Druckerfantasie

Unerwarteter Besuch? Einfach das nötige Geschirr und Besteck ausdrucken. (Den Drucker hat man seit letztem Jahr sowieso.) Hinterher in die Spülmaschine, und wenn es nicht mehr benötigt wird, kann man es einschmelzen und als Rohstoff für neue Drucke verwenden. Das Einschmelzen ist kein Hexenwerk, man könnte sicher mit überschaubarem Aufwand ein geeignetes Gerät herstellen, das das eingeschmolzene Plastik dann als Granulat oder in sonst einer für den 3D-Drucker verwendbaren Form ausgibt.

Aus demselben Material könnte man sich sicher auch Wäscheklammern, Stöpsel für Luftmatratzen und ähnliche Gegenstände des täglichen Bedarfs ausdrucken, die bekanntermaßen immer dann kaputt- oder verlorengehen, wenn man sie eigentlich dringend braucht und man sie nicht ersetzen kann, entweder weil es Samstagnacht ist oder man in der Wildnis kampieren will oder so. Ok, im letzteren Fall hätte man auch den Drucker nicht dabei, aber im Prinzip…


Eierbecher 2.0

Wenn ich könnte, wie ich wollte, hätte ich jede Menge toller Hitech-Geräte im Haushalt. Tatsächlich gebaut habe ich bisher nur den halbautomatischen Kuckuck, und der ist definitiv nicht Hitech, hat nicht wirklich eine Funktion und als Nutzen nur die Befriedigung, was Schräges gebaut zu haben aus den Resten einer Kuckucksuhr, die sonst in den Müll gewandert wären.

Nun gibt es ja – allen Fortschritten der Technik zum Trotz – noch jede Menge ungelöster Probleme. Wir fliegen auf den Mond und aus dem Sonnensystem, aber Frühstückseier richtig zu kochen ist bis heute weitgehend Glückssache. Vergangenen Mai hatte ich dieses uralte Problem der Menschheit durch die vielbeachtete Erfindung der Frühstückseimaschine endlich gelöst.

Dabei war allerdings das Pellen des Frühstückseis zu kurz gekommen, das hatte ich damals nur in einem Nebensatz abgehandelt. Jetzt haben meine Töchter und ich beim Frühstück Möglichkeiten diskutiert, diese gravierende Lücke zu schließen, und die grundlegenden Spezifikationen für ein dazu geeignetes Gerät entwickelt. Meine Frau hat währenddessen gelegentlich die Augen gerollt und ihr Frühstücksei gegessen, solange es noch heiß war.

Das Öffnen, Pellen und Essen des Frühstückseis ist nämlich längst nicht so trivial, wie man meinen könnte. Wer je versucht hat, ein deutlich zu weiches Ei unfallfrei zu löffeln, wird Den Rest des Beitrags lesen »


Spiegelei

Das gemeine Spiegelei ist in kulinarischer Hinsicht ein alter Hut. Spießeressen, vielleicht ein bisschen altmodisch und langweilig, Arterienverkalkungsbeschleuniger und unveganes Gräuel. Trotzdem scheint es sich ungebrochener Beliebtheit zu erfreuen, und es birgt einiges Spaßpotenzial – man kann sehr schöne Albereien damit anstellen.

Eigens zu diesem Zweck werden im Haushaltswarenhandel Formen aus Metall oder Silikon angeboten, die man in die Pfanne legt und die den anschließend hineingeschlagenen Eiern eine bestimmte Form geben. Da gibt es alles Erdenkliche, von einfachen geometrischen Formen über Herzen, Blumen, Eulen bis zu Totenköpfen wird ein breites Spektrum abgedeckt. Wenn man will, kann man Den Rest des Beitrags lesen »


Die Frühstückseimaschine

Wer zum Frühstück gerne gekochtes Ei hat, kennt das Dilemma: Wie kriegt man die Eier einigermaßen zuverlässig so gekocht, wie man sie gern hätte? Sie werden fast unweigerlich zu hart oder zu weich, oder die Schale kriegt einen Riss und das Ei läuft halb aus, bevor es fest wird und man hat dann buchstäblich gekochtes Wasser im Frühstücksei.

