Gitter

Metallgitter aus sich rechtwinklig kreuzenden Metallbändern, die Quadrate bilden; schräg auf die Gitterfläche fotografiert

Das erinnert mich an einen Rohbau aus Beton, und zwar in der sowjetischen Variante, wo gegossener Beton schon bei Fertigstellung angenagt und schmuddelig aussieht. Ich finde die Fassade ziemlich imposant.

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Werbeanzeigen

Kluge Köpfe, Kulturkontakte, klares Bild

Mir ist neulich ein Buch von Eugen Roth in die Finger gekommen: Ernst und heiter, erschienen 1961 im Deutschen Taschenbuch Verlag. Am Ende des Buches finden sich drei ganzseitige Werbeanzeigen. Das war eine Weile lang üblich, jedenfalls in Taschenbüchern mancher Verlage; ich erinnere mich an bescheuerte, halbgar an die jeweilige Textstelle im Buch anknüpfende Sparkassenwerbung in irgendwelchen Jugendbüchern der 70er und vielleicht auch noch 80er Jahre.

Hier empfehlen sich drei große deutsche Zeitungen Den Rest des Beitrags lesen »


Eingerüstet

Fensterfront eines Neubaus hinter Baugerüst

Ein Grundstück, das jahrelang teils als verwilderter Parkplatz, teils als Freilufttoilette und illegale Müllhalde diente, wird jetzt verdichtet. Gegenüber Den Rest des Beitrags lesen »


Parallelen

Es gibt ja in vielen Sprachen Wortpaare, die gleich oder ähnlich klingen, aber unterschiedliche Bedeutungen haben. Manchmal handelt es sich um Varianten desselben Wortes, die verschiedene Bedeutungen entwickelt haben, manchmal um völlig unterschiedliche Wörter, die nur eben zufällig gleich klingen.

Das finde ich für sich schon witzig genug, aber es geht noch besser. Neulich sind mir nämlich zwei deutsche Wortpaare aus gleichklingenden Wörtern aufgefallen, deren russische Entsprechungen im Russischen auch gleich oder sehr ähnlich klingen.

Fangen wir mit einem doppelten Wortpaar der zweiten Sorte an – verschiedene Wörter, die gleich klingen:

Seite und Saite

Diese beiden klingen trotz geringfügig unterschiedlicher Schreibung gleich, haben aber etymologisch nichts miteinander zu tun. Im Russischen Den Rest des Beitrags lesen »


Geh mir ein bisschen aus der Sonne

Katze liegt zusammengerollt auf der Motorhaube eines Autos in der Sonne und schläft.

Wäre es meine Katze, sie hieße Diogenes


Ohne Aussage

Leerer Bilderrahmen steht auf einer Parkbank; durch das Glas sieht man teils die Bank hinter dem Glas, teils spiegeln sich Himmel und Baum darin.

Manchmal hat man einfach nichts zu sagen oder zu zeigen. Muss ja auch nicht.

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Richtig lesen

Irgendwann vor meiner Einschulung habe ich angefangen, mich für Buchstaben und Zahlen zu interessieren, habe mir welche zeigen lassen und versucht, sie nachzumalen und anzuwenden. Als ich zur Schule kam, konnte ich trotzdem noch nicht lesen oder schreiben. Das offizielle Lesen- und Schreibenlernen in der 1. Klasse habe ich brav (aber, soweit ich mich erinnere, ohne viel Enthusiasmus) absolviert und die so erworbenen Fertigkeiten vor allem in der und für die Schule angewendet.

Irgendwann im Lauf der zweiten Klasse habe ich mein erstes „richtiges“ Buch gelesen, also kein in Schreibschrift gesetztes Buch für Leseanfänger, sondern ein normales Kinderbuch. Abenteuergeschichte, irgendwas mit Dschungel. Ich weiß noch, wie ich das Buch sah und dachte, wer weiß, ob sich das lohnt? Ich habe halb skeptisch zu lesen begonnen und war dann fast erstaunt, als plötzlich die letzte Seite vorbei war. Ab da las ich so ziemlich alles, was ich in die Finger kriegen konnte (davon bin ich mittlerweile wieder ab, aber damals hatte ich auch nicht Zugriff auf derart viel Text wie heute).

Aber lesen ist ja nichts, was man einfach so machen kann oder soll. Neben dem rein Technischen – also Buchstaben kennen, die daraus zusammengesetzten Wörter erkennen, die aus denen gebildeten Sätze verstehen – gehört nämlich noch mehr dazu: Zwischen den Zeilen lesen, Stilmittel und andere Kunstgriffe erkennen, Den Rest des Beitrags lesen »


Oberflächenspannung

Eine Kugel hängt knapp über einer Wasserfläche in einer Karaffe. Die Wasseroberfläche wölbt sich nach oben und berührt die Kugel. Hier sieht man den "Wasserturm" von der Seite.

Zufällig in der Wasserkaraffe gesehen.

Anders betrachtet, oder anders mit etwas mehr Bild um die Kugel. Man kann Den Rest des Beitrags lesen »


Wegen der Sicherheit

Kollege Pfeffermatz denkt über die Kosten der Sicherheit und über die manchmal seltsamen Blüten des hierzulande gelegentlich ausufernden Sicherheitsbedürfnisses nach und hält nachvollziehbarerweise einen Paradigmenwechsel für unausweichlich oder wenigstens wünschenswert. Auf Null kriegt man das Risiko bei allem Aufwand doch nie, aber die letzten paar Prozente Risikovermeidung sind teuer und machen wirklich keinen Spaß mehr.

(Irgendwann hat man sonst vor jedem Fenster jedes öffentlichen Gebäudes eine Feuerleiter, neben jeder Tür einen Feuerlöscher, und essen im Büro wird strengstens verboten, damit nicht wieder die Butterkekse in Flammen aufgehen und die direkt daneben gelagerten Schokoladenvorräte schmelzen und die sicher vorbildlich beschilderten Fluchtwege unpassierbar machen.)

So lieb mir solide, durchdachte Sicherheitskonzepte auch sind, man kann es auch übertreiben, und man muss nicht alles immer ganz genau nehmen. Allerdings sollte man möglichst auch Den Rest des Beitrags lesen »


Leuchtspur

 

Großes Wohnzimmerfenster mit nicht ganz heruntertgelassenem Rolladen, bei Dunkelheit von außen aufgenommen, sodass das Licht aus dem Zimmer zwischen den Rolladenelementen wie Reihen von Leuchtpunkten aussieht.

Ein großes Wohnzimmerfenster, ein nicht ganz geschlossener Rolladen. Drinnen Licht, draußen nicht so. Mein erster Gedanke war Leuchtspurmunition, aber dazu Den Rest des Beitrags lesen »