“ (Quelle), aber unterm Strich bleiben trotzdem Mehrkosten für homöopathische Behandlungen stehen.

Es spricht also nicht einmal das Kostenargument für die Verabreichung geschüttelten Wassers oder wirkstofffreier Zuckerkügelchen zum Preis von irgendwo zwischen 690,- und 1395,- Euro pro Liter bzw. Kilogramm bei einem bekannten österreichischen Anbieter.

Zum Vergleich: Rohglobuli oder unarzneiliche Globuli kriegt man ab ungefähr 30,- Euro pro Kilogramm, Sterilwasser für den medizinischen Bedarf fängt bei 4,32 Euro pro Liter an (hier etwa) und unsteriles mikrofiltriertes destilliertes Wasser für den medizinischen und pharmazeutischen Bereichs gibt es schon für 1,70 Euro pro Liter (hier zum Beispiel).

Dass das Schütteln, Verdünnen und Etikettieren von Wasser nicht umsonst ist, dass das Behandeln von Zuckerkügelchen mit diesem geschüttelten Wasser was kostet und irgendwo auch noch ein Glas Urtinktur bezahlt werden muss, ist mir schon klar. Auch die absurden homöopathischen Arzneimittelprüfungen werden nicht umsonst zu haben sein. Aber das ist nichts im Vergleich zu dem ansonsten in der Pharmaindustrie anfallenden Aufwand für Forschung, Studien und Genehmigungsverfahren. Der homöopathische Zweig der Pharmaindustrie hat letztlich eine Lizenz zum Gelddrucken.

*****

Und nochwas: Natürlich gefällt es mir nicht, dass in der Schweiz pseudomedizinischer Unfug standardmäßig von den Krankenkassen bezahlt wird. Nicht nur, weil da gutes (und immer knappes) Geld für wirkungslosen Firlefanz verschwendet wird, sondern auch, weil damit Pseudowissenschaft, Esoterik, Unvernunft und der Glaube an alternative Fakten verbreitet und gefördert werden. Das ist ein Volksverdummungsprogramm, das uns im heraufziehenden „Postfaktischen Zeitalter“ noch böse auf die Füße fallen kann.

Was sie von ihren Krankenkassenbeiträgen finanziert haben wollen, ist natürlich Sache der Schweizer, und die haben sich eben so entschieden. Aber diese Entscheidung des Stimmvolks taugt ganz sicher nicht als Nachweis für eine Wirksamkeit der betreffenden Verfahren. Nur weil die interessierten Schweizer mehrheitlich dafür sind, anthroposophische, homöopathische oder traditionell-chinesische Behandlungen von den Kassen finanzieren zu lassen, ändert sich die einschlägige wissenschaftliche Erkenntnis zu diesen Verfahren nicht. Da ist nichts, was die Ausgabe rechtfertigt.

Da ist auch nichts, was weitere Forschung in diesen Richtungen rechtfertigt. Und ein ganz kleines bisschen hoffe ich, dass die Vernunft sich am Ende doch nicht unterkriegen lassen wird. In der Schweiz, in Deutschland, in Österreich. Dass es geht, haben der britische NHS, das australische Gesundheitsministerium und die russische Akademie der Wissenschaften vorgemacht. Das sollte hierzulande doch auch möglich sein…

_______

Fundierte Information zur Homöopathie gibt es übrigens beim Informationsnetzwerk Homöopathie. Und auf Beweisaufnahme in Sachen Homöopathie.

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19 Kommentare on “Geschüttelt, nicht gerührt”

  1. christahartwig sagt:

    Mein Vertrauen in die Schulmedizin (oder sollte ich besser sagen, in unser Gesundheitswesen?) hat Grenzen, aber das hat mich noch nie zur Flucht in die Homöodings getrieben.

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  2. gnaddrig sagt:

    Klingt vernünftig. Die Medizin hat ihre Grenzen. Das Gesundheitswesen ist reichlich verkorkst. Aber mit Homöopathie u.ä. fährt man allemal schlechter. Bestenfalls schadet es nichts…

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  3. christahartwig sagt:

    Für mich gehören bestimmte Formen der … ich sage mal Behandlung von Krankheiten zu dem großen Komplex „Ersatzreligionen“ bei denen der moderne Mensch Halt sucht. Man muss nur den geradezu fanatischen Eifer beobachten, mit dem da angepriesen und verzichtet, gelaufen und das Selbst optimiert wird, um zu begreifen, welchen Stellenwert das heute für viele hat.

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  4. gnaddrig sagt:

    Oh ja, da ist was dran. Ersatzreligion trifft es, anders ist diese irre Faktenblindheit kaum zu erklären.

