Philosophisches

Die Philosophie ist eine altehrwürdige Wissenschaft. Eigentlich die Urwissenschaft überhaupt, Wegbereiterin und Rahmen wissenschaftlichen Denkens und Arbeitens nach heutigem Verständnis. Philosopen mindestens der letzten dreitausend Jahre verdanken wir einiges an Durchblicken und ethischen Prinzipien, und ohne die Grundlagenarbeit etwa der antiken Griechen stünden wir heute sicher anders und möglicherweise weniger kultiviert da.

(Andererseits weiß man das natürlich nicht, und irgendwelche nichtgriechischen, eben anderweitig heidnischen Barbaren in Europa oder sonstwo hätten ihrerseits auch auf das tiefere Denken kommen und sich vergleichbare Erkenntnisse aus den grauen Zellen leiern können. Die spätere Gleichschaltung durch das organisierte Christentum mit seinem speziellen Weltbild hätte die allerdings auch getroffen und es sähe am Ende nicht so viel anders aus als jetzt. Weiß man nicht. Da könnte man meterweise Was-wäre-wenn-Romane zu schreiben.)

Nun bin ich weder Philosoph noch bin ich in dieser Materie irgendwie belesen, ich kenne weder den Stand philosophischen Schaffens noch die verschiedenen Strömungen oder Schulen. Also bin ich da von Sachkenntnis weitgehend unbeeinträchtigt und kann darum Den Rest des Beitrags lesen »


Und dann war da noch… (23)

…der Mann in, sagen wir, müder Bürokleidung, der beim Überqueren eines großen Parkplatzes unvermittelt anfing, schwungvoll Tanzschritte zu üben.


Wolkenglut

„Richtig“ belichtet wirkt so eine eigentlich eher belanglose Komposition aus Wolken und Sonne gleich düster-dramatisch. In dieser Version lädt das Bild dann auch zum Spielen mit dem Kontrast ein:

Mich fasziniert, dass die Farben, die beim Hochschrauben des Kontrastes auffallen, da schon vorher drinstecken, die Sättigung habe ich nicht angefasst. Da könnte man sicher auch Den Rest des Beitrags lesen »


Always Look on the Bright Side of Life…

Sie hatten die Idee wahrscheinlich schon lange in ihren Herzen bewegt. Jetzt, wo der US-Präsident den Ausstieg seines Landes aus dem Pariser Klimaabkommen verkündet hat, haben sie anscheinend Morgenluft gewittert und sind damit an die Öffentlichkeit getreten.

Der sogenannte Berliner Kreis der CDU/CSU schlägt vor, das mit der Klimapolitik nochmal zu überdenken und mindestens die klimapolitischen deutschen Sonderlocken zu kippen. In anderen Worten, man soll die über das im Abkommen Vereinbarte hinausgehenden Selbstverpflichtungen zur Vermeidung von CO2-Emissionen usw. wieder abschaffen, überhaupt den Unsinn mit den erneuerbaren Energien sein lassen und statt den ohnehin unvermeidlichen Klimawandel verhindern zu wollen sich einfach darauf konzentrieren, das Land an dessen Folgen anzupassen.

Außerdem, und das ist das beste, solle man Den Rest des Beitrags lesen »


Verblümt

Sitznummer in einem alten IC, hübsch verziert.


Plastisch

Schwungvoller Schnörkel auf einem dieser grauen Kästen, die überall herumstehen.

Keine Ahnung, ob das mit fast leerem Edding gemalt wurde oder mit einem Stück Schwamm, aber ich finde den 3-D-Effekt faszinierend. Schon unbearbeitet scheint der Schnörkel so schön plastisch im leeren Raum zu schweben wie ein eigenständiges Objekt.

In der Bildmitte sehe ich übrigens eine Krähe sitzen, die den Kopf in Richtung des rechten Bildrandes gedreht hat und vermutlich die Straße rechts außerhalb des Bildes beäugt.


Umgeschlagen

Im Eingangsbereich eines Ladengeschäfts steht ein kleines Kind, zwischen ein und zwei Jahren alt, und klopft von innen an die Glastür. Das ist übrigens eine ganz altmodische Tür, die man selbst öffnen muss, keine von diesen sensorgesteuerten Schiebetüren. Der Zwerg klopft also begeistert an die Tür und flirtet mit dem Vater, der draußen steht. Er winkt, das Kind reagiert, er reagiert zurück, eine lebhafte Interaktion mit Johlen, Klopfen, Grimassenschneiden.

Plötzlich dämmert es dem Kind, dass es ja allein drinnen ist, der Vater draußen steht und zwischen ihnen ein Ding ist, wo man nicht durchkommt. Die Stimmung schlägt um, die Gesichtszüge entgleisen, die Augen laufen über, der Vater öffnet die Tür und rettet sein Kind aus der plötzlich empfundenen Isolation. Noch etwas schluchzend aber sichtlich geborgen lässt sich der Zwerg zum Auto tragen.


Anonym unterwegs

Wenn jetzt die Bahn tatsächlich anfängt, ihre Kunden über ihre Handys technisch zu überwachen, weiß man ja nicht, wo die dabei gewonnenen Daten dann landen und wer sie dann wofür möglicherweise nutzt oder missbraucht. Die Zusammenarbeit mit einem, hm, seriösen Werbepartner wäre das Nächstliegende, man kennt das ja schon, und gehackt werden solche Datensammlungen auch immer mal.

Angesichts der politischen Entwicklungen in Sachen Datenschutz, Privatsphäre und Überwachung stellt sich die Frage, ob es nicht sinnvoll sein könnte, sich dieser um sich greifenden Überwachung nach Möglichkeit zu entziehen und den Zugriff dieser Leute auf die Privatsphäre und die eigenen Daten so weit wie machbar zu verhindern. Letztlich läuft es auf die Frage hinaus, ob es überhaupt noch möglich ist, anonym unterwegs zu sein.

Um den Zugriff der Bahn und ihrer Werbepartner auf meine persönlichen Daten einzuschränken, sehe ich zwei Möglichkeiten: Die Verwendung eines anonymen Handys, das ich unter falschem Namen betreibe. Oder die Verwendung eines Zweithandys, auf dem keinerlei persönliche Daten gespeichert sind und mit dem ich mich auch von meinen üblichen Kontakten, Webseiten, sozialen Medien usw. fernhalte.

Im ersten Fall könnte ich Den Rest des Beitrags lesen »


Blaue Stunde

Im letzten Tageslicht noch aufgenommen.


Ins Leere

Regionalbahn voller Pendler. Mir gegenüber sitzt ein junger Mann, vielleicht 20, und hört Musik. Das heißt, eigentlich hört er nicht Musik sondern beschäftigt sich intensiv mit seinem Smartphone. Wie es aussieht, chattet er mit jemandem. Aber dabei hat er einen Kopfhörer um den Nacken hängen, einen von diesen großen, extracoolen DJ-Kopfhörern, die viele jetzt spazierentragen, und während er online chattet, läuft nebenher seine Musik.

Man hört sie in gewissem Umkreis aus dem Kopfhörer kleckern. Nicht so zischelig wie bei normal getragenen Ohrknöpfen, die jemand zu laut eingestellt hat. Eher so dünn und etwas blechern wie bei den (nach im Physikunterricht erarbeiteten Schaltplänen) selbst zusammengelöteten Detektorradios ohne eigene Stromzufuhr, die man über einen dieser uralten „Knöpfe im Ohr“ aus hellem Hartplastik abhörte.

Wenn er nicht schon sehr schwerhörig war, musste er Den Rest des Beitrags lesen »