Einordnung

In der Straßenbahn. Ein paar Sitzreihen hinter mir eine Frau mit zwei Kindern im Kindergartenalter. Wir fahren an einem großen, mit Licherketten geschmückten Nadelbaum vorbei.

Kind 1, sachlich und abgeklärt: Der Tannenbaum ist aber größer als ein Mann.
Kind 2, nach einigem Nachdenken: Und der ist auch größer als die Straßenlaternen.
Kind 1, nach einer längeren Pause: Der Tannenbaum ist aber nicht so groß wie Häuser.
Kind 2: Und nicht so groß wie die Bahn.

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Und dann war da noch… (48)

… der Mann, der Einrad fahrend sein behindertes Kind im Rollstuhl virtuos und gleichzeitig ganz entspannt durch die Stadt schiebt. Offensichtlich haben beide großen Spaß an der Sache.


Am Straßenrand

Zwei junge Männer sitzen auf dem Sofa, rauchen, unterhalten sich lebhaft. Das Sofa – genauer: ein Zweisitzer und ein Dreisitzer ohne das zugehörige Eckelement – steht so am Straßenrand, dass es genug Platz für einen mittelgroßen Lkw ohne Anhänger blockiert. Keine Ahnung, ob da ein Umzug ansteht und man sich die Einrichtung eines Haltverbots sparen wollte. Sperrmüll stand jedenfalls nicht an. So oder so war es eine gleichzeitig etwas absurde und anrührende Szene, weil die beiden so vertieft in ihre Unterhaltung waren, als säßen sie im Wohnzimmer, nicht auf der Straße.

Auch wenn die Möbel hier wohl aus einem anderen Grund stehen, musste ich an den Open-Air-Rauchsalon von neulich denken.


Und dann war da noch… (44)

… der Zugchef im ICE, der den nächsten Halt angekündigt hatte und wie als Nachgedanken noch den Hinweis auf die Aussteigeseite lieferte: „Sehr verehrte Damen und Herren, wenn Sie in Zielstadt aussteigen, tun Sie das bitte nur in Fahrtrichtung rechts.“

(Ich habe es noch nie geschafft, an der falschen Seite auszusteigen – da gehen nämlich die Türen nie auf.)


Der Himmel nervt…

Ausschnitt einer Ravensburger-Puzzle-Schachtel, als Motiv die Elbphilharmonie in Hamburg, darauf eine Post-It-Notiz mit der Aufschrift: "Zu verschenken viel Spaß! Der Himmel nervt"

Die Elbphilharmonie ist ja schon ein toller Bau. Aber was will man Den Rest des Beitrags lesen »


Odnegueliti

Beim Aufräumen in einer Schachtel mit altem Papierkram gefunden – ein Leserbrief, den ich irgendwann in den 90er Jahren aus irgendeiner Zeitung ausgeschnitten habe:

Die englische Sprache fällt ja durch ihre stellenweise recht eigenwillige Rechtschreibung auf und durch die bemerkenswerte Diskrepanz zwischen Schreibweise und Aussprache. Da muss man dann Den Rest des Beitrags lesen »


Und dann war da noch… (40)

…das zwei- bis dreijährige Mädchen in der Buchhandlung. Geht zielstrebig zu dem Regal mit den Plüschtieren und beschäftigt sich angeregt mit dem Sortiment dort. Die Mutter schaut sich das ein paar Momente an, meint dann, sie würde gern zu den Büchern weitergehen. Daraufhin die Kleine ganz erstaunt: Warum denn, hier ist es doch viel spannender?


Gern geschehen

An einen Laternenpfahl geklebter weißer Zettel mit handgeschriebenem Text: "THANKS, MATE! I NEEDED THAT!"

Die Geschichte dahinter würde mich ja dann doch interessieren. Den Rest des Beitrags lesen »


Seitenverkehrt

Zwei Kinder im Grundschulalter kommen auf Fahrrädern an eine rote Fußgängerampel, wo schon ein paar Leute warten. Sie stellen sich dazu, und als grün wird, fahren sie los. In der wackeligen Anfahrphase kommen sie sich etwas in die Quere, schaffen es aber, unfallfrei loszukommen.

Beide entschuldigen sich bei der jeweils anderen. Beide erwidern, sie hätten selbst den Fehler gemacht und die andere müsse Den Rest des Beitrags lesen »


Drahtlandschaft

Hügelige Oberfläche einer aus Stahlseil gewickelten Skulptur.

Das ist wieder die Stahlseilskulptur von neulich. Die finde ich mit dem einen Foto nicht angemessen behandelt, ich gehe also hin, um noch ein bisschen dran herumzufotografieren.

Als ich mein Stativ aufbaue und die erste Probeaufnahme mache, kommt ein Paar mit einem kleinen Kind vorbei. Der Junge, vielleicht drei Jahre alt, bleibt stehen, schaut mir zu und fragt die Eltern: „Was macht der da?“ Die Mutter: „Geh doch Den Rest des Beitrags lesen »