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  5. Yadgar sagt:

    Berlin, 23. Hornung 2024 (pi)
    Per Dekret durch Führer und Reichskanzler Björn Höcke tritt das Reichssprühgiftgesetz in Kraft. Zur Abwehr jüdisch-illuminatischer Sprühgifte aus Flugzeugen wird für jeden Haushalt die Anschaffung eines behördlich zertifizierten Wolkensprengers [undoitsch: Cloudbuster] Pflicht. Ferner ist in jedem Stadt- bzw. Gemeindeteil eine Batterie Flugabwehrgeschütze zum Abschuss der jüdisch-illuminatischen Sprühflugzeuge zu stationieren. Leugnung der Existenz jüdisch-illuminatischer Giftsprüh-Aktionen über Doitschland werden fortan mit Zuchthausstrafe nicht unter einem Jahr, im Wiederholungsfall mit zeitlich unbefristeter Einweisung in ein Konzentrationslager geahndet.

    Heil Höcke!

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  6. Stefan R. sagt:

    Alternativfürdeutschland dazu kann jeder Volxgenosse sich eine Akasha-Säule in den Vorgarten tüdeln. Wem das zu teuer ist, dem bietet – Sozialpolitik! – die Organisation Kern des Frohsinns (KdF) entsprechende Finanzierungsmodelle an…

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  7. Wolf Niese sagt:

    Ich als Genträger der Adrenoleukodystrophie kann auch nur den Kopf über Homöopathie schütteln.

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  8. pantoufle sagt:

    Über Unfug mit den Zuckerkügelchen brauchen wir nicht zu reden. Auf der anderen Seite: Ich war ein paar Jahre in der Schweiz krankenversichert. Erstens war es nicht besonders teuer, zum anderen sehr unkompliziert. Kein Rückfragen, warum nun genau dieser Arzt, kein »das müssen Sie aber selber bezahlen« oder »dem Physiotherapeuten zahlen wir nur zwei Stunden«. Man konnte dort sogar anrufen und bekam eine freundliche und kompetente Antwort, an die sich die Versicherung sogar nach Wochen noch erinnern konnte. Im Vergleich mit der Techniker, wo der Rest der Familie versichert war, geradezu traumhaft.

    »…diese Entscheidung des Stimmvolks taugt ganz sicher nicht als Nachweis für eine Wirksamkeit der betreffenden Verfahren…«, aber die Struktur der Dienstleistung ist wohl mehr auf Kundenwünsche und Service ausgerichtet. Also zwei vollkommen unterschiedliche Dinge.

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  9. aurorula a. sagt:

    Alternativmediziner nutzen die Unwissenheit der Leute in medizinischen Dingen aus, um ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Das ist Betrug. Daß die Schweizer mehrheitlich diesem Betrug auf den Leim gehen, kann man sicher nicht ihnen anlasten – viel eher den Betrügern, die sich jetzt sogar auf Staatskosten bereichern können.
    Und eine schlechte medizinische Versorgung kostet immer Geld, nämlich die Folgekosten des Vorenthaltens einer besseren Versorgung (in diesem Sinne vergleiche auch die Kosten einer wirksamen Impfung mit den Kosten der verhinderten Krankheit). Selbst wenn die Pseudoplacebos also verschenkt würden, würde ich in der Gruppe der Leute die sie nehmen immer noch insgesamt höhere Krankheitskosten erwarten – um die Folgen der ursprünglichen Nichtbehandlung wieder zu beheben.
    Um das Folgekosten-Beispiel mit der Impfung weiter auszuführen: ich arbeite in einem Beruf, in dem ich viel mit Leuten zu tun habe, und die meisten davon sind krank. Wenn die Grippewelle so richtig rollt, bekäme ich die Grippe also so gut wie sicher vor die Nase und könnte mich anstecken – ergo ist es sinnvoll wenn ich zu meiner Krankenkasse gehe und sage: ich hätte gerne die Kosten für eine Grippeimpfung. Die kostet die Kasse etwa 20€. Dann rechnet jemand in der Krankenkasse: zwanzig Euro jetzt sparen direkt meine Lohnkosten an meinen Arbeitgeber, wenn ich eine Woche wegen Grippe ausfalle, selbst wenn ich das was ich in der Zeit schlucke selbst bezahle und keine weiteren Arzneimittel von der Kasse bezahlt brauche. Außerdem ist indirekt mit dem Risiko weiterer Kosten zu rechnen. Ein Grippekranker würde über den Daumen gepeilt etwa fünf Leute anstecken; und weil meine Kunden größtenteils schon andere Krankheiten haben und damit immungeschwächt sind, wären das wenn ich die Grippe bekäme wahrscheinlich eher mehr von mir angesteckte Grippekranke, und sie würden wahrscheinlich schwerer grippekrank, weil sie ja an dem anderen schon laborieren. Und ihre Krankheitskosten dadurch höher als bei der durchschnittlichen Grippe. Vielleicht – zwanzigtausend Leute sterben allein in Deutschland jedes Jahr an der Grippe! – muß jemand sogar ins Krankenhaus. Und das alles schaut sich der Betriebswirt der Krankenkasse an und sagt: „Aber gerne, Frau Aurorula, zahlen wir ihre Grippeimpfung! Falls Sie mal in den Urlaub in exotische Länder fahren möchten, erstatten wir übrigens auch Reiseimpfungen. Sprechen Sie uns einfach an.“ (Für jede exotische Krankheit, die ich mir eventuell auflesen könnte, sehen die Kostenrechnungen nämlich ähnlich aus…) So funktioniert Pharmakoökonomie.
    Und sie funktioniert bei anderen Krankheiten natürlich ganz genauso, auch wenn das Verhältnis zwischen Kosten und Nutzen nicht immer so eklatant ausfällt wie im Influenzabeispiel.

