Fertiggebaut

Der Bau, der neulich noch Gerüst trug, ist jetzt fertig, und man kann den Kasten in seiner vollen Pracht bewundern. Eigentlich: die Kästen. Es sind zwei fast identische Bürobauten direkt am Hauptbahnhof, viel Glas und Stahl (oder wohl eher Aluminium, aber egal) auf Sicht.

Wie genau das rötliche Glühen in der Mitte der dunklen Fläche zustandekommt, war ich anfangs nicht so sicher. Zuerst dachte ich, das muss das vom hinter mir stehenden Gebäude mit identischer Fassade gespiegelte Spiegelbild der Fassade vor mir sein. Der Sonnenuntergang (ich denke an das hier) kann es eigentlich nicht sein, weil das Gebäude hinter mir den ja gerade verdeckt und ihn sich deshalb auch nicht gut vom Gebäude vor mir holen kann. Dann müsste durch die zweimalige Spiegelung soviel Licht verlorengegangen sein, dass das ganze jetzt so dramatisch rot glänzt.

Andererseits, denke ich mal weiter, stand die Sonne noch nicht so furchtbar tief (die Aufnahme ist Mitte Oktober um viertel vor sechs entstanden), vielleicht war ihr Spiegelbild von den oberen Stockwerken des Gebäudes hinter mir noch in der Fassade vor mir zu sehen, und dann würde – Einfallwinkel gleich Ausfallwinkel – das doppelt gespiegelte Bild davon irgendwo auf halber Höhe der Fassade auftauchen. Dazu passt auch, dass das rotglänzende Spiegelbild sich offenbar ganz am oberen Rand der gespiegelten Fassade befindet.

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Autor: gnaddrig

Querbeet und ohne Gewähr

2 Kommentare zu „Fertiggebaut“

In den Wald hineinrufen

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