Nebenan

Neulich klingelt es an der Wohnungstür. Steht ein Schornsteinfeger in voller Montur im Treppenhaus: „Tschuldigung, ich weiß, Sie haben keine Heizung mehr im Keller, sondern Fernwärme, aber ich muss im Nachbarhaus an den Schornstein, und dort macht niemand auf. Könnte ich bei Ihnen durch ein Dachfenster raus und nach nebenan aufs Dach?“

Und dann war da noch… (51)

…  die etwas angemoderte Walnuss im Balkonkasten. Wir verdächtigen eines der vielen Eichhörnchen in der Gegend, es bis auf den Balkon geschafft, dort die Nuss im Balkonkasten versteckt und sie dann dort vergessen bzw. nicht wiedergefunden zu haben. Vielleicht sollte ich mal eine Überwachungskamera auf die Balkonkästen ansetzen?

Und dann waren da noch… (50)

… die zwei Nachwuchs-Verkehrsteilnehmer (ca. 2, auf dreirädrigem Laufrad, und ca. 4, auf „richtigem“ Laufrad, beide in kräftigfarbiger Regenkleidung und mit Helm), die vom Gehwegrand aus fachkundig und mit offensichtlicher Faszination beobachten, wie auf der gegenüberliegenden Straßenseite einer Wohnstraße zwei Leute einen Pkw mit viel vor und zurück in eine sehr enge Parklücke manövrieren – einer fährt, der andere weist ein, mit Handzeichen und Zurufen und mehreren Beratungspausen.

Ein solches Schauspiel kann man sich natürlich nicht entgehen lassen. Zum Glück scheint die Mutter es mit den beiden nicht sehr eilig zu haben.

Einordnung

In der Straßenbahn. Ein paar Sitzreihen hinter mir eine Frau mit zwei Kindern im Kindergartenalter. Wir fahren an einem großen, mit Licherketten geschmückten Nadelbaum vorbei.

Kind 1, sachlich und abgeklärt: Der Tannenbaum ist aber größer als ein Mann.
Kind 2, nach einigem Nachdenken: Und der ist auch größer als die Straßenlaternen.
Kind 1, nach einer längeren Pause: Der Tannenbaum ist aber nicht so groß wie Häuser.
Kind 2: Und nicht so groß wie die Bahn.

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