    Und wenn der Staat die Krankenkassen so richtig entlasten will, auch das haben andere europäische Länder schon vorgemacht, dann streicht er die Mehrwertsteuer auf Medikamente. Womit die Arzneikosten, der größte Anteil der Krankenkassenausgaben, gleich um ein Fünftel sinken. Schnell und unbürokratisch umzusetzen zudem, weil eindeutig ist was Arzneimittel und was die Mehrwertsteuer sind, und keine komplizierten Rückzahlungen oder Rumrechnereien nötig werden. Dann könnten die Krankenkassenbeiträge sinken – und alle hätten mehr Geld, das sie wieder für Globuli ausgeben können (und bei denen kriegt der Staat seine Mehrwertsteuer wieder 😈 ).

    P.S: sollten das bei Yadgars Parodie nicht das Väterchen und ein Gulag sein…? (Der Rest kann bleiben, Väterchen Stalin auf den ich hier anspiele hätte er sicher auch gefallen, aber nicht als Parodie. Im Sinne der Gleichberechtigung in der Parodie auch gerne diesmal ein Mütterchen.)

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  10. gnaddrig sagt:

    @ Pantoufle: Kundenorientierung und Servicementalität sind in der Schweiz wohl tatsächlich ausgeprägter, und das finde ich grundsätzlich gut. Dass man dort schnell und kompetent Auskunft kriegen kann, habe ich kürzlich auch erfahren, wenn auch auf ganz anderem Gebiet.

    Was mich stört ist weniger die Entscheidung der Schweizer, Homöopathie et al. von den Kassen bezahlt kriegen zu wollen, sondern die Art, wie diese Entscheidung als Beleg für die Wirksamkeit dieser Behandlungsmethoden herangezogen wird, wofür sie überhaupt nicht taugt.

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  11. gnaddrig sagt:

    @ aurorula a.: Betrug, Leichtgläubigkeit, höhere Gesamtkosten durch unnötiges Weitertragen der Krankheit und Verschleppung sinnvoller Behandlung – genau so ist das.

    P.S.: Warum jetzt Stalin und ein Gulag? Mir ist nicht bekannt, dass hier irgendwelche Neostalinisten mit Allmachtsfantasien und Drohungen hausieren. Die Leute mag es geben, aber sie schaffen es bisher eher nicht so über die Wahrnehmungsschwelle.

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  12. gnaddrig sagt:

    @ Wolf Niese: Da kannst Du es Dir – anders als Leute mit Erkältung oder so – vermutlich kaum erlauben, mit irgendwelchem Unsinn Zeit zu verlieren, oder?

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  13. gnaddrig sagt:

    @ Stefan R.: Dein Kommentar war im Spam gelandet (wohl wegen dem Link – ähm, Verzeihung, Sprachbewahrer aufgepasst: wegen dös Linkös – durchaus vernünftig…), habe ihn eben erst gefunden.

