Haarige Wortspiele

Es gibt in Lüneburg einen Friseursalon namens Haarchitektur. Das ist also wieder mal ein wortspielerisch benannter Haarschneideladen, einer von vielen. Aber um ehrlich zu sein – mir gefällt das Wortspiel, irgendwie hat es was. Wenn die sich auf den Bau barocker Frisurtürme spezialisiert hätten, wäre der Name unschlagbar, aber auch so ist er nicht schlecht.

Ganz witzig finde ich auch den Namen Friseur Abschnitt. Passt schon ganz gut. Der Laden in Norden hat neben der deutschen und einer arabischen übrigens auch eine bestenfalls halbfertige, gruselig-spaßig übergesetzte englische Version ihrer Homepage. Dort erfahren englischsprachige Interessierte, dass man den Barber section[sic!] in 26506 North findet, ansonsten gibt es eine Menge lorem ipsum, ganz in echt. Da wäre keine Übersetzung sicher besser. Andererseits (ich will ja jetzt nicht nur lästern und rumzicken), wenn man mich Haare schneiden ließe, wären die Ergebnisse möglicherweise auch eher interessant als gut. So oder so, ein witziger Name.

Nicht ganz so gelungen finde ich dagegen The ElectricHair, das weckt eher unangenehme Assoziationen. Mein schwarzer Humor will da jedenfalls nicht recht drauf anspringen.

Dann doch lieber Haarchitektur. Dort schreibt Friseurmeister Christian Funk in seinem Blog über alles mögliche rund um das Friseurhandwerk, mit Verve und ohne Blatt vor dem Mund, aber nicht aggressiv. Ich finde es lesenswert.


4 Kommentare on “Haarige Wortspiele”

  1. cimddwc sagt:

    Hier gibt’s einen „Barbershop Harlem“. Ja, Harlem und nicht Haarlem. Ist das der Beginn eines Gegentrends, eben keine lustigen – oder „lustigen“ – Wortspiele mehr zu verwenden…?

    (Vermutlich nicht.)

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  2. gnaddrig sagt:

    Manchmal scheitert es wohl auch einfach an der Rechtschreibung.

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  3. Achim sagt:

    In Berlin gibt es einen Friseursalon „Abschnitt 35“ (ob nun genau 35, mag ich gerade nicht überprüfen). Für Auswärtige nicht gleich durchschaubar: „Abschnitt“ spielt auf den „Polizeiabschnitt“ an, so heißt in Berlin das, was andernorts „Revier“ heißt (und auch in Berlin wird die Bezeichnung der räumlichen Gliederung auf das Gebäude übertragen). Kurzform eben „Abschnitt“.

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  4. Yadgar sagt:

    …und der Exil-Afghane gründet einen Friseurladen namens „Kandahaar“! Muss gleich mal auf OpenStreetMap nachsehen, ob es den schon gibt…

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