Followback

Wer sich im Internet äußert, will meistens, dass diese Äußerungen zur Kenntnis genommen werden. Egal ob man ein Blog betreibt oder auf Twitter, Tumblr, Instagram oder sonstwo aktiv ist – wenn das Zeug niemand aufgreift oder wenigstens liest, kann das frustrierend sein.

Nun gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, mit dem Publikum zu interagieren, und andersherum natürlich mit den Leuten, deren Content man selbst konsumiert.

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Post von Dr. Nicolas

Na Mensch, da schickt mir ein Dr. Nicolas eine E-Mail mit der Betreffzeile Sie wurden für eine Spende/Investitionsgelder in Höhe von 17.500.000 € ausgewählt und dem folgenden, hübsch komponierten Text:

Hallo, ich bin Berggruen Nicolas, der CEO von Berggruen Holdings. Sie wurden für eine Spende/Investitionsgelder in Höhe von 17.500.000 € ausgewählt. Ich weiß, wie schwer es heutzutage ist, einen Investitionskredit, Projekt- oder Privatkredit ohne Sicherheiten zu bekommen. Mit diesem Spenden-/Investmentfonds brauchen Sie sich also nicht mehr um einen Kredit zu bemühen.

Kontaktieren Sie mich für weitere Informationen unter meiner privaten E-Mail-Adresse: nicolasberggruen76@gmail.com

Grüße

Berggruen Nicolas
Vorsitzende
Berggruen Stiftung

Bisschen Kleingeld extra klingt ja ganz nett. Und diesmal so kultiviert, das ganze. Früher Weiterlesen „Post von Dr. Nicolas“

Und dann war da noch (60)

… der Mann auf dem Fahrrad in der Seitenstraße.

Ich bin zu Fuß unterwegs. Mir kommt ein Mann vielleicht um die 60 auf einem Klapprad entgegen. Er fährt langsames Dauerlauftempo und schimpft ohne Punkt und Komma halblaut vor sich hin:

Völliger Schwachsinn, was die da machen. Das ist doch totaler Unsinn ist das doch. So können die das doch nicht machen, also echt jetzt, was für ein Blödsinn wie doof kann man denn sein, so ein Schwachsinn…

Gegenstand der Betrachtung

Was mich immer wieder stört: Unvollständige oder ungenaue Definitionen oder welche, die am Thema vorbeigehen. Ein Beispiel?

Anlässlich der in London seit einiger Zeit dargebotenen Politsatire „Prime Ministers“ sickern ja immer wieder spezifisch auf das britische System gemünzte Begriffe in die deutsche Sprache oder werden zumindest öfter mal in der Berichterstattung genannt. Das trägt durchaus zur Allgemeinbildung bei. Wer hätte etwa diesseits des Ärmelkanals mit dem Begriff Speaker etwas anzufangen gewusst, wenn nicht der streitbare Speaker of the House of Commons John Bercow mit seinen telegenen Ordnungsrufen „Order! Order!“ die Position auch hierzulande bekannt gemacht hätte?

Ein anderer solcher Begriff ist „Whip“ oder „Party Whip“, davon war v.a. im Rahmen von Liz Truss‘ letzter Abstimmung viel die Rede. So eine ungefähre Vorstellung hatte ich schon, was damit denn gemeint sei, aber ich wollte Weiterlesen „Gegenstand der Betrachtung“

Auf Urlbeit

Vor kurzem ist mir ein neues Wort begegnet: Workation. Das ist nicht einfach ein Wort, das ich noch nicht kannte (kommt ja gelegentlich vor), sondern scheint tatsächlich ein recht neues Wort zu sein. Der Google Books Ngram Viewer kennt das Wort noch nicht, d.h. in den dort aktuell verwendeten, derzeit bis 2019 gehenden Korpora für Englisch und Deutsch kommt es nicht vor.

Andererseits steht es schon im Duden, was sich mit der Vermutung, es sei ein ganz, ganz neues Wort, nicht recht verträgt. Das DWDS führt den Begriff noch nicht, hat aber im angegliederten Webmonitor Belege aus dem Internet, die bis Februar 2021 zurückreichen. Also doch eher noch recht neu. Da war der Duden diesmal vielleicht wirklich ungewöhnrlich nah am Puls der Zeit.

