Flickenteppich geflickt

Ein Stück nicht mehr ganz neue Straßenoberfläche, wo Schlaglöcher mit vielen Asphaltflicken verschiedener Größe und Farbe aufgefüllt wurden.

Der Flickenteppich von vor einer Weile war ein, sagen wir, lebendes Kunstwerk. Nie fertig, nie vollendet, immer im Wandel, in der Entwicklung. Über die Jahre haben sich Flicken abgenutzt, sind ersetzt oder ergänzt worden.

Letztes Jahr hatte ich davon ein Notizfoto gemacht. Am hellichten Tag war das leider etwas blass ausgefallen, deshalb hatte ich eigentlich bei besserem Licht morgens oder gegen Sonnenuntergang wiederkommen und das ganze richtig fotografieren wollen. Ist aber nie dazu gekommen, und jetzt haben sie das Elend mit diesem großen Klecks Asphalt fast komplett übergebügelt:

Ein Stück nicht mehr ganz neue Straßenoberfläche, wo Schlaglöcher mit mehreren kleinen und einem größeren Asphaltflicken aufgefüllt wurden.

So kann’s gehen. Letztes Jahr hat das Ensemble jedenfalls mehr hergemacht, finde ich.

Ein Stück nicht mehr ganz neue Straßenoberfläche, wo Schlaglöcher mit vielen Asphaltflicken verschiedener Größe und Farbe aufgefüllt wurden.

Wenn man den Schwarzwert und den Kontrast bis zum Anschlag hochdreht, ist das übrigens auch ganz hübsch, wirkt fast wie Satellitenbilder oder so geologische Karten, auf denen man die abgebildeten Gegenden auch nie erkennt, wenn man sich nicht auskennt:


7 Kommentare on “Flickenteppich geflickt”

  1. Wirklich hübsch (!), wie Du einen Straßenzustand hier dokumentiert hast. Ich will versuchen, es mit ähnlichen Augen zu sehen, wenn mir das nächste mal ein Fahrdamm oder Bürgersteig schmerzhaft ins Auge springt und Visionen von Straßenbaustellen in Ewigkeit aufkommen lässt.

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  2. gnaddrig sagt:

    Ursprünglich war mir aufgefallen, wie unterschiedlich die verschiedenen geflickten Stücke gefärbt waren. Man sollte denken, Asphalt ist schwarz und gut ist, aber weit gefehlt. Das war der Anlass für den ursprünglichen Beitrag, und einmal gesehen ist mir die Stelle danach natürlich immer wieder aufgefallen, wenn ein neues Loch geflickt wurde.

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  3. Nun, mir fällt auf, dass die Berliner Straßen mehr und mehr Patchworkdecken in verschiedenen Grautönen gleichen, und es fährt sich darauf (mit dem „großen Gelben“), dass das gegen die Schädedecke hüpfende Gehirn seine Freude hat. Will sagen: Wir brauchen entweder ganz andere Straßen oder entschieden weniger Autos.

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  4. gnaddrig sagt:

    Ja, denke ich auch. Man könnte mit entschieden weniger Autos anfangen, das schlägt mehrere Fliegen mit einer Klappe und erspart die sicher nicht billigen Baumaßnahmen für die ganz anderen Straßen.

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  5. !!!!!!!!!!!!

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  6. Yadgar sagt:

    @christahartwig:
    „Wir brauchen entweder ganz andere Straßen oder entschieden weniger Autos.“

    Wir brauchen weder Straßen noch Autos, sondern ein vollautomatisches weltumspannendes Personal-Rapid-Transit-System, als Hängebahn ausgeführt! Cool dahingleitende Kabinen, nee, Cabinen natürlich, wie einst im Hagener Cabinentaxi: https://www.youtube.com/watch?v=ERdF0FK-2io …mit intuitiver Raumbeduftung und entspannendem Easy Listening, z. B. von Claude Larson alias Klaus Netzle komponiert!

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In den Wald hineinrufen

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