Sachensucher

Handy verloren oder irgendwo liegengelassen? Ärgerlich. Hoffentlich passwortgeschützt und gesperrt, sonst kann es dreifach unangenehm werden. Egal, ob das Handy bei irgendeiner Gelegenheit aus der Tasche fällt oder ob man es bei Feierabend im Büro liegenlässt (noch schlimmer: auf dem Weg ins Wochenende; ganz schlimm: auf dem Weg in den Urlaub) –  es ist lästig. Je mehr man im Alltag das Smartphone benutzt, desto mehr fehlt es, wenn es weg ist.

Zum Glück kann man solchen Unannehmlichkeiten vorbeugen. Man braucht nur einen Schlüsselanhänger mit einem Chip, der Krach schlägt, sobald man sich über eine voreingestellte oder vom Benutzer festzulegende Distanz vom eigenen Smartphone entfernt. Ob das Ding dann nun blinkt, piepst oder vibriert kann man nach persönlicher Vorliebe einstellen. (Oder ein Implantat speist eine entsprechende visuelle Meldung direkt in den Sehnerv, aber so weit ist man wohl noch nicht.)

Soweit so gut, nie wieder Handy irgendwo vergessen, die Geschichte könnte hier zuende sein. Aber das ist mir zu simpel, das hätte man vermutlich vor dreißig Jahren schon so bauen können, damit kann man heute Den Rest des Beitrags lesen »


Mooszaun

Aus der Kiste mit alten Fotos.


Der Blogger von Stepford

Wir sind ja mittlerweile bei der vierten industriellen Revolution angelangt. Mit der ersten kam die Nutzung der Dampfkraft für Fabriken, mit der zweiten die Nutzung von elektrischem Strom in der Produktion, die dritte, „digitale“, brachte die Nutzung von Computertechnik zur Automatisierung, und jetzt basteln sie an der vierten, die Designer, Ingenieure und Konsumenten überflüssig machen soll, weil in der sogenannten Industrie 4.0 die Maschinen sich in Eigenregie selbst betreiben.

In der Fotografie ist eine vergleichbare Entwicklung zu beobachten. In der ersten fotografischen Revolution wurde die Fotografie erfunden. Man hat anfangs Teerpappe auf einer Glasplatte in einer Camera obscura belichtet, ist dann recht bald auf elegantere Chemikalien und Kameras mit Linsen umgestiegen, hat die Farbfotografie entwickelt, die sperrigen und empfindlichen Glasplatten durch elastisches Trägermaterial ersetzt, aber es blieb umständlich und kompliziert.

Als zweite fotografische Revolution kamen die großen Vereinfachungen – die Erfindung von Filmrolle, Messucher und Wechselobjektiv. Die dritte fotografische Revolution führte zur digitalen Fotografie, und jetzt steht die vierte fotografische Revolution bevor.

Die wird, analog zur vierten industriellen, Den Rest des Beitrags lesen »


Aus der Luft gegriffen

Mit der erwähnten EOS 1100D gespielt und erst hinterher beim Durchsehen der Ausbeute die Fliege vor dem Baumstamm entdeckt. So kanns gehen…


Materialermüdung

Es wird immer wieder behauptet, dass die Hersteller aller möglichen technischen Geräte ihre Apparate so bauen, dass sie möglichst bald nach Ablauf der Garantiefrist kaputtgehen. Außerdem wird heute alles aus Billigteilen zusammengeklebt, sodass man oft gar nichts mehr reparieren kann, sondern mindestens große Baugruppen oder gleich das ganze Gerät komplett ersetzen muss.

Beispielsweise sollen bei Fernsehern mancher Marken wärmeempfindliche Bauteile direkt im warmen Abluftstrom oder neben wärmeproduzierenden Komponenten verbaut sein. Dass Drucker oft nach einer bestimmten Seitenzahl den Dienst quittieren und Druckerpatronen leer zu sein vorgeben, wenn sie noch reichlich Tinte haben, ist lange bekannt. Sicher gibt es noch mehr Beispiele.

Wann immer das Thema geplante Obsoleszenz aufgebracht wird, werden die Vorwürfe dementiert. Zumindest natürlich von den betreffenden Herstellern, das würde ja sonst schlecht aussehen. Es gibt verschiedene, einander teils widersprechende Theorien zum Thema. Verbraucherschutzorganisationen und Behörden haben dazu Untersuchungen und Studien durchgeführt, mit durchwachsenen Ergebnissen. Nachweisen kann man nichts, aber durch die Bank weg ausschließen kann man solche Machenschaften eben auch nicht, und es soll manches dafür sprechen, dass geplante Obsoleszenz tatsächlich praktiziert wird.

Wie dem auch sei, grundsätzlich kann ich Den Rest des Beitrags lesen »


Mixed Reality

So sieht das aus, wenn man auf dem Rückweg vom Mars die Erde durch die Datenbrille fotografiert…


Knitter

Papier zusammengeknüllt auf den Scanner gelegt und mit höchster Auflösung und Qualität gescannt. Sieht fast ein bisschen aus wie eine Origami-Version eines Kometen wie Tschurjumow-Gerassimenko


Torschlusspanik

In Arkansas sitzt eine Reihe Leute in der Todeszelle. Bei vielen sind alle Rechtsmittel ausgeschöpft, alle Strohhalme verbraucht, sie warten auf das Ende. Nun, Ende April läuft die Haltbarkeit der Medikamente ab, die für die Hinrichtungen verwendet werden sollen. Deshalb will der Gouverneur sieben Verurteilte kurz vor ultimo schnell noch totmachen lassen. Egal, ob sie zu Unrecht verurteilt wurden (das passiert trotz erheblichen Aufwandes mit endlosen Berufungsverfahren und Überprüfungen anscheinend erschreckend oft) oder psychisch krank sind (und das u.U. bei der Tat schon waren, wie zwei der Kandidaten).

Bis Ende April muss das über die Bühne gehen, danach dürfen sie nicht mehr hinrichten, wegen abgelaufener Medikamente. Dabei stellt sich die Frage, warum sie sich um sowas überhaupt kümmern. In den USA scheint mir der Bestrafungsaspekt stark im Vordergrund zu stehen, noch vor dem Bemühen, die Gesellschaft vor Straftätern (mit ihrer notorischen Rückfallgefahr) zu schützen. Das Bemühen um Resozialisierung scheint bestenfalls als Nachgedanke vorzukommen. Die Samthandschuhe hat man lange verbrannt, sofern man überhaupt je welche hatte, und wenn Haft und Hinrichtung den Verbrechern keinen Spaß machen ist das eher erwünschte als unerwünschte Nebenwirkung (oder, in den Augen vieler, gerade keine Nebenwirkung).

Vor dem Hintergrund wundert es mich, dass so viel Gewese um das Haltbarkeitsdatum der zu verwendenden Mittel gemacht wird. Was soll denn schiefgehen? Man wird kaum befürchten, dass die Delinquenten Den Rest des Beitrags lesen »


Familienausflug

Neulich in der Stadt, in Laufweite des Zoos.

[P.S., völlig off topic: Eben sehe ich in der Statistik, das dies der 1’111. Artikel auf gnaddrig ad libitum ist. Ich glaube das mal, weil nachzählen mag ich nicht.]


Knall

Unbearbeitet war das ein bisschen blass, darum habe ich es ein wenig aufgehübscht. Jetzt glaube ich fast, einen Vogelschwarm oberhalb der Einschlagstelle am blauen Himmel zu sehen…