Befristet

Schlange auf dem Gehweg vor dem Bäckerladen. Hält ein orangefarbener Lkw irgendeines städtischen Betriebs, ein Mann vielleicht Ende 50 in grelloranger Arbeitskleidung mit Mund-Nasen-Schutz vor dem Gesicht steigt aus und stellt sich an. Nach ein paar Augenblicken Den Rest des Beitrags lesen »


Maske

Biene, die auf der Windschutzscheibe eines geparkten Pkw sitzt, gesehen schräg von vorne; das Gesicht erinnert an eine dunkle hölzerne Maske mit grimmigem Ausdruck

Auf der Winschutzscheibe eines geparkten Autos saß diese Biene. Da sie sich nicht rührte, konnte ich ganz in Ruhe Den Rest des Beitrags lesen »


Komplementärfliegerei

Heute mal ganz was anderes: Teppichfliegerei. Weit verbreitet, bei den einen beliebt, bei den anderen verhasst. Gelobt und kritisiert, vehement verteidigt und aggressiv angegangen. Hier nun ein paar Zeilen über eine faszinierende Methode, die seit tausendundeiner Nacht polarisiert wie kaum eine andere.

Seit Prinz Husain das Teppichfliegen entdeckte (Quelle), hat diese erstaunliche Technologie weite Kreise gezogen und eine große Anhängerschaft gefunden. Unzählige Berufs- und Hobbypiloten, Reiseveranstalter, Logistiker und Passagiere nutzen Fliegende Teppiche.

Dabei gibt es bis heute keine Erklärung der Funktionsweise Fliegender Teppiche. Genau genommen gibt es auch keine Belege dafür, dass sie Den Rest des Beitrags lesen »


Durchgescheuert

Weiße Umrisse vor schwarzem Hintergrund, wie die Landkarte einer Inselgruppe.

Ok, was ist das und wie kommt das Bild zustande? Hier noch eine zweite Version derselben Aufnahme:

Weiße Formen vor schwarzem Hintergrund, wie die Landkarte einer Inselgruppe.

Für die Auflösung einfach nach dem Aufklapplink Den Rest des Beitrags lesen »


Klirr

Graffito: Schriftzug "Klirr" auf Verteilerkasten, dabei sieht das Klirr so aus, als sei er auf eine Glasscheibe gemalt, die in mehrere Scherben zerbrochen ist.

Wie nennt sich das, wenn man ein Wort, das ein Geräusch darstellt, so typografisiert oder sonst grafisch gestaltet, dass das Schriftbild das Geräusch darstellt. Oder vielleicht nicht das Geräusch, sondern einen Gegenstand, dem das Geräusch gerade passiert. In diesem Fall befände sich das Klirr auf einer Glasscheibe, die gerade in Scherben geht.

Ist das lautmalerisch? Im gängigen Sinne Den Rest des Beitrags lesen »


Spitzenarchitektur

Blick aufwärts an einer Betonsäule entlang auf die spitzwinklige Ecke der darauf ruhenden oberen Stockwerke des Gebäudes

Ein sehr spitzer Winkel an einem Bürogebäude, mit dem sich allerhand anstellen lässt. Man kann Den Rest des Beitrags lesen »


Mosaik mit Kippen

Stück Straßenoberfläche mit Kopfsteinpflaster, zusammengestückelt aus verschiedenen Arten Kopfsteinpflaster - kleine graue Granitquader, größere rötliche Steine, dazwischen mehrere unterschiedlich große Flickstücke aus Asphalt verschiedenen Alters und Verwitterungsgrades.

Ein Mosaik, ein bisschen in der Tradition des Flickenteppichs. Auf den zweiten Blick Den Rest des Beitrags lesen »


Skizze

In roter Sprühfarbe ausgeführte Skizze eines (nachdenklichen, bedrückten, schlafenden?) Gesichts an einer hellen Hausecke neben einem Bauzaun

Ist das nur eine Skizze oder schon das fertige Werk? Ich finde das so schon ziemlich ausdrucksstark, da war es vielleicht ganz gut, das so zu lassen.

Anders als man denken könnte ist das Bild übrigens nicht aus zwei Teilen zusammengestoppelt, Den Rest des Beitrags lesen »


Deko

In letzter Zeit habe ich mir immer häufiger die Frage gestellt, ob Straßenbahnfahrpläne nicht eher Deko als Information sind. Ähnliches gilt für die elektronischen Anzeigetafeln an den Haltestellen, wo die Zeit bis zur nächsten Abfahrt angezeigt wird, angeblich in Echtzeit. In Wirklichkeit ist die dort mitgeteilte Information häufig ziemlich ungenau und wackelig. (Dass diese eigentlich dynamischen Tafeln manchmal aus verschiedenen Gründen vorübergehend nur starr die Fahrplandaten anzeigen, denen der tatsächliche Fahrbetrieb dann nicht immer so ganz genau folgt, fällt zwar dann auf, hat aber seine Gründe und wird hier nur der Vollständigkeit halber erwähnt.)

Aber jetzt zum eigentlichen Elend. Typisches Beispiel an einer Haltestelle, von der ich öfters abfahre. Laut Fahrplan fahren die Bahnen „meiner“ Linie wochentagsüber um xx:02, xx:12, xx:22 usw. Ich komme um 15:10 an die Haltestelle. Laut Anzeigetafel geht die nächste Tram in 5 Minuten. Das passt schonmal nicht zum Fahrplan.

Um 15:13 steht da immer noch 5 Minuten. Dann Den Rest des Beitrags lesen »


Richtig lesen

Irgendwann vor meiner Einschulung habe ich angefangen, mich für Buchstaben und Zahlen zu interessieren, habe mir welche zeigen lassen und versucht, sie nachzumalen und anzuwenden. Als ich zur Schule kam, konnte ich trotzdem noch nicht lesen oder schreiben. Das offizielle Lesen- und Schreibenlernen in der 1. Klasse habe ich brav (aber, soweit ich mich erinnere, ohne viel Enthusiasmus) absolviert und die so erworbenen Fertigkeiten vor allem in der und für die Schule angewendet.

Irgendwann im Lauf der zweiten Klasse habe ich mein erstes „richtiges“ Buch gelesen, also kein in Schreibschrift gesetztes Buch für Leseanfänger, sondern ein normales Kinderbuch. Abenteuergeschichte, irgendwas mit Dschungel. Ich weiß noch, wie ich das Buch sah und dachte, wer weiß, ob sich das lohnt? Ich habe halb skeptisch zu lesen begonnen und war dann fast erstaunt, als plötzlich die letzte Seite vorbei war. Ab da las ich so ziemlich alles, was ich in die Finger kriegen konnte (davon bin ich mittlerweile wieder ab, aber damals hatte ich auch nicht Zugriff auf derart viel Text wie heute).

Aber lesen ist ja nichts, was man einfach so machen kann oder soll. Neben dem rein Technischen – also Buchstaben kennen, die daraus zusammengesetzten Wörter erkennen, die aus denen gebildeten Sätze verstehen – gehört nämlich noch mehr dazu: Zwischen den Zeilen lesen, Stilmittel und andere Kunstgriffe erkennen, Den Rest des Beitrags lesen »