AQualtit#ät

Bekanntlich wird ja alles immer schlimmer. Immer. Schlimmer. Alles. Ich erlebe Sachen, das hätt’s früher nicht gegeben. Und ich rede hier nicht von der angeblich zunehmend verlotterten, respekt- und kulturlosen Jugend oder der unterstellten kulturimperialistischen Verwässerung der deutschen Sprache oder so. Sondern von Hosentaschen.

Bin das nur ich, oder werden die Hosentaschen von Jeans seit Jahren aus immer mieseren Stoffqualitäten genäht? Früher, also bis ein paar Jahre in dieses Jahrtausend hinein, habe ich  meine Jeans getragen, bis sie an den Knien oder am Hintern durchgescheuert waren. Die Hosentaschen waren nie ein Problem.

Seit vielleicht zehn Jahren Den Rest des Beitrags lesen »

Advertisements

Always Look on the Bright Side of Life…

Sie hatten die Idee wahrscheinlich schon lange in ihren Herzen bewegt. Jetzt, wo der US-Präsident den Ausstieg seines Landes aus dem Pariser Klimaabkommen verkündet hat, haben sie anscheinend Morgenluft gewittert und sind damit an die Öffentlichkeit getreten.

Der sogenannte Berliner Kreis der CDU/CSU schlägt vor, das mit der Klimapolitik nochmal zu überdenken und mindestens die klimapolitischen deutschen Sonderlocken zu kippen. In anderen Worten, man soll die über das im Abkommen Vereinbarte hinausgehenden Selbstverpflichtungen zur Vermeidung von CO2-Emissionen usw. wieder abschaffen, überhaupt den Unsinn mit den erneuerbaren Energien sein lassen und statt den ohnehin unvermeidlichen Klimawandel verhindern zu wollen sich einfach darauf konzentrieren, das Land an dessen Folgen anzupassen.

Außerdem, und das ist das beste, solle man Den Rest des Beitrags lesen »


Materialermüdung

Es wird immer wieder behauptet, dass die Hersteller aller möglichen technischen Geräte ihre Apparate so bauen, dass sie möglichst bald nach Ablauf der Garantiefrist kaputtgehen. Außerdem wird heute alles aus Billigteilen zusammengeklebt, sodass man oft gar nichts mehr reparieren kann, sondern mindestens große Baugruppen oder gleich das ganze Gerät komplett ersetzen muss.

Beispielsweise sollen bei Fernsehern mancher Marken wärmeempfindliche Bauteile direkt im warmen Abluftstrom oder neben wärmeproduzierenden Komponenten verbaut sein. Dass Drucker oft nach einer bestimmten Seitenzahl den Dienst quittieren und Druckerpatronen leer zu sein vorgeben, wenn sie noch reichlich Tinte haben, ist lange bekannt. Sicher gibt es noch mehr Beispiele.

Wann immer das Thema geplante Obsoleszenz aufgebracht wird, werden die Vorwürfe dementiert. Zumindest natürlich von den betreffenden Herstellern, das würde ja sonst schlecht aussehen. Es gibt verschiedene, einander teils widersprechende Theorien zum Thema. Verbraucherschutzorganisationen und Behörden haben dazu Untersuchungen und Studien durchgeführt, mit durchwachsenen Ergebnissen. Nachweisen kann man nichts, aber durch die Bank weg ausschließen kann man solche Machenschaften eben auch nicht, und es soll manches dafür sprechen, dass geplante Obsoleszenz tatsächlich praktiziert wird.

Wie dem auch sei, grundsätzlich kann ich Den Rest des Beitrags lesen »


Ellenbogengesellschaft

Immer wieder gibt es Werbeanzeigen für Notebooks, Internetprovider, Immobilienportale o.ä., wo eine glückliche Benutzerin oder Kundin dem Publikum vormacht, wie toll das alles ist. Ein typisches Szenario: Junge Frau liegt auf dem Bauch, die Ellenbogen aufgestützt, das Notebook vor sich und strahlt den Bildschirm oder die Kamera an. Gerne wird das in einem leeren, sonnendurchfluteten Zimmer auf glänzendem Parkett arrangiert, manchmal auf einem Designersofa, gelegentlich auch auf einer Terrasse, auf dem Rasen oder am Strand.

