Phänomen (2)

Gleicher Effekt wie neulich, allerdings teilt sich der Regenbogen hier (leider nur lückenhaft, wo sind gelb und grün zwischen rot und blau wie beim richtigen Regenbogen?) auf die Ränder der schrägstehenden Glaslamellen der Fassade. Mehr Leuchtkraft ging in diesem Setting leider auf Kosten der Farbvielfalt:

Die komplexere architektonische Einbindung erlaubt auch eine viel desorientierendere Darstellung der Szene:

Das Gebäude ist übrigens dieses hier.

 


2 Kommentare on “Phänomen (2)”

  1. aurorula a. sagt:

    Hmmm… ich würde vermuten es handelt sich um eine Doppelbrechung. Das obere Lichtband ist der Bogen erster Ordnung (man kann die zugehörigen anderen Farben oberhalb des hellen, roten Lichts erkennen). Das untere Lichtband, bei dem das blaue Licht am besten zu sehen ist, ist der Bogen zweiter Ordnung (auch hier unterhalb und schwächer wieder der Rest des Spektrums). In dem Fall ist es dazwischen nicht gelb, sondern dunkel, weil das der Bereich ist von dem das Licht weggebeugt wird. Rechts daneben ist jeweils ein bissele mehr von den Lichtbändern zu erkennen.
    Aber:
    Aber, nachdem beim oberen Bogen blau oben und rot unten und beim unteren rot unten und blau oben sind, wird das ganze wahrscheinlich irgendwo unterwegs gespiegelt, sind die eigentliche Lichtquelle irgendwo vor der Kamera und die Bänder erster und zweiter Ordnung hinter dem Fotografen – und was hier zu sehen ist sind die Lichtbänder der dritten und vierten Ordnung. Zumindest a BIssele was davon.
    Falls das schon einigermaßen verwirrend ist, hier als Comic:
    https://what-if.xkcd.com/150/

    Gefällt mir

  2. gnaddrig sagt:

    @ aurorula a. (Phänomen(2)): Keine Ahnung. Ich hätte vermutet, dass einfach die verschiedenen Glaskanten verschiednee Abschnitte des Regenbogenspektrums zeigen, weil die Kamera sie ja aus leicht unterschiedlichen Winkeln aufnimmt. Wenn ich mit der Kamera hoch oder runtergehe, wechselt die gespiegelte Farbe ja genau in der Reihenfolge der reflektierten Farben einschließlich der fehlenden Zwischentöne.

    Es dürfte sich um eine einfache, direkte Reflexion handeln – die Aufnahmen sind im Juni ungefähr um 5 Uhr nachmittags entstanden, die Sonne steht noch ziemlich hoch und die Kamera blickt ungefähr nach Westen, wohl ein wenig nach Süden gedreht, sowas wie Westsüdwest. Die Glaslamellen sind im Prinzip wie Dachziegel angeordnet, also so geneigt, dass der obere Rand nach innen, der untere nach außen zeigt, sodass Regenwasser außen ablaufen würde. (sieht man etwas besser hier). Die Neigung der Unterkanten der Glaslamellen dürfte darum am besten zu einer direkten Reflexion passen.

    Wie hier die Reihenfolge der Farben zustandekommt, weiß ich nicht.

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