Strombelebung

Über belebtes Wasser hatte ich vor einer Weile mal geschrieben. Unser Leitungswasser ist wegen der langen Reise durch enge Metallrohre mausetot und sprituell welk, wenn wir es aus dem Hahn zapfen. Das Wasser hat keine Kraft und ist lange nicht so lebensspendend wie Naturwasser direkt aus dem Bach. Zum Glück gibt es da so kleine sauteure Kästen, die man sich an die Wasserleitung schrauben kann, die dieses matte Wasser zu unser aller Nutzen schön wiederbeleben.

Jetzt ist mir im Rahmen einer Twitter-Konversation der Gedanke gekommen, ob das mit Strom nicht ähnlich sein müsste und ob man nicht auch Strom beleben könnte. Der hätte das nämlich noch viel nötiger, da er von vornherein schon viel weiter von der Natur entfernt ist als Wasser.

Der über die Steckdose zur Verfügung gestellte Strom wird ja auf verschiedene Art und Weise hergestellt, traditionell in Kohle- und Kernkraftwerken. Die ersteren verbrennen tote Bäume und machen Strom draus, die letzteren metzeln Atome – die Urbestandteile allen Lebens – grausam in Stücke, setzen sie zu ganz anderen Atomen wieder zusammen und verarbeiten die übrigbehaltenen Trümmer zu Strom. Bei beiden Kraftwerksarten ist der produzierte Strom tot, seelenlos, traurig und kann großen Schaden anrichten.

Es geht aber auh anders. Windkraftwerke, Wasserkraftwerke, Solarzellen, in Bernsteinröhren rotierende Schafe liefern uns Strom, und der ist lebendig und spannkräftig und hat gegenüber dem toten Industriestrom viele Vorteile:

  • elektrische Geräte verbrauchen weniger Strom und sind gleichzeitig leistungsstärker bei weniger Verschleiß
  • Folgen umweltschädlicher Verstromungsmethoden werden wenigstens teilweise konterkariert
  • Elektrosmog im Wohnumfeld wird fast völlig vermieden; die entsprechenden Erkrankungen treten praktisch nicht mehr auf
  • einmalige Investition – die Geräte sind sehr robust, haben keine Verschleißteile und liefern für viele Jahre zuverlässig belebten Strom
  • modulares Konzept bedeutet – bei steigendme Strombedarf kann einfach ein weiteres Gerät ergänzend eingebaut werden, sodass kein Altgerät ersetzt und unnötig entsorgt werden muss
  • geringer Materialeinsatz, über die Zeit große Einsparungen auf der Stromrechnung (typischerweise amortisiert sich das Gerät innerhalb weniger Jahre, abhängig vom Stromverbrauch, und dabei ist der Gewinn an Lebensfreude durch z.B. sportlicheres Verhalten des E-Autos noch gar nicht eingerechnet!)

Da der Strom, der aus der Steckdose kommt, leider aus einem großen Pool stammt, in den der Strom aus allen Kraftwerken der verschiedenen Arten eingespeist und vermischt wird, kann man – anders als viele Anbieter behaupten – gar keinen Ökostrom beziehen, man kriegt immer auch Anteile von totem Industriestrom geliefert und muss sich dann mit dessen negativen Auswirkungen herumschlagen. Teilweise ist da sogar uralter Strom im Mix, Reste überproduzierter Kontingente, die teils der seit den Anfängen des Elektritätszeitalters in irgendwelchen Winkeln herumlagen und erst jetzt zufällig zur Auslieferung gelangen.

Wie gut dieser alte Strom noch ist, weiß niemand. Es soll teilweise sogar Strom mit der falschen Frequenz im Mix aufgetaucht sein. Auch von gelegentlichen Verunreinigungen mit Gleich- und Drehstrom wird berichtet. Das hat sich allerdings nicht verifizieren lassen, die Strommafia hält die Prüfberichte unter Verschluss. Jedenfalls enthält der Strom, der aus den Steckdosen kommt, immer auch allen möglichen elektrischen Dreck, der die Geräte über Gebühr verschleißt und auch sonst gesundheitsschädlich ist.

Mein Strombeleber wird das alles beheben, aber bis der marktreif ist, wird man sich anderweitig behelfen müssen. Eine Möglichkeit ist der Atomstromfilter von NucleoSTOP – ein preiswertes Gerät, das den Atomstrom erkennt, aus dem Mix herausfiltert und zurückschickt. Ein korrekt installierter und konfigurierter NucleoSTOP lässt also keinen Atomstrom ins Haus.

Leider erkennt das Gerät ausschließlich Atomstrom. Kohlestrom kann es nicht erkennen oder filtern, sodass ein guter Teil des toten Industriestroms weiterhin Schaden in unseren Häusern anrichten kann. Trotzdem ist NucleoSTOP ein sehr interessantes Konzept, das den nutzbaren Strom immerhin teilweise entgiftet und bis zur Marktreife meines Strombelebers gute Dienste leisten kann.


4 Kommentare on “Strombelebung”

  1. Yadgar sagt:

    Was auf jeden Fall funktioniert: runtertransformieren auf 24 Volt (ich bin ja nett!), so eine typische Esoflöte (beiderlei Geschlechts) als 2000-Ohm-Widerstand zwischenschalten, dann ist der Strom sauber wie nie und kann anschließend wieder hochtransformiert werden! Der Esoflöte kann es dabei allerdings warm werden, auf jeden Fall wird sie ein stimulierendes Kribbeln spüren…

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  2. Nouseforaname sagt:

    Der Fairheit halber weise ich mal auf das Impressum hin:

    http://www.nucleostop.de/impressum.html

    (Ja, ich bin ein Spaßverderber *duck’n’cover*)

    MfG Nouseforaname

    Gefällt 1 Person

  3. gnaddrig sagt:

    Dass das kein ernstgemeintes Produkt ist war mir schon klar. Das Impressum hatte ich gar nicht gefunden, unter Impressum steht ja nur so ein Datenschutzhinweis, die URL zum Impressum sehe ich erst jetzt, und sie ist nicht klickbar.

    Aber egal, schon der Hinweis Bitte leisten Sie Zahlungen erst nach Lieferung durch den Fachhändler und Erhalt der Rechnung deutet stark darauf hin, dass das Kasperei ist. Auch die Testimonials unter Stimmen waren ein Anhaltspunkt.

    Dabei haben sie in Layout und Farbigkeit die erwartbare Optik so mancher Spinnerseite sehr schön getroffen. Ein echtes Vergnügen!

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  4. nömix sagt:

    @ Nouseforaname, Danke für den Lacher!
    (am besten gefällt mir: »Ausgezeichnet
    mit dem FRANZ-PÖHLMANN-DESIGN AWARD« : ))

    Gefällt 1 Person


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