Schnitzel und Feldwege

Es gibt Vergleiche und Redewendungen, die ich einfach schön finde. Heute habe ich eine gute und eine schlechte, hm, naja, nicht Nachricht. Aber einen Vergleich über das Freuen und einen über die Dummheit. Fangen wir mit der Dummheit an:

Dumm wie Brot ist schon ganz gut, dumm wie Knäckebrot ebenfalls, genau wie dumm wie’n Baseballschläger. Das ist aber doch alles etwas blass gegen dumm wie fünf Meter Feldweg – das ist eine durchweg befriedigende Art, jemanden oder etwas für dumm zu erklären.

Und damit kommen wir zum Freuen. Das traditionelle freut sich wie’n Honigkuchenpferd hat was, genau wie freut sich wie’n Schneekönig, was auch immer ein Schneekönig sein mag. Aber vor einer Weile ist mir eine Formulierung über den Weg gelaufen, die mir noch besser gefällt: Freut sich wie’n Schnitzel. Bei Schnitzeln kann ich mir das Freuen zwar kaum vorstellen, anders als bei Honigkuchenpferden, aber irgendwie finde ich das trotzdem sehr ausdrucksstark. Soviel zur Logik in der Sprache…

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8 Kommentare on “Schnitzel und Feldwege”

  1. aargks sagt:

    Ich freue mich ja wie ein Solarmodul bei Sonnenschein, dass ich, nachdem ich – dumm wie drei LIter Bilderrahmen – mein E-Mail-Passwort verdaddelt hatte, es heute wiedergefunden habe und endlich wieder umgehend mitbekomme, wenn mein Lieblingsblogger (schleim) einen Artikel raushaut.

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  2. quersatzein sagt:

    Wer dumm ist wie Bohnenstroh,
    der freut sich so
    wie so
    wie ein Weithüpffloh
    und weiss nicht mal warum:
    Das ist dumm.

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  3. nömix sagt:

    „freut sich wie’n Schnitzel“ dürfte wohl eine humoristische Abwandlung der häufig verwendeten Formulierung „freut sich wie Sau“ sein, und die wiederum wohl eine Abwandlung von „sich saumäßig freuen“. Wie etwa die Formulierung „kalt wie Sau“ für „saukalt“.

    Gut gefällt mir auch die Formulierung „warm wie Toastbrot“.

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  4. gnaddrig sagt:

    Allerdings sind „saumäßig“ und „wie die Sau“ oder die Vorsilbe „sau-“ nicht nur positiv – es kann saukalt sein, eine Sache sauschlecht, das ist einfach nur ein Verstärkungswort. Würde „ärgert sich wie’n Schnitzel“ funktionieren?

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  5. Stefan R. sagt:

    Bei unsereins war damals auch ‚doof wie Pommes‘ im Umlauf.

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  6. Achim sagt:

    Alles wird schlechter. Ich kenne nämlich „doof wie drei Meter Feldweg“. Jetzt reicht das auch nicht mehr…
    Und woher kommt „sich ein Loch in den Bauch freuen“?

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  7. gnaddrig sagt:

    Vielleicht ist das inflationsbereinigt oder mit Kaufkraftausgleich oder so. Aber wo das mit dem Loch im Bauch herkommt, weiß ich auch nicht. Oder „sich einen Ast freuen“.

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