Gibt es überhaupt jemanden, der in dieser Position tatsächlich mehr als fünf Minuten surft? E-Mails liest und beantwortet? Sich gar ganze Filme so anschaut? Kann ich mir kaum vorstellen, dazu ist es doch viel zu unbequem. Da tun mir jedenfalls in Nullkommanix die Ellenbogen und der Rücken weh, und ich kriege einen steifen Nacken. Könnte ich nicht.

Schon als Kind habe ich es selten mehr als ein paar Minuten so ausgehalten (schlimmer ist nur Schneidersitz). Und wenn man sich auf die Ellenbogen stützt, ist die Bewegungsfreiheit der Arme deutlich eingeschränkt, da dürfte es dann eher anstrengend sein, den Touchpad zu bedienen, vom Tippen auf einer normalgroßen QWERTZ-Tastatur mal ganz abgesehen. Außerdem Den Rest des Beitrags lesen »


Blockflöte?

Seit mehreren Tagen höre ich abends Geräusche, die wie Blockflöte klingen. Das, was Anfänger produzieren, wenn sie Blockflöte üben. Lange bevor sie es zu dem klaren, wohldefinierten Ton bringen, den man diesem Instrument entlocken kann wenn man kann. Aller Anfang ist schwer und klingt bescheiden: Hnü-fnüh, fnü-fnüh, fnüh fnüh fnüh fieps fnühfiepsfnürgs hnüh.

Viel Mühe wird darin investiert, die Töne nicht mit dem geforderten sauberen d zu beginnen, sondern irgendwie ins Leben zu hauchen und die Zombies dann irgendwie ihr Unleben aushauchen zu lassen. Ich weiß bescheid, ich habe das damals auch gemacht. Den Sound kenne ich.

Die meisten geben irgendwann auf, manche schaffen es bis zur richtigen Musik. Aber am Anfang stehen lange Stunden fnüh fnüh fieps fnüh. Unweigerlich und zum Schrecken aller in Hörweite. Wenn die Schule (oder die Eltern oder der Erbonkel) das wollen, wird blockgeflötet (alternativ bzw. je nach Status auch gegeigt, das kann am Anfang ebenfalls furchtbar sein, davon aber vielleicht ein andermal). So ein Grundschüler arbeitet dann das Pensum ab und die Nachbarschaft hört gezwungenermaßen mit. Fensterschließen hilft nicht, dazu ist das Gerät zu schrill. Ohrstöpsel helfen auch nicht. Nichts hilft, nur Flöte verschwinden lassen.

Ich weiß gar nicht, ob oder wo das kollektive Blockflötenspiel in der Grundschule noch üblich ist, meine Kinder haben das in der Grundschule nicht gehabt. Egal, Den Rest des Beitrags lesen »


Gesessen

Mal wieder mit Rückenschmerzen, verkrampftem Nacken und eingeschlafenem Po aus einer knapp anderthalbstündigen Veranstaltung gekommen. Das, was in dem Raum als Stühle angeboten wird, ist eine Unsäglichkeit. Optisch so naja, schon irgenwie schick, Design und so, mit (wie es beim Hersteller stilvoll und durchaus zutreffend heißt) formaler Zurückhaltung und konstruktiver Klarheit. Stahl und Plastik, farblich auf den Teppichboden abgestimmt.

Aber ergonomisch? Eine Katastrophe. Die leicht nach vorn abfallende Sitzfläche macht aufrechtes Sitzen auf Dauer unangenehm. Nach ein paar Minuten lehnt man sich notgedrungen an die zu niedrige und zu weiche Rückenlehne und (ich spreche da jetzt für Leute, die Den Rest des Beitrags lesen »


Lächeln und freuen

laecheln_freuen

Was soll das denn? Glauben die ernsthaft, jemand würde gegen einen Strommast rennen und anschließend lächeln und sich des Lebens freuen, bloß weil ein anonymer Aufkleber dazu auffordert? Wer Lebensfreude verbreiten will, soll schöne, interessante oder witzige Dinge an Strommasten kleben statt bräsiger Gutgemeintheiten in stümperhaftem Grafikdesign.

