Zwei Halbe

Zwei Halbliter-Bierkrüge aus Steingut stehen unter einer Autobahnbrücke auf einem asphaltierten Weg, der an einem kleinen Fluss entlang führt.

Stehen zwei Bierkrüge unter einer Brücke. Platz genug ist dort ja. Viel Verkehr gibt es auch nicht, da der Weg eher in ein Fußgänger-Nirwana zwischen Schnellstraße, Ausfallstraße, Brücken und Unterführungen führt und außerdem ein paar Meter weiter in eine ganz klar nicht barrierefreie Treppe mündet, sodass hier praktisch niemand mit Fahrrad, Kinderwagen, Rollator, Rollstuhl o.ä. vorbeikommt. Wer irgendwohin unterwegs ist, kommt hier normalerweise gar nicht mehr hin, sondern verlässt den Uferweg schon vorher.

Zwei Halbliter-Bierkrüge aus Steingut stehen auf einer Asphaltoberfläche, beide mit der Aufschrift "Seit 1889, Frankenthaler, das würzig frische Bier der Pfalz"

Bleibt die Frage, wie die beiden hier gelandet sind. Auch wenn die Pfalz nicht weit ist, kenne ich hier keine Kneipe, die Frankenthaler ausschenkt, vermutlich weil das auf der falschen Rheinseite gebraut wird.

Vielleicht sind die Krüge aus der Pfalz mitgebracht worden? Für eine Freiluftsitzung mit Bier ist diese Stelle einerseits gut geeignet, weil es fast keinen Verkehr gibt. Andererseits fände ich es hier eher ungemütlich, so auf dem Asphalt am betoneingefassten Ufer. Falls es darum ging, bei Regen trocken sitzen zu können, da gibt es in unmittelbarer Nähe Stellen, wo man besser hätte sitzen können.

Wenn da welche unter der Brücke gebechert haben, hätte ich leere Flaschen oder zumindest Kronkorken erwartet. Sie könnten natürlich auch ein Fünf-Liter-Fässchen dabei gehabt haben, oder sind mit vollen Halben dort hin, haben ausgetrunken und sind gegangen. Wenn sie eventuell geleerte Flaschen und die Kronkorken eingesammelt haben, ist es umso rätselhafter, warum sie die Krüge dort so hübsch arrangiert zurückgelassen haben. Sachdienliche Hinweise bitte in die Kommentare.

Zwei Halbliter-Bierkrüge aus Steingut stehen unter einer Autobahnbrücke auf einem asphaltierten Weg, der an einem kleinen Fluss entlang führt und kurz hinter der Unterführung in eine Treppe mündet.

 

 


7 Kommentare on “Zwei Halbe”

  1. Jemand hat kürzlich davon berichtet, schon wiederholt Kaffeetassen gefunden zu haben. Du findest Bierkrüge, Darüber solltest Du dir Gedanken machen.

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  2. gnaddrig sagt:

    Hm, soll das was über mich oder über die Gegend aussagen?

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  3. Ja, siehste. Genau darüber musst Du nachdenken.

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  4. gnaddrig sagt:

    Ah, ok. Dann mache ich das mal 🙂

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  5. Yadgar sagt:

    Die Graffiti helfen leider auch nicht weiter… beim Bomben Bier aus Humpen zu saufen ist irgendwie ziemlich uncool, jedenfalls sehe ich hierzustadt bei den Sprayern an der (legalen) „Geldern Gallery“ nie Bierhumpen, sondern eher Colaflaschen… ist ja auch irgendwie logisch, speedige Drogen passen deutlich besser zum Graffitisprühen als Lallkohol! Und wenn dann erst die Synapsen so richtig Samba tanzen, bombt man fast automatisch Pieces auf die Wände, die wie Raytracing ohne Computer aussehen…

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  6. gnaddrig sagt:

    Und wenn doch Alkohol, dann will man sicher keine großen offenen Pötte, wo dann Staub reingeweht wird (unter so Brücken ist es ja gern etwas zugig) oder womöglich Farbe. Dann doch lieber Maurerflaschen mit Bügelverschluss, da weiß man dann wenigstens immer, was in der Flasche ist.

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  7. Ich habe schon länger eine Serie vor, etwa outdoorart zu benennen.
    Das ist wohl eindeutig eine kunstinstalllation

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