Aus dem Fenster

Manchmal sind Zugfahrten langweilig. Buch ausgelesen, WLAN vergessen, Akku leer, kein Brettspiel dabei, Papier und Stift auch nicht (und wer könnte bei dem Geruckel überhaupt entspannt schreiben), und auch sonst nichts Gescheites zu tun. Aber manchmal hat man Glück und es lohnt sich, aus dem Fenster zu schauen. Vielleicht nicht so:

Blick aus dem Fenster eines fahrenden Zugs auf verwackelt vorbeihuschende kahle Bäume am Feldrand; durch die Bäume sind Himmel und untergehende Sonne zu sehen.

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Zusammenhänge

Neulich ist mir in der Straßenbahn ein Hinweis aufgefallen:

Gut festhalten – Gut ankommen!

Bahnen haben einen doppelt so langen Bremsweg wie Autos.
Bitte halten Sie sich gut fest und achten Sie auf Ihre Mitfahrer.

Es folgen noch ein paar Zeilen Text: Wir befördern mit Bussen und Bahnen täglich viele Leute sicher ans Ziel. Busse und Bahnen sind aber normale Verkehrsteilnehmer und müssen manchmal scharf bremsen. Damit dabei nichts passiert, sollten die Fahrgäste Den Rest des Beitrags lesen »


Zwischengrößen

In Deutschland wird Bier im Einzelhandel seit Jahrzehnten fast ausschließlich in Flaschen und Dosen zu 330 oder 500 ml angeboten. Bis vor ein paar Jahren waren die Packungsgrößen für Lebensmittel zumindest in Deutschland genau reguliert, da ging fast gar nichts anderes. Kann sein, dass es auch früher schon Literflaschen gab, das weiß ich aber nicht mehr. Seit der Deregulierung dürfen ziemlich beliebige Packungsgrößen angeboten werden, deshalb muss man beim Einkaufen jetzt mehr aufpassen als früher, weil manche Hersteller sehr geschickt mit den Packungsgrößen tricksen, aber das ist ein anderes Thema.

Der Rest der Welt hat sich sowieso noch nie an die in Deutschland üblichen Packungsgrößen für Lebensmittel gehalten. Das ist mir bei meiner ersten Fahrt nach Frankreich in den 90er Jahren aufgefallen, wo es Bier u.a. von Kronenbourg in Flaschen zu 250 ml gab. Neuerdings Den Rest des Beitrags lesen »


Zugemauert

Betonwand im Rohbau mit zugemauerter Fensteröffnung

Frische Betonwand. Pro Stockwerk eine zugemauerte Fensteröffnung. Was soll das?

Da baut jemand unter Einsatz erheblicher Finanzmittel einen Bürokomplex in bester Lage. Alles vom Feinsten, die Pläne stammen sicher nicht vom Praktikanten eines Kleinstadtarchitekten, der sonst Fußgängerbrücken und Friedhofsmauern architekturiert, dem vielleicht schonmal ein Fenster zuviel auf die Pläne rutscht, sondern von einem gut eingeführten Architekten mit einschlägiger Erfahrung, der weiß, was er tut. Und der Bau wird auch von Profis hochgezogen, nicht vom Kumpel des Schwiegersohns von der Nachbarin, der sich am Wochenende unter der Hand ein paar Euro dazuverdienen will und einen halben Tag nach dem falschen Plan gearbeitet hat.

Wie also Den Rest des Beitrags lesen »


Mögliche Missgeschicke

Kleines Festival, neulich irgendwann. Es ist noch früh, derzeit spielt die zweite von insgesamt sechs Bands. In der Catering-Halle schwankt einer offensichtlich schon gut betankt an einem der Tische und wischt auf dem Smartphone herum. Das Smartphone hat er direkt vor der Nase, über dem noch fast vollen 1-Liter-Becher Bier auf dem Tisch.

Wenn solche großen Gebinde mit elektronischem Gerät zusammentreffen, bietet das reichlich Gelegenheit für Missgeschicke, vor allem wenn – wie hier – jemand mit offensichtlichen suffbedingten Einschränkungen der Motorik Bier und Handy gleichzeitig vor sich hat.

Da geht bei mir sofort das Kopfkino los: Den Rest des Beitrags lesen »


Mosaik mit Kippen

Stück Straßenoberfläche mit Kopfsteinpflaster, zusammengestückelt aus verschiedenen Arten Kopfsteinpflaster - kleine graue Granitquader, größere rötliche Steine, dazwischen mehrere unterschiedlich große Flickstücke aus Asphalt verschiedenen Alters und Verwitterungsgrades.

Ein Mosaik, ein bisschen in der Tradition des Flickenteppichs. Auf den zweiten Blick Den Rest des Beitrags lesen »


Führende Null

Kinder tun sich mit manchen Konzepten anfangs schwer, die in der Erwachsenenwelt ganz normal sind, die führende Null etwa. Ist ja auch verständlich, da hat man gerade das mit den Zahlen überhaupt verstanden, und dann kommen Zahlen daher, wo manche der Ziffern gar nichts bedeuten sollen und einfach bloß so dastehen.

Neulich zum Beispiel bei den Schließfächern der Kinderbibliothek. Ein vielleicht fünfjähriger Junge will das Schließfach selbst aufschließen. Der Vater gibt ihm den Schlüssel, sie suchen zusammen das Schließfach. Der Junge schließt auf und fragt dann, wieso auf der Tür „0032“ steht, wo sie doch Fach 32 hätten und auf dem Schlüssel auch nur 32 stehe. Vaters Erklärung („Die machen das halt so“) überzeugt nicht recht, die Frage bleibt halboffen in der Luft hängen.

Als ich am Gehen bin, kommt ein Mann mit Sohn von draußen, der Junge ist etwas jünger, wohl frühes Kindergartenalter. Sie räumen ihre Sachen in ein Schließfach, der Junge darf Den Rest des Beitrags lesen »


Regenwald

Irgendwie hat mich das an Luftbilder vom Regenwald erinnert, sowas wie hier oder hier. In Wirklichkeit Den Rest des Beitrags lesen »


Nebenbei bemerkt (4)

Was wäre eigentlich das geeignetste Wappentier für die fiktive University of Cornwall? Natürlich das UniCorn…

(Anmerkung des Autors: Es war stärker als ich, es musste raus. Oder auch: Fresst meinen Sternstaub, Ihr Langweiler!)


Scherenschnitt (3)

Scherenschnittartige Linie von Dächern mit einzelnen Baumkronen vor hellem, nach oben dunkler werdendem Abendhimmel mit Abendstern

Die Stadt steht schwarz und schweiget…

Angefangen hatte es mit Den Rest des Beitrags lesen »