Eier sind ja nun Naturprodukte, und als solche sind sie trotz Sortierung nach Größen zu uneinheitlich, als dass man einfach so regelmäßig zielgenau den richtigen Weichheitsgrad hinkriegen könnte. Die Schale kann dicker oder dünner sein, das Dotter größer oder kleiner. Das Alter eines Eis beeinflusst möglicherweise das Verhalten im Kochtopf. Luftdruck, Wasserhärte, was weiß ich, was da noch alles mitmischt und Eierkochen für die Allermeisten zum Glücksspiel macht.

Wer nicht gerade Profikoch ist oder Eierkochgeek, hat keine Chance und muss Den Rest des Beitrags lesen »


Teleportation – wie es wirklich wäre

Es kommt ja immer wieder vor, dass man irgendwohin muss oder will, und dass man Sachen mitnehmen muss oder will, und dass es beschwerlich ist, dorthinzukommen. Der Weg ist weit, es regnet und das Fahrrad hat ’nen Platten. Die Busse fahren unregelmäßig oder machen riesige Umwege, der Weg von Ulm nach Stuttgart führt dann schon mal über Kiel. Blärgs.

Da wäre es praktisch, sich per Maschine überall dort hin beamen zu können, wo man hinwill. Koordinaten oder Adresse oder als Google-Suche formulierte Zielangabe eingeben und los geht’s.

Das würde in vielen verschiedenen Situationen ungeahnte Möglichkeiten eröffnen und jede Menge Zeit sparen. Das Klingeln zur 1. Stunde fängt eben an? Ein Knopfdruck, und Den Rest des Beitrags lesen »


Ordnung wie gedruckt

Wir haben eine Bastelkiste, in der wir unser Bastelmaterial aufbewahren – Buntpapier, Fotokarton, Filz, Glitzerkram, Farbe, Klebstoff, Glasperlen, was weiß ich. Der Bestand ist im Laufe der Jahre erheblich gewachsen, und in der Kiste ist es unübersichtlich geworden. Deshalb haben wir jetzt mal versucht, den Inhalt ein wenig zu sortieren. Kleinkram sollte in durchsichtige Ziploc-Tüten. Farbdöschen oder -fläschchen in Pappschachteln oder durchsichtige Plastikdosen, Stifte ebenso. Dabei sollte gleiches mit gleichem einsortiert werden, es geht ja darum, die Sachen einfach auffindbar zu machen.

Nun hatten wir ein paar kleine Pappschachteln unterschiedlicher Formate und die eine oder andere Tupperdose zur Verfügung, um das Zeug ordentlich unterzubringen. Aber leider ist es mit diesen Behältnissen so, dass die oft knapp zu klein sind. Man kriegt die vorhandenen fünf Flaschen und drei Dosen Farbe und die zwei Lackstifte mit Müh und Not und viel Zirkelei gerade so drin unter, aber wenn eine Farbe dazukommt oder ein als Ersatz für eine verbrauchte Farbe gekauftes Gebinde ein anderes Format hat, passt es nicht mehr.

Und wenn man die so überladene Schachtel auch nur zu scharf anschaut, fällt was raus. Ordnung geht anders, also Den Rest des Beitrags lesen »


Abtauen leichtgemacht

Kühltruhen und Eisschränke sollten bekanntlich einigermaßen regelmäßig abgetaut werden. Das hat einerseits hygienische Gründe – im Rahmen der normalen Benutzung kommt es unvermeidlich zu Verunreinigungen, und irgendwann fängt auch der tiefgekühlteste Dreck an, komisch zu riechen. Außerdem setzt sich bei jedem Öffnen Luftfeuchtigkeit als Reif an den Kühlelementen ab und wächst mit der Zeit zu beachtlichen Eisschichten und Klumpen heran, bis die Schubladen irgendwann verklemmen oder man die Tür nicht mehr zukriegt. Und auch wenn die Tür noch zugeht, verbraucht das Ding dann mehr Strom als nötig.

Also ist es sinnvoll, die Kisten immer mal abzutauen und bei der Gelegenheit auch gleich den Innenraum zu säubern. Das geht meistens ganz einfach – ausschalten (oder Abtauautomatik einschalten), leerräumen, bei offener Tür stehenlassen, bis das Eis weg ist. Ob man das Tauwasser in einer Schüssel o.ä. auffängt oder hinterher die zu erwartende Riesenpfütze aufwischt, bleibt jedem selbst überlassen.

