Umgeschlagen

Im Eingangsbereich eines Ladengeschäfts steht ein kleines Kind, zwischen ein und zwei Jahren alt, und klopft von innen an die Glastür. Das ist übrigens eine ganz altmodische Tür, die man selbst öffnen muss, keine von diesen sensorgesteuerten Schiebetüren. Der Zwerg klopft also begeistert an die Tür und flirtet mit dem Vater, der draußen steht. Er winkt, das Kind reagiert, er reagiert zurück, eine lebhafte Interaktion mit Johlen, Klopfen, Grimassenschneiden.

Plötzlich dämmert es dem Kind, dass es ja allein drinnen ist, der Vater draußen steht und zwischen ihnen ein Ding ist, wo man nicht durchkommt. Die Stimmung schlägt um, die Gesichtszüge entgleisen, die Augen laufen über, der Vater öffnet die Tür und rettet sein Kind aus der plötzlich empfundenen Isolation. Noch etwas schluchzend aber sichtlich geborgen lässt sich der Zwerg zum Auto tragen.

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Fresswelle

Dosenkunst war auf Reisen und hat in London ein bisschen fotografiert. Das dritte Foto der Serie zeigt ein Grafitto von verängstigte Kindern in einem Boot auf rauher See. Dazu passt vielleicht dieses Bild von einer reißgezähnten, gefräßigen Welle:

fresswelle

Vollständig sieht das Werk so aus. Gefunden an der Alb in der Nähe des Entenfangs in Karlsruhe.

Seid behütet!

P.S.: Falls das rosane Gekrissel Schrift darstellen soll, ich habe da nichts entziffern können. Kann also sein, dass das gar nicht passt, wer weiß das schon…