Sahnehäubchen

Wenn sich jemand irgendwo kritisch über die Homöopathie oder eine ihrer Spielarten äußert, kommt ganz oft, eigentlich fast immer, jemand und behauptet, die Kritik sei unfair und nicht gerechtfertigt. Die Homöopathie wirke sehr zuverlässig und gut (gern mit dem Zusatz: das habe man selbst erlebt), und ein vernünftiger Mensch käme gar nicht auf die Idee, eine so effektive und gleichzeitig nebenwirkungsfreie Behandlungsmethode wie die Homöopathie kritisieren zu wollen.

Wer sich trotzdem kritisch äußere habe entweder keine Ahnung oder unlautere Motive. Das nächstliegende unlautere Motiv ist natürlich Geld, und das wird immer wieder vorgebracht: Kritiker seien ganz bestimmt von der bösen Pharmaindustrie gekauft, die bei einem Siegeszug der sanften Homöopathie Angst um ihren Umsatz mit möglichst potenten, nebenwirkungsreichen Chemiehämmern haben müsse und für mehr Geld gern auch Leid und Tod unzähliger Patienten in Kauf nehme.

Derartige Anwürfe kann man in verschiedenen Formen und Gewichtungen an vielen Stellen finden, wo über Homöopathie diskutiert wird. Unter einschlägigen Artikeln etwa auf den Onlineportalen der Zeit oder des Spiegel, auf Apotheke Adhoc, auf skeptischen Blogs, bei Vorträgen zum Thema – Kritiker der Homöopathie werden als in der Sache ahnungslose, von der Pharmalobby gekaufte, eigennützige Schmierfinken dargestellt.

Das klingt zunächst sogar fast plausibel – dass Leute (wider besseres Wissen oder einfach völlig ahnungslos) Unwahrheiten schreiben, weil sie von interessierter Seite Geld dafür kriegen, mag tatsächlich vorkommen. Im Zusammenhang mit Wahlkämpfen fliegt sowas gelegentlich auf. Nur leider machen diese Vorwürfe in diesem Zusammenhang überhaupt keinen Sinn. Den Gegensatz zwischen Pharmaindustrie und Homöopathie gibt es so nämlich nicht.

Die Hersteller homöopathischer Mittel sind Pharmafirmen und als solche – jedenfalls in Deutschland – großenteils Mitglieder in einschlägigen Branchenverbänden, also im Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e. V. (BPI) oder im Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller e. V. (BAH). Man hört aus diesen Verbänden kaum je ein böses Wort über homöopathische Pharmafirmen oder deren Produkte. Im Gegenteil, die verteidigen die Homöopathie eher noch gegen angeblich ungerechtfertigte Kritik.

Und das ist auch nicht anders zu erwarten, denn die Homöopathie stellt für die Pharmaindustrie als Ganzes eine hübsche Nebenerwerbsquelle dar. Die Pharmaindustrie hat keine Angst, lukrative Patienten an die Homöopathie zu verlieren, denn sie verdient an Homöopathiepatienten wie an allen anderen Patienten auch, und an vielen sogar doppelt.

** * **

Fangen wir mit den eher harmlosen Erkrankungen und Beschwerden an. Kleine Zipperlein, bei denen man medizinisch oft gar nichts tun muss, allenfalls Linderung mit Medikamenten oder Hausmitteln verschaffen, bis das eigentliche Problem abgeklungen ist. Ich denke da an Erkältungen, grippale Infekte, blaue Flecken, Kater und so Sachen. Da reicht die Zuwendung durch einen Arzt oder Homöopathen (oder die Großmutter oder liebe Freunde) oft schon aus, wie bei vielen Wehwehchen von Kindern – pusten, ein Pflaster, „Heile heile Segen“ singen und dann ist es oft schon wieder gut.

Wenn man mit sowas zum Arzt geht, kriegt man je nachdem vielleicht ein mildes Schmerzmittel oder etwas mit Eukalyptus für den Hals oder so. Meistens nichts aufwändiges oder teures, oftmals Dinge, die sowieso aus eigener Tasche zu bezahlen sind oder die man sowieso im Haus hat. Wenn man zum Homöopathen geht, kriegt man normalerweise ein homöopathisches Mittel, oder vielleicht auch mehrere. Egal ob man die selbst bezahlt oder erstattet bekommt, verdient „die Pharmaindustrie“ daran Geld.