Das Problem

Je nach Vereisungsgrad muss man für das Abtauen einiges an Geduld mitbringen. Trotzdem sollte man tunlichst Den Rest des Beitrags lesen »


Zebrastreifen 2.1

Mein Vorschlag, eine technisch anspruchsvolle, dafür aber auch spektakuläre Anlage zum Überqueren vielbefahrener Straßen zu bauen, ist auf wenig Gegenliebe gestoßen. Selbst wenn ich einen geeigneten Standort und einen finanzkräftigen Geldgeber hätte, würde das Projekt sicher an Regularien, Risiken und Nebenwirkungen scheitern, wie Nesselsetzer ganz richtig anmerkt. Ein wirtschaftlicher Betrieb wäre von vornherein ausgeschlossen, das Ding wäre nur als Prestigeobjekt denkbar.

Da dieses Projekt damit ganz klar in den Bereich der Träumerei einzuordnen ist, kann ich gleich noch eins draufsetzen. (Das ist übrigens das Zeug, das Architekten, Autofirmen und andere visionär aktive, mit den Emotionen des Publikums jonglierende Personenkreise gern auf Messen und Ausstellungen vorstellen. Man denke nur an die vollmundigen Visionen aus den 60er Jahren von Siedlungen auf Mond und Mars, von den im Jahr 2000 allgegenwärtig gedachten Flugautos, oder auch an die unzähligen Konzeptautos und -häuser, die es so gut wie niemals aus dem Elfenbeinturm heraus in die Wirklichkeit schaffen.)

In einem Kommentar hatte ulf_der_freak vorgeschlagen, statt meines Riesenrades auf beiden Straßenseiten Katapulte aufzustellen. Da das nicht nur wegen der nötigen Beschleunigung problematisch wäre, sondern beim Aufprall auf der anderen Straßenseite auch ein gewisses Verletzungsrisiko mit sich brächte, habe ich den Vorschlag weitergedacht und präsentiere hier – gespannte Stille, Trommelwirbel, der Vorhang zittert, ein Raunen geht durch die Menge, meine Damunherrn, darf ich präsentierenDen Rest des Beitrags lesen »


Laminierte Windschutzscheibe

Fliegende Insekten sind einer der natürlichen Feinde des Autofahrers. Nicht, weil sie ihm normalerweise gefährlich werden, auch wenn eine Fliege oder Mücke im Auto erhebliches Ablenkungspotenzial hat. Sondern weil sie je nach Jahreszeit und Gegend massenhaft an der Windschutzscheibe verrecken. Dort kleben sie dann und sind oft nur sehr schwer wieder abzukriegen.

Zwar stellen die meisten Tankstellen Eimer mit Dreckwasser, zerfledderte Kratzschwämme und ausgefranste Abzieher zum Reinigen der Scheiben bereit, aber oft zieht man gegen gründlich festsitzende Insektenreste dann doch den Kürzeren. Ich habe manches Mal nach längerer Schrubberei aufgeben müssen.

Hausmittel wie das Einreiben der Windschutzscheibe mit einer Apfelscheibe, bevor man eine längere Fahrt antritt, sind meistens Hokuspokus. Vielleicht Den Rest des Beitrags lesen »


Zebrastreifen 2.0

Fußgängerampeln sind eigentlich eine ganz feine Sache. Man muss nicht bis zur nächsten Kreuzung laufen, um einigermaßen sicher über vielbefahrene Straßen zu kommen. Und wenn man mit kleinen Kindern unterwegs ist, ist es gut, einen Weg über die Straße zu haben, der auch für Kinder eindeutig als erlaubt erkennbar ist.

Ganz wichtig ist bei Fußgängerampeln aber, dass sie einigermaßen schnell reagieren. Wenn man nach Knopfdruck so lange an der Ampel warten muss, dass man in der Zeit auch bis zur nächsten Kreuzung und zurück laufen oder sich mit dem Spaten unter der Straße durchgraben könnte, gehen die meisten Leute eben ohne Ampel bzw. bei rot über die Straße, sind damit ein schlechtes Beispiel für Kinder und machen dadurch dem Rettungsdienst direkt oder indirekt unnötige Arbeit.

Das Problem

Schnell sollten sie also Den Rest des Beitrags lesen »