Ultimo plus eins

Es gibt in der Welt der Banken und Kaufleute ein besonderes Wort für den letzten Tag des Monats: Ultimo. Da werden Zahlungen per ultimo geleistet oder gebucht, Fristen auf ultimo d. M. oder d. J. gesetzt, und – etwas abseits des Themas – als ultima ratio beauftragt man eine Inkassofirma oder holt den Gerichtsvollzieher. Zu ultimo muss alles stimmen, sollen die Bücher ausgeglichen und alle Zahlungsvorgänge einsortiert sein.

Aber Monate haben ja nicht nur ein Ende, sondern auch einen Anfang, der Oktober zum Beispiel heute. Darum Den Rest des Beitrags lesen »


[Vorname]&[Vorname]

Es gibt eine ganze Reihe von Marken und Ketten, die nach dem Muster [Vorname]&[Vorname] heißen. Gelegentlich wird eine Art Gründungsmythos kolportiert, gern nach dem Strickmuster: Im Jahr x taten sich zwei junge Leute zusammen, um das beste Bier/den besten Cider/die besten Sandwiches/das beste Was-auch-immer zu produzieren. Sie fingen in einer Garage/einem Keller/einem alten Schuppen an, entwickelten Rezepte, gewannen die ersten Kunden, und jetzt ist alles super.

Inwieweit diese Geschichten stimmen, steht dahin. Aber die Namen der beiden Gründer bleiben im Firmennamen erhalten. Man kann Den Rest des Beitrags lesen »


Wohltemperiert (2)

Bei meinen kürzlich angestellten Betrachtungen zu unerwartet abrupten Übergängen von einem Zustand in einen anderen hatte ich die physikalische Seite praktisch vollständig außen vor gelassen.

Wenn Tee, Kaffee, Glühwein oder Fischstäbchen von jetzt auf gleich nicht mehr „viel zu heiß“ sind sondern nur noch lauwarm oder jedenfalls „deutlich zu kalt“ und man die gefühlt nur wenige Sekunden dauernde Phase „gerade richtig“ wieder verpasst hat, könnte man Den Rest des Beitrags lesen »


Globuli (2)

Blick auf den Rand eines doppelverglasten Fensters, wo zwischen den Scheiben eine Ansammlung schmuddelig-weißer Kügelchen liegt; Menge etwa ein Teelöffel, die Größe der Kügelchen ist ungleichmäßig, die meisten sind etwa so groß wie homöopathische Globuli, manche kleiner

Wieder eine größere Menge kleiner weißer Kügelchen entdeckt, diesmal zwischen den Scheiben eines mehrfachverglasten Fensters auf einem Schiff. Ich kann Den Rest des Beitrags lesen »


Fahrspaß

Neulich habe ich irgendwo gelesen, Mercedes habe vor, sich langsam vom Schaltgetriebe zu verabschieden und in ein paar Jahren nur noch Fahrzeuge mit Automatikgetriebe anzubieten. Die klassische Handschaltung werde nicht mehr so viel nachgefragt, sei ohnehin nicht mehr auf der Höhe der Zeit und habe ausgedient. Heute lese ich, dass VW ähnliche Pläne verfolge, spätestens 2030 werde der letzte VW mit Handschaltung vom Bamnd rollen.

Das schlägt im Land der Autobahn natürlich Wellen. Die Zeit stellt unter der Überschrift Der Gruß vom Getriebe wird fehlen gleich die richtigen Fragen:

VW nimmt Abschied von der Handschaltung. Muss man sagen: endlich? Oder ist Fahren mit Automatik so lahm wie Kochen mit dem Thermomix? Ein Pro und Contra

Das ganze hängt hinter der Bezahlschranke, aber der Anreißer reicht mir schon aus. Der Vergleich zwischen Automatikfahren und „Kochen mit dem Thermomix“ zielt natürlich auf den vielbeschworenen Fahrspaß, den man beim Autofahren ja unbedingt haben soll (oder jedenfalls haben dürfen muss oder so). Das Auto, vor allem das eigene, ist ja nicht einfach ein Transportmittel, ein Werkzeug. Nein, es ist Projektionsfläche für alles mögliche, sichtbares Zeichen der Volljährigkeit, Selbstverwirklichungsmaschine, Männlichkeitsnachweis und manchmal angeblich Ausgleich für mutmaßlich zu klein geratene bzw. lebensstil- oder altersbedingt nicht mehr vollfunktionstüchtige Körperteile. Gebraucht wird das eigene Auto nicht selten wie ein fahrender gestreckter Mittelfinger, der pausenlos irgendwas zwischen „Eure Armut kotzt mich an“, „Ich habe immer Vorfahrt“ und „Mir scheißegal, ob es auch langsamer oder leiser ginge“ in die Welt wedelt, dazu meist noch „Heul doch!“

Ich finde nach wie vor, dass das Auto in erster Linie ein Werkzeug ist, ein Lastesel. Privatautos halte ich schon seit langem für wenig sinnvoll, weil sie die meiste Zeit Den Rest des Beitrags lesen »


Höflich

Wenn man mit irgendeinem vertrackten Problem beim (mit externen Mitarbeitern besetzten) IT-Support anruft, sie einem dort auch nach längerer Beratung erstmal nicht helfen können und die Support-Mitarbeiterin gegen Ende des Gesprächs mitteilt, es sei doch richtig angenehm, mal einen höflichen, freundlichen Menschen zu sprechen, dann hat man wohl einiges richtig gemacht. Oder mehrere der vorigen Hilfesuchenden haben sich mächtig danebebenommen. Oder beides. Jedenfalls war das wohl eine für beide Seiten erfreuliche Interaktion.

 


Pluralformale Entgleisung

Neulich auf dem Einkaufszettel:

Eier
Zucker
Butter
Mehl

Leider ohne Mengenangaben. Egal, Den Rest des Beitrags lesen »


Und dann war da noch… (54)

… der Trupp Handwerker. Stehen in uniformer, blitzsauberer Firmenkleidung auf dem Bürgersteig neben ihrem Lieferwagen und warten auf irgendwas. Beinahe so, als ob sie für ein Werbefoto posieren. Stehen wie ein Mann und schauen konzentriert in dieselbe Richtung, bewegen die Köpfe praktisch unisono, als hingen sie an derselben Fernbedienung.

Folgt man dem kollektiven Blick, sieht man in der Pizzeria nebenan eine sehr hübsche Kellnerin, wie sie die Tische an der Straße für den Mittagsbetrieb richtet.


Zweite Baustelle

Meine Tochter und ich wollen über die Sommerferien eine E-Gitarre bauen. Dieses Projekt begleiten wir mit einem eigenen Blog: Holz Draht Strom. Dort soll es Beiträge über das Gitarrenbauprojekt geben, vielleicht auch über Werkzeuge, Hilfsmittel, Problemlösungen in dem Zusammenhang. Die Details kann man dort nachlesen.

Hier auf gnaddrig ad libitum soll sich eigentlich wenig ändern. Kann höchstens sein, dass es in den nächsten Wochen etwas ruhiger zugeht, aber das wird sich finden.


Klischee

Plastikparkscheibe, wie sie im Auto ausgelegt wird, allerdings pink mit der Aufschrift: "Bin kurz shoppen" und "Lady on Tour!"

Klischee gefällig? Hier, ein besonders dämliches, ausgeleiertes. Und dann noch so halbherzig, sie haben weder Schuhe noch Handtaschen erwähnt. „Ich habe gar nichts anzuziehen!“ fehlt auch. Und Den Rest des Beitrags lesen »