Schwarz

Aktivkohle ist der neue Bubble Tea. 2021 kennt das Zeug schon niemand mehr, außer Apothekern, Chemikern und Ingenieuren, aber bis dahin ist Aktivkohle wohl der kommende Fidget Spinner der Lifestylefood- und Kosmetikindustrie.

Neulich habe ich im Kühlregal mit den Smoothies eine Flasche mit tiefschwarzer Brühe gesehen. Das Zeug wird als Power Drink vermarktet und enthält nicht nur Obst (Apfel, Banane, Traube und Kirsch), sondern auch 0,4% Aktivkohle. Keine Ahnung, wozu. Der Smoothie wird (natürlich) nicht Den Rest des Beitrags lesen »

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Und dann war da noch… (26)

… die Flasche Farbe aus dem Bastelladen. Der Klappverschluss ist versiegelt, man muss zum Öffnen ein Plastikteil abbrechen. Man weiß bei intaktem Siegel also, dass die Flasche noch nicht angebrochen ist.

Nur kann man den ganzen Deckel mit intaktem Siegel einfach abschrauben.


Walk the Line

Es kann schwierig sein, auf einer Linie zu balancieren, wenn man nicht weiß, ob die Linie falsch zusammengebaut ist oder man selbst noch nicht gerade aus den Augen schauen kann nach der zu langen Nacht. Letzteres gibt sich meist mit der Zeit, mit ersterem muss man sich wohl (oder übel) arrangieren. Und die Linie schlenkert, wenn man genau hinsieht, am oberen Ende auch noch ganz unauffällig nach recht, was hoffentlich kein Omen ist…

Egal, wünsche ein frohes neues Jahr allerseits!

P.S.: Johnny Cash mag ich nicht so, aber der Titel drängte sich einfach auf.


Grabensystem

Eigentlich ist das nur eine banale weißgestrichene Betonwand in einer Messehalle.


Dauerparker

Auto ein paar Tage nicht bewegt, schon lässt sich eine Spinne ganz unauffällig im schwummrigen Radkasten häuslich nieder. Dann Den Rest des Beitrags lesen »


Feierabendbier

Und nach dem ganzen Trubel ein Spaziergang mit Brille und ein Feierabendbier.


Alle Jahre wieder

Manche Sachen macht man nie rechtzeitig. Man rafft sich nicht auf, schiebt es vor sich her und fängt dann immer zu spät an. Dann wird es eng, knapp und stressig.

Es gibt die Art gerade noch rechtzeitig, wo man genau weiß: Jetzt muss jeder Handgriff sitzen, darf kein Fehler passieren, dann reicht es punktgenau. Wie bei der Formel 1, wo der ideale Motor das Rennen über volle Leistung bringt und auf der Ziellinie zerfällt.

Die Steuererklärung zum Beispiel. Jedesmal denke ich, nächstes Jahr fängste rechtzeitig an. Im Frühjahr, sobald die Bescheinigung vom Arbeitgeber da ist. Ist ja eigentlich auch kein Ding – den nötigen Papierkram sammele ich ja sowieso immer an einer Stelle, das ist also alles griffbereit. Das Elster-Update ist auch in Minuten runtergeladen. Ein Bier, eine CD, mein PC und ich, und das Ding ist im März im Kasten. Also, könnte. In echt schaffe ich die Steuererklärung manchmal sogar vor Ende Mai, öfter aber zu spät (obwohl, in aller Regel vor der ersten Mahnung).

Oder der Urlaub. Diesmal Den Rest des Beitrags lesen »


Jetzt erst recht!

Trotz oder Gedankenlosigkeit?

Und: Warum das Verbot, wenn man es nicht durchsetzt? Egal, in neun von zehn Fällen wandert das Zeug sowieso direkt ins Altpapier. Sinnloser kann man Rohstoffe kaum verschwenden…


Immer wieder

Manchmal gibt es in einem Buch Wörter oder Ausdrucksweisen, die zu oft vorkommen. Ein flapsiger Ausdruck, eine phantasievoll treffende Formulierung, ein eher seltenes Wort – beim ersten Mal ist sowas oft klasse. Beim zweiten Mal, naja. Beim dritten Mal fällt es auf, danach fängt es an, mir den Lesefluss zu stören. Schlimmstenfalls sehe ich der nächsten Verwendung augenrollend beim ungeschickten Anschleichen zu.

Beispiel? Ich lese eben Children of the Revolution von Peter Robinson. Das ist der 21. Band der Serie mit DCI Banks als Hauptfigur. Banks, Kriminalpolizist in den Yorkshire Dales, wohnt allein in einem abseits gelegenen Haus. Der schon etwas wackelige Wintergarten dient ihm als Wohn- und Arbeitszimmer. Das eigentliche, auch als solches eingerichtete Wohnzimmer kommt praktisch nur als Standort der Stereoanlage vor und läuft im Buch als entertainment room.

Der Ausdruck ist mir schon bei der ersten Verwendung aufgefallen – es ist eine vergleichsweise junge und nicht besonders häufige Bezeichnung für ein Zimmer in einer englischen Wohnung. Der Zusammenhang legt nahe, dass es bei der Benennung tatsächlich um Entertainment im Sinne von Heimkino (bzw. -konzertsaal) geht und nicht um das, was auf Englisch auch to entertain heißt – jemanden zu sich einladen, bewirten, unterhalten. Banks wohnt allein und hat eher nicht so oft Besuch. Partys o.ä. scheint er keine zu geben. Entertainen in diesem Sinn tut er also selten bis nie.

Natürlich könnte man Den Rest des Beitrags lesen »


Hell

Erstaunlich, wie Bilder von hellem Licht den Eindruck erwecken können, man sei geblendet. Weißer als weiß geht ja auf dem Bild nicht – anders als in der echten Welt ist der höchstmögliche Kontrast auf dem Foto begrenzt. Trotzdem kneift man unwillkürlich die Augen ein wenig zu, wenn so ein Bild unvermutet gezeigt wird, ich jedenfalls.

Vielleicht ist das eine Art Pawlowscher Reflex? Ich weiß, dass sehr helle Lampen blenden, und wenn ich ein Bild von einem Szenario mit einer sehr hellen Lampe sehe, wirken dieselbe Reflexe und rufen die entsprechende Reaktion hervor? Denkbar.

Noch ein bisschen stärker Den Rest des Beitrags lesen »