Rose

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Sei wachsam!

Neulich hatte ich überlegt, was Horst Seehofer mit dem neu eingerichteten Heimatressort im Bundesministerium des Innern vorhat. Laut Ankündigung sollte es dort um die Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts gehen. Seehofers Antrittsrede im Bundestag ließ dagegen befürchten, dass es eher um Leitkultur und Ausgrenzung gehen wird. Äußerungen von Parteikollegen sprechen ebenfalls dafür, dass das ein Schwerpunkt sein wird. Schlimm genug, aber das ist noch nicht alles.

Ein weiterer in Aussicht gestellter Themenkomplex ist die innere Sicherheit, und da steht Seehofer ganz in der Law-and-Order-Tradition schwarzer Amtsvorgänger. Er will mehr Sicherheit, gern auch auf Kosten der Bürgerrechte.

Die noch unter seiner Ägide als bayerischer Ministerpräsident erarbeitete, derzeit im Landtag diskutierte Novellierung des bayerischen Polizeiaufgabengesetzes jedenfalls ist ein großer Schritt in diese Richtung. Der Entwurf in seiner derzeitigen Form bedroht grundlegende rechtsstaatliche Prinzipien, weicht das Gebot der Trennung von Geheimdienst und Polizei auf, durchlöchert das Fernmeldegeheimnis und den Schutz der Privatsphäre.

Schon bei „drohender Gefahr“ darf die Polizei in Bayern nämlich Den Rest des Beitrags lesen »


Terminproblem

Würden wir endlich auf einen weniger verquasten Kalender umstellen, wäre alles besser und einfacher. Einfache Datumsangaben, kein Rechnen mit langen und kurzen Monaten mehr, Schalttage kämen ans Jahresende. Der Pi-Tag wäre natürlich Tag 314 (um 15 Uhr 92 und 65 Sekunden, also 16:33:05), alles bestens.

Natürlich würde eine solche Umstellung erhebliche (aber immerhin nur einmalige) Kosten verursachen. Es gäbe zwangsläufig jede Menge unvermeidliches Hickhack ewiggestriger Fortschrittsverhinderer (die Sorte, wegen derer wir auch noch keine umweltneutralen Flugtaxis haben), aber das würde nach und nach verblassen. Noch die hartnäckigsten Handyverächter aus den 90er Jahren wollen heute selbstverständlich Den Rest des Beitrags lesen »


Treppe

Eine dreidimensionale Treppe im gleißenden Nichts. Typischer Fall von Den Rest des Beitrags lesen »


Teneriffa

In Wirklichkeit


Designdilemmata

Dass Design keine triviale Sache ist und viel Gelegenheit für Pannen birgt, ist hier schon angeklungen. Man hat wie bei vielen Optimierungsaufgaben widerstrebende und sich teilweise gegenseitig ausschließende Ziele, die man in einem für möglichst viele Benutzer akzeptablen Kompromiss zusammenführen muss – gute Benutzbarkeit bei gleichzeitig größtmöglicher Sicherheit oder Übersichtlichkeit bei gleichzeitig ausreichender Vielseitigkeit, um nur zwei Spannungsfelder zu nennen.

Ein schönes Beispiel sind die bei der Bahn vielfach als Nahverkehrszüge genutzten Baureihen 425 und 426. Jeweils am Ende eines Zugteils Den Rest des Beitrags lesen »


Eislandschaft (2)

In Wirklichkeit


Und dann war da noch… (28)

… der Geadelte. Seit Herr Viver Smith für seine Verdienste um irgendwas wichtiges in den Adelsstand erhoben wurde, nennt man ihn Sir Viver.


Eismuster

Bei Nachtfrost gefrorene Luftfeuchtigkeit. Oben auf einem Autofenster, unten Den Rest des Beitrags lesen »


Gesellschaftlicher Zusammenhalt

Bevor er noch seinen Schreibtisch im Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat eingeräumt und ein paar Bilder aufgehängt hat, spricht Horst „#HeimatHorst“ Seehofer den Muslimen in Deutschland ins Gewissen. Sie müssten „unsere Werte“ anerkennen, sie müssten „mit uns leben, nicht neben uns oder gegen uns“, und dazu müsse man miteinander reden (weshalb er die allgemein für nicht so besonders erfolgreich gehaltenen Islamkonferenzen wiederbeleben will). Während damit grundsätzlich natürlich recht hat, ist es gleichzeitig schon ein starkes Stück, wenn ein Bundesminister die Bevölkerung seines Landes einfach mal so in „wir“ und „ihr“ unterteilt.

Der Mann ist für die Wahrung der verfassungsmäßigen Rechte aller Bundesbürger zuständig, richtet extra ein Ressort zur Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts mit knapp 100 zusätzlichen Mitarbeitern ein und beginnt seine Amtszeit mit so einem spalterischen Paukenschlag. Sein Parteifreund Dobrindt, der den Breitbandausbau in den letzten Jahren so schön vorangetrieben hat, schlägt natürlich gleich in dieselbe Kerbe und die CSU schiebt noch eine – mit einer Frau in einer Burka höchst ungeschickt, um nicht zu sagen: bösartig bebilderte – Umfrage hinterher. Damit zeigen sie, dass Seehofers Vorstoß kein Versehen war, kein Ausrutscher, sondern genau so gemeint und auch von der Partei so gewollt.

Wenn es beim neuen Heimatressort im Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat um den gesellschaftlichen Zusammenhalt gehen soll, um das friedliche Zusammenleben aller Deutschen (und, hoffe ich mal, aller anderen, die sich legal in Deutschland aufhalten), wie kann er dann ohne ersichtlichen Grund mal eben Den Rest des Beitrags lesen »