Die Marge bei Homöopathika dürfte trotz des umständlichen Herstellungsverfahrens recht hoch sein. Ernstzunehmende Materialkosten gibt es nicht – neben einer kleinen Menge der sogenannten Ursubstanz als Ausgangsstoff braucht man nur Alkohol als Auszugs- und Konservierungsmittel, Wasser als angeblichen Träger der pharmazeutischen Wirkung und Zucker zum Verreiben und ggf. als Vehikel zur Verabreichung, wo Tropfen nicht gewünscht werden. Forschung ist nicht nötig, es müssen keine aufwändigen Studien durchgeführt und keine teuren Zulassungsverfahren durchlaufen werden. Am Ende kann man geschütteltes Wasser und damit beträufelte Zuckerkügelchen mit lateinischen Produktnamen für 1.000 Euro den Liter bzw. das Kilogramm verkaufen.

Deshalb dürften die homöopathisch orientierten Patienten bei den Pharmafirmen sehr gern gesehen sein – sie bringen bei solchen harmlosen Beschwerden vermutlich mehr Geld in die Kasse als Patienten, die sich medizinisch behandeln lassen. Auch wenn Pharmafirmen, die keine Homöopathika herstellen, davon nicht direkt profitieren, sehen sie das aus betriebswirtschaftlicher und Marketingsicht sicher trotzdem gern.

Diese Patienten werden so nämlich darauf konditioniert, für alles und jedes irgendwelche Mittel zu schlucken – lieber einmal zuviel als einmal zuwenig, homöopathische Zubereitungen sind ja harmlos, da muss man nicht so aufpassen. Die Mittel müssen sie in Deutschland derzeit in der Apotheke holen, wo sie dann u.U. auch noch andere Dinge kaufen – Gelegenheit macht Kunden, und da freuen sich dann die nichthomöopathischen Pharmafirmen.

** * **

Dann gibt es ernsthaftere Erkrankungen, die normalerweise vom Arzt medizinisch behandelt gehören. Das geht von einfach nur unangenehm bis tödlich, und da wird es dann richtig lukrativ.

Manche Patienten lassen sich ausschließlich homöopathisch behandeln und versterben ohne medizinische Behandlung früher als nötig. Hier entgeht der Pharmaindustrie der Umsatz, der sonst durch medizinische Behandlung generiert würde. Der homöopathische Umsatz dürfte in diesen Fällen überschaubar sein, aber immerhin ist das noch ein Fall von „Lieber den Spatz in der Hand…“.

Andere lassen sich erst homöopathisch behandeln. Wenn sie dann merken, dass das nicht anschlägt, gehen sie zum Arzt und lassen sich medizinisch behandeln. Manche gehen auch von Anfang an parallel zum Homöopathen und zum Arzt, oder sie bleiben beim Homöopathen und nehmen später den Arzt dazu. Noch andere gehen zu Homöopathen oder anderen Wunderheilern, wenn die Medizin ihnen nicht mehr helfen kann und – etwa bei Darmkrebs im Endstadium – auch die stärksten Schmerzmittel nicht mehr anschlagen. Dann hat man nichts mehr zu verlieren und greift in der Verzweiflung nach jedem Strohhalm.

Hier wird es für die Pharmaindustrie in betriebswirtschaftlicher Hinsicht richtig interessant. Diese Patienten generieren im Rahmen der homöopathischen Behandlung teils langfristig Umsätze, und anschließend oder parallel dazu kommen Umsätze für reguläre Medikamente dazu. Wenn Patienten sich anfangs nur homöopathisch behandeln lassen, sorgt das oft für schwerere Krankheitsverläufe, etwa bei Krebserkrankungen. Wenn dann die medizinische Behandlung verspätet einsetzt, werden deshalb oft mehr und stärkere Medikamente benötigt. Gerade bei Krebserkrankungen ist es so, dass die nötigen Operationen umso schwerwiegender sind, je später sie stattfinden, und dass es statt einer Operation dann manchmal mehrere braucht. Dabei werden dann entsprechend mehr Medikamente benötigt, und das macht diese verschleppten Behandlungen teurer und damit für die Pharmaindustrie lukrativer.