    Zur Produktklasse Akasha-Säule habe ich auch noch eine Geschichte. Ich hatte vor einer Weile bei Amazon mal einen gnätzigen Kommentar zu so einem Ding geschrieben. Kurz danach kam eine E-Mail: Guten Tag gnaddrig, Sie suchen Produkte aus der Kategorie Wohnaccessoires & Deko? Dann haben wir die folgende Auswahl für Sie. [Folgt eine Auflistung: Orpanit(R) Orgonit Cloudbuster „Wolkenbrecher XXXL“ Königsklasse – EUR 3.888,00, Orpanit(R) Orgonit Cloudbuster „Sky Beamer“ – EUR 2.666,00, Orpanit(R) Orgonit Indoor Cloudbuster „Klarheit“ – EUR 49,90 (Was für’n Schnäppchen!), Orgon-Generator Pyramide, Orgonit aus 7 chakra Edelsteinen – EUR 6,00 (Jetzt geht das Niveau aber ernsthaft in den Keller!), Orgonit 7 Chakra Cloudbuster Indoor – EUR 89,00 (na immerhin) usw.]

    Ich hab am Boden gelegen…

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  14. Wolf Niese sagt:

    Hallo gnaddrig,

    ich bin froh, wenn ich es schaffe, genug zu essen, zur richtigen Zeit zu essen, obwohl ich kein Appetit habe und das Richtige zu essen, auch wenn mir der Sinn nach anderem steht – immer noch seit 15 Jahren fettstoffwechsel-modifizierter Diät. Nach Essen, das mich dem Rollstuhl oder der Gehirnmauke näher bringt. Einer Arzneisubstanz – welcher eigentlich – auf der äußeren Hülle einer Pille ohne Inhaltsstoffe würden wahrscheinlich nicht schaden. Außer dass ich meine Zeit verschwende, wovon ich vielleicht gar nicht mehr so viel davon habe. Zeit, getrogene Hoffnung, Geld, mentale und leiblich-leidliche Ressourcen.

    Danke und Gruß

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  15. Auch in Deutschland zahlen meines Wissens einige Kassen die Kügelchen (Um welche Zuckerart handelt es sich eigentlich – da gibt es schließlich auch verteufelte und gute?) Und würde man das Placebo ohne Rechnung verteilen, würde es vermutlich auch nichts mehr bewirken, da etwas, das verschenkt wird, ja nichts taugen kann. Es erhält seine Placebo-Wirkung also gerade durch den hohen Preis. Etwas, das wirklich hilft, wird nicht für 1,99 im Drogeriemarkt verscherbelt. Wenn es wirken soll, muss es kosten.
    PS: Und immer schön an den Aluhut denken, dann wirkt es noch besser.

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  16. gnaddrig sagt:

    Also, die Kügelchen zahlen sie wohl nicht. Aber den ärztlichen Teil der homöopathischen Behandlung schon, die allermeisten jedenfalls. Es gibt meines Wissens nur zwei oder drei, die gar keine Homöopathie bezahlen. Daher die Forderung nach #KrankenkasseohneHomöopathie.

    Der Placeboeffekt ist nicht von Preis oder Darreichungsform abhängig und kann auch sogar zum Tragen kommen, wenn der Patient weiß, dass er Placebo kriegt. Das geht sogar ganz ohne Pseudomedikamente, wenn man etwa ein Kind tröstet, ihm auf das aufgeschlagene Knie pustet o.ä.

    Interessantes zum Placeboeffekt gibt es hier (Nachtrag vom 10.02.2018:) und hier.

    ABer der Aluhut ist wirklich wichtig, ohne den geht’s gar nicht!

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  17. Danke für die Differenzierung, ich dachte, es würden auch die Kügelchen gezahlt

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  18. gnaddrig sagt:

    Hatte ich auch gedacht, habe kürzlich aber wo gelesen, dass nicht. Kann sein auf Twitter bei @drluebbers oder wem anders unter #KrankenkasseohneHomöopathie.

    Ah, hab’s, im offenen Brief des INH an die Siemens BKK: Offener Brief an die Siemens BKK zu deren Veröffentlichung „Hintergrundinformation Homöopathie“, unter Punkt 1 („In welchem Umfang übernimmt die Siemens-Betriebskrankenkasse (SBK) eine Behandlung durch Homöopathen?“).

    Nachtrag (07.02.2018): Eine Auflistung der Krankenkassen, sortiert nach ihrer Haltung bezüglich Erstattung homöopathischer Behandlungen gibt es bei der Homöopedia.

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  19. gnaddrig sagt:

    Noch ein paar interessante Gedanken zu homöopathischen Zubereitungen liefert excanwahn auf BULLSHIT!

    Da werden die vielen interessanten Zutaten homöopathischer Mittel auf Deutsch genannt, die die Homöopathiegemeinde durchweg verschämt hinter lateinischen Benennungen verschleiert. Einleuchtend – wer würde schon ein Mittel kaufen, das mit „Eiter aus dem Urogenitaltrakt von Tripperkranken“ hergestellt wurde? Da klingt „Medorrhinum“ doch viel, ähm, medizinischer…

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