Und dann war da noch… (55)

 

… das Grüppchen Vorschulkinder, die quer über die Hofeinfahrt ihres Hauses eine für sie hüfthohe Mauer aus losen Backsteinen gebaut hatten und darüber fachsimpelten, wie man da am besten weiterbauen sollte. Zum Glück musste da niemand eilig mit dem Auto durch; ein Fahrrad hätte man immerhin schnell drüberheben können.


Stufenlos

Samstagabend, sehr mildes Wetter, kurz nach Einbruch der Dunkelheit. Ich bin zu Fuß in der Stadt unterwegs. Von hinten nähern sich in raschem Tempo die Stimmen von zwei jungen Kerlen in bester Laune, untermalt von einem klappernden Geräusch.

Sagt der eine: Pass auf, da ist gleich eine Stufe. Den Rest des Beitrags lesen »


Und dann war da noch… (51)

…  die etwas angemoderte Walnuss im Balkonkasten. Wir verdächtigen eines der vielen Eichhörnchen in der Gegend, es bis auf den Balkon geschafft, dort die Nuss im Balkonkasten versteckt und sie dann dort vergessen bzw. nicht wiedergefunden zu haben. Vielleicht sollte ich mal eine Überwachungskamera auf die Balkonkästen ansetzen?


Und dann waren da noch… (50)

… die zwei Nachwuchs-Verkehrsteilnehmer (ca. 2, auf dreirädrigem Laufrad, und ca. 4, auf „richtigem“ Laufrad, beide in kräftigfarbiger Regenkleidung und mit Helm), die vom Gehwegrand aus fachkundig und mit offensichtlicher Faszination beobachten, wie auf der gegenüberliegenden Straßenseite einer Wohnstraße zwei Leute einen Pkw mit viel vor und zurück in eine sehr enge Parklücke manövrieren – einer fährt, der andere weist ein, mit Handzeichen und Zurufen und mehreren Beratungspausen.

Ein solches Schauspiel kann man sich natürlich nicht entgehen lassen. Zum Glück scheint die Mutter es mit den beiden nicht sehr eilig zu haben.


Einordnung

In der Straßenbahn. Ein paar Sitzreihen hinter mir eine Frau mit zwei Kindern im Kindergartenalter. Wir fahren an einem großen, mit Licherketten geschmückten Nadelbaum vorbei.

Kind 1, sachlich und abgeklärt: Der Tannenbaum ist aber größer als ein Mann.
Kind 2, nach einigem Nachdenken: Und der ist auch größer als die Straßenlaternen.
Kind 1, nach einer längeren Pause: Der Tannenbaum ist aber nicht so groß wie Häuser.
Kind 2: Und nicht so groß wie die Bahn.

Danach Den Rest des Beitrags lesen »


Und dann war da noch… (48)

… der Mann, der Einrad fahrend sein behindertes Kind im Rollstuhl virtuos und gleichzeitig ganz entspannt durch die Stadt schiebt. Offensichtlich haben beide großen Spaß an der Sache.


Am Straßenrand

Zwei junge Männer sitzen auf dem Sofa, rauchen, unterhalten sich lebhaft. Das Sofa – genauer: ein Zweisitzer und ein Dreisitzer ohne das zugehörige Eckelement – steht so am Straßenrand, dass es genug Platz für einen mittelgroßen Lkw ohne Anhänger blockiert. Keine Ahnung, ob da ein Umzug ansteht und man sich die Einrichtung eines Haltverbots sparen wollte. Sperrmüll stand jedenfalls nicht an. So oder so war es eine gleichzeitig etwas absurde und anrührende Szene, weil die beiden so vertieft in ihre Unterhaltung waren, als säßen sie im Wohnzimmer, nicht auf der Straße.

Auch wenn die Möbel hier wohl aus einem anderen Grund stehen, musste ich an den Open-Air-Rauchsalon von neulich denken.


Und dann war da noch… (44)

… der Zugchef im ICE, der den nächsten Halt angekündigt hatte und wie als Nachgedanken noch den Hinweis auf die Aussteigeseite lieferte: „Sehr verehrte Damen und Herren, wenn Sie in Zielstadt aussteigen, tun Sie das bitte nur in Fahrtrichtung rechts.“

(Ich habe es noch nie geschafft, an der falschen Seite auszusteigen – da gehen nämlich die Türen nie auf.)


Der Himmel nervt…

Ausschnitt einer Ravensburger-Puzzle-Schachtel, als Motiv die Elbphilharmonie in Hamburg, darauf eine Post-It-Notiz mit der Aufschrift: "Zu verschenken viel Spaß! Der Himmel nervt"

Die Elbphilharmonie ist ja schon ein toller Bau. Aber was will man Den Rest des Beitrags lesen »


Odnegueliti

Beim Aufräumen in einer Schachtel mit altem Papierkram gefunden – ein Leserbrief, den ich irgendwann in den 90er Jahren aus irgendeiner Zeitung ausgeschnitten habe:

Die englische Sprache fällt ja durch ihre stellenweise recht eigenwillige Rechtschreibung auf und durch die bemerkenswerte Diskrepanz zwischen Schreibweise und Aussprache. Da muss man dann Den Rest des Beitrags lesen »