Aus rein betriebswirtschaftlicher Sicht ist es für die Pharmaindustrie als Ganzes also wahrscheinlich wünschenswert, wenn möglichst viele Leute sich (auch) homöopathisch behandeln lassen, ganz unabhängig davon, ob Homöopathie irgendeine messbare Wirkung hat. Und auch Pharmafirmen ohne eigene Homöopathiesparte haben deshalb guten Grund, nicht gegen die Homöopathie aktiv zu werden, weil sie ja anschließend viele der Patienten übernehmen und beliefern.

Die homöopathisch generierten Umsätze sind gutes Geld, und diese Einnahmen kommen als Sahnehäubchen auf die nichthomöopathisch generierten Umsätze drauf. Von daher scheint mir der Vorwurf unsinnig, eine finstere Pharmalobby fahre aus Angst um ihre Umsätze Kampagnen gegen die Homöopathie und bezahle Leute für Anti-Homöopathie-Propaganda. Die Pharmaindustrie würde sich damit ja selbst ins Knie schießen, und so dumm sind die nicht.

—–

Weitere Überlegungen zum Thema gibt es auf dem Informationsnetzwerk Homöopathie.

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22 Kommentare on “Sahnehäubchen”

  1. Achim sagt:

    Diskussionen mit dieser Klientel sind meistens schwierig, weil geleugnet wird, dass auch homöopathische bzw. „natürliche“ Heilmittel irgendwie in biochemische Abläufe eingreifen müssen, also per se „chemisch“ sind. Da wird dann von „Energien“ gesprochen, verbunden mit dem Hinweis, dass es sich nicht um Energie im Sinne der herrschenden Physik handelt. Man kann sie zwar weder beschreiben noch messen, aber sie ist da 😉
    Schwierig ist auch die Auffassung, dass in der Natur alles vorhanden sei, was uns hilft, die Krankheit zu überwinden. Stellt man dann die Frage, warum Mutter Natur / der liebe Gott / Gaia überhaupt die Krankheiten ins Gesamtkonzept / die Schöpfung eingebaut hat, wird’s schwurbelig. Richtig raus ist man schließlich mit der These, dass das Wohlbefinden des Individuums nur so weit relevant ist, wie es für die Fortpflanzung, also den Arterhalt erforderlich ist.
    Der sonnige Anthropozentrismus in diesem Weltbild ist schon bemerkenswert.

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  2. Wolf Niese sagt:

    Schön analysiert. Danke für den Stil, danke, diese Zeilen gelesen haben zu dürfen und vorweg Tschuldigung für die Schleimspur, die ich hier lege, wenn es nach dem EIKE-Schreiber „bernd kommentiert“ geht (https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-11/kalifornien-waldbrand-paradise-los-angeles-tote-verletzte?cid=22891677#cid-22891677), mit dem ich mich ein paar Jahre auseinandersetze in den Threads auf Zeitonline. Wobei ähnlich wie durch den Antiskeptikern der Homöopathie den Kritikern an der Lüge von der Klimalüge höchst unredliche Motive oder Dummheit unterstellten. Wobei bei den meisten Pseudoskeptikern, dass der Mensch besser aufhört zu kokeln mit Erdöl und Kohle relativ hurtig, kein Geld im Spiel sein dürfte, wenn sie echolalieren die von der Fossilindustrie mit abermilliarden Geldeinheiten forcierte Propaganda mit Heuchler-, Hysterie-, Religions- und Fakescience-Debatten. Nein, sie sind auch ohne bezahlt zu werden mit Inbrunst der Überzeugung, dass man als Kritiker lügt, naiv ist, Spott verdient hat, ein Heuchler und eine Giftspritze ist,oder wer weeeß wat jerooocht hat.. Genug der zwinkerdppelgrinsenden Häme

    Da ist mir Gnaddrig eine Wohltat. Auch Danke dafür. Schön den Irrschluss erklärt, die Pharmalobby hätte was davon, Propaganda gegen Homöopathie zu bezahlen. Da hat die Erdöllobby mehr davon, wenn im Internet selbstlaufend gegen den Klimakonsens gepestet wird.
    Gruß Wolf

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  3. gnaddrig sagt:

    Danke 🙂

    Stimmt, bei anderen Themen wird ähnlich argumentiert bzw. „argumentiert“, die Grundmuster und Umgangsformen sind wohl dieselben.

