Absolut

Neulich war ja die längste absolute Mondfinsternis des Jahrhunderts, noch dazu in Mitteleuropa bestens zu beobachten. Die habe ich mir natürlich angeschaut und fotografiert.

(Dass von dem berühmten Blutmond noch knapp eine Stunde nach Mondaufgang nichts zu sehen war, lag wohl daran, dass sich just in Richtung des Mondaufgangs gegen Abend ein Dunstschleier über den Horizont gelegt hatte, über den der verfinsterte Mond sich erst erheben musste. Dann war er aber gut zu sehen. Der Volksfeststimmung auf dem Hügel mit der guten Sicht hat es keinen Abbruch getan.)

Nun ist meine Kamera eher nicht für astronomische Fotografie gemacht, aber irgendwie habe ich doch ein paar hübsche Sachen rausgeholt, hier am Ende der absoluten Phase, als der Mond den Kernschatten der Erde langsam verließ:

Etwa eine halbe Stunde später sah es dann so aus:

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6 Kommentare on “Absolut”

  1. Lo sagt:

    Das war doch einmal kollektives „Fern-Sehen“ im Wortsinn.
    Alle das selbe Programm. 😉

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  2. gnaddrig sagt:

    Stimmt, und niemand hatte die Fernbedienung.

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  3. Yadgar sagt:

    Kameras für Astrofotografie… mit 10fachem optischen Zoom und 6 Megapixel (Kodak Z650) bekommt man am Mond schon Krater entlang des Terminators (der Schattengrenze) rein (mit ruhiger Hand sogar freihändig, wie es meinem Micha mal gelungen ist), meine Rollei Compactline (5facher Zoom, 14 Megapixel) sollte das auch schaffen…

    (Frage hier: wie vergleiche ich eigentlich die effektiven Auflösungen, FOV mal außen vor gelassen? Bis jetzt habe ich einfach multipliziert, was für die Z650 einen „Auflösungsfaktor“ von 60, für die Compactline 415 70 ergäbe… aber da sich der Zoomfaktor auf Längen, nicht auf Flächen bezieht, müsste man den Zoomfaktor in der Rechnung wohl erst quadrieren! Zehnfacher Zoom ergibt schließlich nicht die zehn-, sondern die hundertfache Pixelzahl pro Quadratgrad des Blickfeldes… dann käme Michas Kodak auf 600 (10²*6), meine Rollei aber nur auf 350 (5²*14)!)

    Beim Kamerakauf sollte ich also immer den Taschenrechner dabeihaben… jedenfalls, wenn man ohne Teleskop fotografieren will! Da gibt es ja mittlerweile für um die 200 Euro wahre Boliden mit 35fachem Zoom und 20 Megapixeln (ergibt einen Auflösungsfaktor von 24500! Boah…)… aber das Wahre ist das wegen der JPG-Komprimierung trotz allem nicht – es sei denn, diese Kameras können wie meine Canon PowerShot S40 auch RAW-Bilder (möglichst in 48 bit Farbtiefe) speichern! Die Digiklemme für mein Rohr (katadioptrischer Newton auf EQ-2, 114/1000) ist jedenfalls anvisiert…

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  4. gnaddrig sagt:

    Man muss eben das beste aus der verfügbaren Hardware herauskitzeln, und das kann manchmal scheints einiges sein. Und klar, man muss schauen, was man überhaupt will. Für gute Sternbilder braucht man sicher andere Optiken als für Herbstlaub, Architektur oder Kindergeburtstage.

    Aber Krater auf dem Mond? Die kriegt man doch fast mit selbstgebauter Lochkamera auf die Platte! Ich hätte eher an die Reifenspuren von Mark Watney auf dem Mars gedacht – das wäre doch mal ein Sensationsfoto…

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  5. boomerang2nd sagt:

    Für mich war’s der schönste Moment, als der Mond (wie oben) wieder rausblinzelte.

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  6. […] etwas Ausbeute von der Mondfinsternis vorletzte Woche, etwa zwei Minuten vor der späteren Aufnahme von neulich entstanden. (Dafür, dass die Wolken in der friedlichen Blutmondnacht so still am Nachthimmel […]

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