Bus verpasst

Mit Busfahrern habe ich immer mal zu tun. Gelegentlich schreibe ich auch drüber. Jetzt ist wieder was fällig

Also: Ich bin auf dem Weg zum Bahnhof spät dran (und man sollte sich nicht drauf verlassen, dass der Zug zu spät ist). Ich komme um die Ecke und sehe, wie der Bus an der Haltestelle 100 m weiter hält. An der Haltestelle wartet niemand, aber es steigen ein paar aus. Ich laufe los und erreiche die hintere Tür, als die gerade anfängt zuzugehen. Ich greife in die Lichtschranke, drücke die Tür wieder auf und steige ein. Gehe gleich nach vorn, um meine Fahrkarte zu zeigen.

Busfahrer: Was war denn das eben für eine Aktion?

ich: Na, ich wollte Den Rest des Beitrags lesen »

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Abendhimmel

Scherenschnittartiger Horizont mit Baum, Gebäuden und rauchendem Schornstein in der Ferne unter rötlichem Abendhimmel mit ebenfalls scherenschnittartigem Wolkenband

Gleicher Blick wie neulich, aber andere Wolken später am Abend. Die alternative Aufnahme überzeugt mich nicht recht. Dafür Den Rest des Beitrags lesen »


Wörter (2)

Es hat sich wieder was angesammelt.

Wörter, die ich auch nicht mag:

Umtrunk (das Wort, nicht die Veranstaltung, die kann alles zwischen unerträglich und recht nett sein)

Knolle (wenn das Wort in journalistischen Texten als Synonym für Kartoffel verwendet wird, noch schlimmer und eigentlich unsäglich ist tolle Knolle oder so. Noch schlimmer finde ich es nur, ergänzt meine Frau, wenn sie -ideen oder, noch viel schlimmer, & co. an was dranhängen. Kartoffel & co – pfiffige Rezeptideen für die tolle Knolle. Das ist mein Cleaning Woman!, da werde ich zum Hulk.)

Nuff said (den Ausdruck, nicht das damit Ausgedrückte, wenn man nämlich meint, das bisher Gesagte reicht aus bzw. spricht für sich und muss Den Rest des Beitrags lesen »


Battery may explode or…

Auf einem Schaltkasten liegt ein Stück eines Jahrmarkt-Lebkuchenherzens mit weißem und rosanem Zuckerguss. Darauf liegt eine plattgefahrene und zerschrammte Mignon-Zelle.

Manchmal sieht man im Vorbeigehen wirklich wundersame Dinge. Das hier liegt auf einem schulterhohen Schaltkasten.

Das Lebkuchenfragment hat anscheinend mindestens einen der Regengüsse der letzten Tage unter freiem Himmel mitgemacht. Die Batterie könnte unter einen Lkw geraten sein oder Den Rest des Beitrags lesen »


Und dann war da noch… (36)

… der Zugbegleiter, der sich aus seinem eigenen Zug ausgesperrt hatte.

Ein IC hält an einem Provinzbahnhof. Fahrgäste steigen aus und ein, dann ist es Zeit zum Weiterfahren. Der Zugbegleiter am einen Ende steht noch auf dem Bahnsteig, als die Türen zufallen. Seine eigene auch. Es dauert zwei Augenblicke, bis bei ihm der Groschen fällt. Dann schwenkt sein Blick langsam zum anderen Ende des Zuges. Dort muss er hin, bis ganz nach vorn, wo sein Kollege in der offenen Tür steht und ihn während des Sprints durchaus enthusiastisch anfeuert.

Jetzt überlege ich, was passiert, wenn beide nach dem Zufallen der Türen auf dem Bahnsteig gestanden hätten…


Festhalten

Lederbezogener Griff am Lender eines alten Fahrrades, genauer: das ausgefranste Ende des Griffs

Da bräuchte es ein bisschen Bindfaden. Und dann auch gleich noch etwas Lederfett. Den Rest des Beitrags lesen »


Die Lösung

Seit vielen Jahren treiben viele Industrieländer auf den Verkehrsinfarkt zu. Deutschland ist da als dicht besiedeltes Transitland ganz vorn mit dabei. Die Zahl der zugelassenen Kraftfahrzeuge steigt ständig, und die Folgen sind nicht so schön: Dreck und Lärm auf dauernd staugeplagten Autobahnen und in immer verstopfteren Städten. Mittlerweile ist immer überall alles vollgeparkt. Bürgersteige, Radwege und Einfahrten werden gewohnheitsmäßig als Kurzparkplätze zweckentfremdet. Der vorgeschriebene 5-m-Abstand zu Kreuzungen wird zumindest in Wohngebieten auch immer häufiger ignoriert, Parken in zweiter Reihe ist mancherorts auch praktisch üblich.

Immer mehr Kraftfahrzeuge benötigen immer mehr Platz. In der Folge asphaltieren wir immer mehr Land zu und stellen Autos drauf ab, die im Schnitt 23 Stunden pro Tag ungenutzt herumstehen und die übrige Stunde Den Rest des Beitrags lesen »


Abendwolken

Abendhimmel mit Wolken, in der oberen Bildhälfte von der Sonne beleuchtet, in der unteren Hälfte sehr dunkel

Neulich, kurz vor Sonnenuntergang


Schlürfen und nippen

Gelegentlich lese ich in Zeitungen Artikel, die von irgendwelchen bestimmten Milieus handeln oder wo solche Milieus zumindest gestreift werden. Als Journalist soll oder will man sich mit dem Objekt der Berichterstattung nicht gemein machen, sondern professionelle Distanz wahren. Außerdem will man – unterstelle ich – nach Möglichkeit als weltläufig, erfahren, abgeklärt gelten, schreibt deshalb oft schwungvoll, ein bisschen witzig, ein bisschen ironisch und jedenfalls über den Dingen stehend.

Im Rahmen solcher Berichterstattung wird gern beschrieben, was die Leute so tun. Und dabei kommt dann gelegentlich auch die Rede darauf, was für Getränke die beschriebenen Leute so zu sich nehmen und wie sie Den Rest des Beitrags lesen »


Giftgrün

Grünschillernde Fliege auf einem grünen Blatt in einem Gebüsch am Wegrand

Die saß einfach so träge da in der Sonne, auf diesem Blatt auf einem Busch am Wegrand, während drumherum Bienen und Hummeln die Blüten versorgten (die waren aber zu hektisch für meine etwas langsame Kamera, die Schnappschüsse von neulich waren ein Glückstreffer).