Meine Zahnschmerzen, meine Arthritis, mein Darmkrebs (alle zum Glück nur illustrationshalber ausgedacht) werden sicher sofort besser, ebenso das schmuddelige Wetter und der chronische Parkplatzmangel, wenn ich schnell des Lebens freue und lächle. So ein nutzloser Quark!

Und überhaupt, Den Rest des Beitrags lesen »


BrubbelbrubbelSCHNAAARRRRZZZZZ!!

Bei uns in der Nachbarschaft gibt es neuerdings ein kostenloses, ähm, Unterhaltungsprogramm. Ein Kerl mittleren Alters, der sein Motorrad allabendlich eine halbe Stunde lang um den Block reitet. Das ist nicht banale Fortbewegung, das ist eine Produktion, ein Schauspiel, da wird Geschichte geschrieben. Da steigen Zeus, dem alten Höllenreiter, die Tränen in die Augen…

Es handelt sich bei der Maschine um eine Chopper: Ledersattel etwa auf Kniehöhe, wenn man danebensteht, Fußstützen nur unwesentlich tiefer, also immer noch fast auf Kniehöhe. Handgriffe des Lenkers auf Schulterhöhe und etwa 1,20 m auseinander. Und so weit vorn, dass der Fahrer sich ziemlich vorbeugen muss, um mit ausgestreckten Armen überhaupt dranzukommen. Wie es aussieht kann der kaum Den Rest des Beitrags lesen »


Apropos Islamisierung

Jetzt bin ich ganz zufällig über etwas gestolpert, das mich über den Haufen gekegelt hat. Ich bin noch ganz fassungslos. Wir wissen ja alle, wie schlimm das mit der Islamisierung unseres deutschen Vaterlandes ist. Die kommen her, stellen überall Minarette in die SkylinesSilhouetten unserer schönen Städte, verstopfen die Fleischtheken mit ihrem Halal-Zeug, können (oder wollen) die Finger nicht von unseren Frauen und Töchtern lassen, sind schon bei harmlosen Dingen gleich mit dem Messer dabei. Überall Bärtige mit Transparenten und Koranstapeln in den Fußgängerzonen und so. Man erkennt ja die eigene Heimat kaum wieder!

Schlimm genug, aber was ich jetzt gesehen habe, schlägt dem Fass den Boden aus. Die Islamisierung gewinnt an Schwung, geht in die nächste Stufe, tritt sozusagen (Gruß an nömix!) auf den Turbo. Das hat eine ganz andere Qualität jetzt. Man sehe sich das an:

islamisierung

Da fällt mir echt nichts mehr ein, da kann ich nur noch Den Rest des Beitrags lesen »


Degeneriert

Neulich habe ich in so einem völkisch orientierten, fleißig „überfremdungskritisch“ trompetenden Hetzblog gelesen, Englisch sei nichts weiter als ein degenerierter deutsch/germanischer Dialekt. Die englische Kultur sei nichts weiter als eine auf einer [sic!] Abart germanischer Sprachen bezogene Randerscheinung der Germanen, und – natürlich – ohne den deutschen Vorfahren gebe [sic!] es die “englische” Kultur nicht. Englisch sei die Weltsprache der Degenerierten.

Kann man meinen, es wird davon aber nicht richtiger. Und wenn ich mir anschaue, mit was für Parolen derzeit in Deutschland spazierengegangen und marschiert wird, frage ich mich, wen man hier für degeneriert halten soll.

Erstmal zur Kultur: Mir liegt es fern, die „englische Kultur“ als besonders hochstehend oder nachahmenswert hinstellen zu wollen. Sie ist im Wesentlichen ein Fork der gemeinsamen, eigentlich noch nicht wirklich deutschen Vorgängerkultur. Seit der Übersiedlung der Angeln und Sachsen auf die britischen Inseln ist sie natürlich durch romanische, namentlich französische Einflüsse „verdorben“ worden. Andererseits müsste der langjährige dänische (also germanische!) Einfluss sie im Gegenzug veredelt haben, da könnte der Saldo am Ende einigermaßen ausgeglichen sein. So oder so Den Rest des Beitrags lesen »