    Aber Lob, wenn es ehrlich gemeint ist, ist keine Schleimspur. Das behaupten nur manche Leute, die Ad-hominem-Angriffe und Diffamierungen für stichhaltige Argumente halten. Muss man sich nicht von beeindrucken lassen.

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  4. Wolf Niese sagt:

    Lasse ich mich auch immer weniger hoffentlich. Möchte, dass meine Antworten gelesen werden und nicht jeden Pseudoskeptikermist unwidersprochen stehen lassen. Muss nur die Bremse finden, wenn es mal wieder zu pestend wird. Ist auch die Frage, inwieweit es Sinn macht, sich über die Jahre mit den Einen aus der „Klimaskeptiker“-Herde über Jahre auseinanderzusetzen. Texte halt auch gern. Aber im folgenden Linkbrauche ich nicht viel zu texten, weil Du ja die Sache gut beschrieben hast passend zum Thema, dass Spahn dem Hokus Pokus entgegenwirken zu wollen scheint.

    https://www.zeit.de/2018/47/medizin-frischzellenkur-jens-spahn-arzt-heilpraktiker-gesundheit?cid=22926802#cid-22926802

    Ist das in Ordnung für Dich?

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  5. gnaddrig sagt:

    Kann ich wegen der Bezahlschranke leider nicht lesen.

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  6. Wolf Niese sagt:

    Steht: in #4:
    Das wird der Pharmaindustrie gar nicht gefallen. Gnaddrig erklärt, warum.

    Nebst Link Deiner Analyse hier..

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  7. Wolf Niese sagt:

    Danke, dass Du den Text des Artikels nicht reingestellt hast.

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  8. gnaddrig sagt:

    Ja, ist besser so.

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  9. Stefan R. sagt:

    @Achim: Der besten Spruch über die liebe Mutter Natur soll mal eine Krebspatientin gebracht haben. Die meinte, die Natur sei soeben dabei, sie umzubringen und sie sei dankbar für jeden Arzt, die sie daran hindern würde.
    Ich finde ja, es wirft ein bezeichnendes Licht, wie etwa die Hahneman-Gesellschaft mit einer Kritikerin wie Frau Grams umspringt: Außer Absprechen ihrer wissenschaftlichen Reputation und persönlichen Angriffen nix auf der Kette (und selbst keine einzige Studie in petto, die die Wirksamkeit ihres Globuli-Zaubers auch nur ansatzweise belegen würde).

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  10. Achim sagt:

    @ Stefan: Die Fr. Fröhlich ist schon eine Marke. Beim Uni-Präsidium zu intervenieren mit dem Hinweis auf fehlendes wissenschaftliches Niveau. Wie war das noch mit dem Glashaus???

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  11. gnaddrig sagt:

    Ja, das ist wirklich kein Ruhmesblatt für die Homöopathie-Lobby. Ausgesprochen peinliches Verhalten im Zusammenhang mit dem Vortrag in Mainz, vorher, währenddessen und im Nachgang auch.

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  12. Achim sagt:

    @ gnaddrig: Und das Verhalten erinnert irgendwie fatal an das „Lügenpresse“-Geschrei von Rechts… Die Mobilmachung zeugt davon, dass man gar nicht diskutieren _will_.

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  13. gnaddrig sagt:

    So sieht das aus.

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  14. Dazu kommt noch: Warum produzieren die bekannten Pharma-Riesen nicht einfach ihre eigenen Globuli? Dann könnten sie ja doppelt abkassieren. Schliesslich geht’s ihnen ja nur ums Geld, oder?