Egal, der Begriff ist im Kommen und hat das Zeug zum nächsten dicken Ding in der Arbeitswelt. Es gibt Webseiten, die so heißen; Veranstalter, die Weiterlesen „Auf Urlbeit“

x Gründe für/gegen y

Eine Textgattung, die ich eigentlich sinnvoll finde aber in der Praxis trotzdem nicht mag, sind Auflistungen mit Gründen für oder gegen etwas, wie man sie in Zeitschriften gelegentlich findet.

Grundsätzlich durchaus sinnvoll, weil es ja durchaus vorkommt, dass man sich überlegt, etwas bestimmtes zu tun oder anzuschaffen und nicht so genau weiß, ob das überhaupt eine gute Idee ist, was dafür und was dagegen spricht oder welches von mehreren möglichen Dingen in der konkreten Situation die beste Lösung ist.

In der Praxis Weiterlesen „x Gründe für/gegen y“

Altes Wissen

Neulich ist mir das Buch „Alte Berufe Niedersachsens“ in die Hände gefallen, eine 1926 von Ernst Bock herausgegebene Sammlung von Texten über untergegangene oder untergehende Berufe.

In vielen der Texte schwingt eine teils fast ins Weinerliche spielende Nostalgie angesichts der großen Umwälzungen mit, die die industrielle Revolution mit sich gebracht hat. Mit jedem aussterbenden Beruf geht ja neben dem (oft in der alten Form meist nicht mehr nötigen) handwerklichen Können und Fachwissen tatsächlich auch eine Menge Brauchtum unter, für das schnöde Industrieansiedlungen keinen Ersatz bieten können, und bei allen Verbesserungen des Lebensstandards wird der Alltag doch irgendwie farbloser und prosaischer. Dem Gewohnheitstier Mensch fallen diese Lücken häufig unangenehm auf, und der verfließenden (und oft genug nur vermeintlichen) Handwerksherrlichkeit wird in dem Band ausgiebig hinterhergetrauert.

Ein Text hat es mir besonders angetan, nämlich Weiterlesen „Altes Wissen“

Neuer Anlauf

Die vor ein paar Jahren versuchte Renovierung des Blogdesigns hier hatte ja nicht so toll funktioniert, bzw. ich hatte sie wieder rückgängig gemacht und das ganze dann vergessen. Jetzt bin ich wieder soweit, dass mich das aktuelle Design nervt. Auch, stelle ich fest, ist es nur sehr bedingt smartphonetauglich, und in den letzten Jahren hat sich die Mobilgerätetauglichkeit von nett aber nicht nötig zu muss sein gemausert.

Mobile first ist mittlerweile der Grundsatz in vielen IT-Bereichen, das Zeug muss v.a. auf Smartphones u.ä. gut aussehen und bedienbar sein, mit dem PC geht dann alles irgendwie. Das alte Theme, Clean Home, sieht auf dem Handy nicht so toll aus. Man kann Weiterlesen „Neuer Anlauf“

Achterbahn

Wie schon erwähnt brauche ich einen neuen Fotoapparat. Vor einer Weile, schon vor dem aktuellen Wiederaufguss des leidigen Objektivfehlers, hatte ich angefangen, mir Gedanken über eine Nachfolgerin für meine Powershot zu machen und mich nach etwas Passendem umzusehen.

Auch wenn es da noch um eine Ergänzung meiner Ausrüstung ging, nicht um einen Ersatz, kommen mir die schon angestellten Überlegungen und Nachforschungen jetzt ganz gut zupass. Ich kann direkt daran anknüpfen.

Es soll eine Systemkamera werden, oder DLSM, wie wir (hüstel) Profis sagen. Spiegelreflex bringt bei digitaler Fotografie keinen Vorteil mehr, und so befriedigend sich das Arbeiten der Spiegelmechanik beim Auslösen auch anhört und anfühlt – die aufwändige Mechanik braucht nur unnötig Platz und ist ansonsten vor allem eine vermeidbare Fehlerquelle.

Bei der Recherche Weiterlesen „Achterbahn“