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  15. gnaddrig sagt:

    Dabei sage ich ja nicht, dass es ihnen nur ums Geld geht, sondern nur, dass es für Pharmafirmen aus betriebswirtschaftlicher Sicht keinen Sinn macht, gegen Homöopathiehersteller zu keilen.

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  16. Norbert Aust sagt:

    „Die Marge bei Homöopathika dürfte trotz des umständlichen Herstellungsverfahrens recht hoch sein. “

    Das Herstellverfahren ist nicht umständlich, es ist sogar erstaunlich simpel – zumindest im Vergleich zu dem, was man sonst so in der Pharmazie veranstaltet, um an einen Wirkstoff zu kommen.

    Es müssen bei der Herstellung von Homöopathika keine besonderen Temperatur- oder Druckbedingungen eingehalten werden, die Kompressoren oder Vakuumpumpen, Heizungen oder Kühlanlagen erfordern würden. Es gibt keine Probleme mit einer eingeschränkten Lebensdauer der Einsatzstoffe oder deren Giftigkeit, vor dem man das Personal mit aufwändigen Vorkehrungen schützen müsste und die Entsorgung von Abfällen zu einem Problem macht. Mit der Qualität der Rohmaterialien, i.e. mit dem Gehalt an Wirkstoff, gibt man sich erst gar nicht ab. Nichts muss destilliert werden oder mit Zentrifugen oder Dekanter getrennt, oder anders herum in Rührwerken verrührt werden. Es gibt keine Reaktoren, Gaswäscher, Kolonnen oder sonstige Apparate. Es müssen keine Reaktionspartner genau dosiert und vermischt werden, was eine aufwändige Mess- und Regeltechnik erforderlich machen würde oder zumindest eine aufwändige Probenentnahme und Analytik sowie geschultes Personal, das die richtigen Korrekturmaßnahmen ergreift. Die gerätetechnische Ausstattung ist folglich minimal. Das Potenzieren als zentraler Prozessschritt, ist für alle Produkte gleich und stellt keine hohen Anforderungen an die Fähigkeiten des Personals, unterschiedliche Prozesse zu beherrschen. Die kontinuierliche Überwachung unterschiedlichster Prozessparameter reduziert sich auf wenige Einzelheiten: Man muss zählen können, dabei ist allerdings schon wieder gleichgültig, in welcher Sprache das passiert. Anlernzeit schätzungsweise eine Woche. Das ist es auch schon.

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  17. gnaddrig sagt:

    Das Herstellverfahren ist nicht umständlich, es ist sogar erstaunlich simpel – zumindest im Vergleich zu dem, was man sonst so in der Pharmazie veranstaltet, um an einen Wirkstoff zu kommen.

    Ja, das stimmt. Aber es ist eine sehr umständliche Art, Wasser-Alkohol-Mischungen oder Zuckerkügelchen zu verpacken.

    Ab einer gewissen Verdünnung sind ja die homöopathischen Zubereitungen von den Rohmaterialien nicht unterscheidbar, man könnte also einfach Rohglobuli umfüllen und etikettieren, es könnte einem niemand nachweisen. Da stellen die Verdünnungsschritte einen eigentlich völlig unnötigen Kostenfaktor dar.

    Wieviel die Potenzierung am Ende tatsächlich kostet, kann ich nicht beurteilen. Vielleicht ist das gar nicht so furchtbar viel, aber trotzdem rausgeschmissenes Geld. Ein durch und durch schräges Geschäft…

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  18. Norbert Aust sagt:

    Klar, wenn man es so sieht. Es ist eben eine Frage der Vergleichsbasis: Für die Herstellung und Verpackung von Zucker in kleinen Mengen ist das ein umständliches Verfahren. Im Vergleich zu richtigen Arzneimitteln jedoch ziemlich simpel.

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  19. @gnaddrig: ich meinte damit ja auch die Homöopatie-Freunde, die der „bösen“ Pharma-Industrie blosse Geldgier attestieren 😉

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  20. gnaddrig sagt:

    Klar, war aber eine schöne Gelegenheit, das vorbeugend noch anzubringen 🙂

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