Geisterbeifahrer

geisterbeifahrer

Irgendwie leicht gruselig…


Steilvorlage

Neulich in der Stadt. Zwei junge Mädchen stehen zusammen am Straßenrand und unterhalten sich. Ein Mann im offenen Cabrio findet, sie seien ihm im Weg. Sind sie eigentlich nicht – der normalübliche Weg würde ihn deutlich an den beiden vorbeiführen, aber er ist beim Abbiegen sehr früh nach rechts gezogen. (Sein Ziel ist eine verkehrsberuhigte Geschäftsstraße, da ist der Bordstein im Bereich der Einmündung großzügig abgesenkt. Darum kann er die Ecke überhaupt so schneiden.) Er muss bremsen oder am Lenkrad drehen, wenn er die Mädchen nicht anrempeln will. Deshalb fühlt er sich jetzt von den beiden beeinträchtigt.

Was macht man als Autofahrer, wenn Fußgänger im Weg sind? Natürlich, man hupt. Männe hupt also. Die Mädchen sehen auf, springen aber nicht (wie wohl erwünscht) eilfertig zur Seite. Männe hupt also nochmal, ungeduldiger. Die Mädchen machen einen halbherzigen Schritt zur Seite, ohne ihr Gespräch zu unterbrechen. Männe, sichtlich angenervt, dreht am Lenkrad, rasiert haarscharf an dem Fahrrad der einen vorbei, bleibt auf Höhe der beiden stehen und Den Rest des Beitrags lesen »


High Heels

Einfach nur vergessen oder absichtlich so arrangiert, als besonders vergängliches Kunstwerk, eine Kurzzeitinstallation vielleicht? Immerhin habe ich das nicht nur halluziniert, vielleicht der Hitze wegen, das Foto spricht für sich (und nein, ich habe die Schuhe auch nicht selbst dort deponiert).


Batterien

Ich stehe beim Baumarkt auf dem Parkplatz und lade meine Einkäufe ins Auto. Zwei oder drei Plätze weiter stellt sich ein Sportcoupé mit belgischem Kennzeichen hin. Großes Auto, älteres Baujahr. Kein Glamour-Oldie, aber auch keine runtergerittene Schrottmühle. Ein solides, augenscheinlich gut gepflegtes Alltagsauto.

Der Fahrer steigt aus, schaut ein wenig verloren in der Gegend herum und fragt mich dann mit flämischem Akzent, ob die da drin (dabei deutet er auf den Baumarkt) auch Den Rest des Beitrags lesen »


Kakerlake auf Rädern

Autos haben Namen. Damit meine ich nicht die individuellen Spitznamen, die manche Exemlare von ihren oft langjährigen Besitzern erhalten („Und dann fahre ich mit Paulchen zum Einkaufen“), sondern die Bezeichnungen, unter denen die Modelle vom Hersteller angeboten werden.

Oft sind das einfach technisch anmutende Kürzel wie R4 oder Ro 80, A6 oder V70. Oft sind es aber auch „richtige“ Namen – Taunus, Kadett, Passat, Cayenne, Quattroporte, Barchetta usw. Manchmal werden klingende Namen in Abkürzungen versteckt wie bei der DS von Citroën, wo die beiden Buchstaben ausgesprochen wie Déesse – Göttin klingen. Dann haben Automodelle oft Spitznamen, die ihnen der Volksmund gibt – Badewanne, Bulli, Käfer, Ponton, Ente usw.

Es ist für Autohersteller nicht einfach, für ihre Produkte geeignete Namen zu finden. Egal ob ein alphanumerisches Kürzel, ein gemeinsprachliches Wort oder ein Kunstwort als Name vergeben werden soll – er soll gut klingen und Den Rest des Beitrags lesen »


Spickzettel

Manche Leute wissen gar nicht, was für ein Auto sie fahren, weil es ihnen völlig gleichgültig ist. Hauptsache die Kiste tut und man findet sie auf dem Parkplatz wieder. Andere sind womöglich so zerstreut, dass sie es immer vergessen.

Wenn es nun aber unter bestimmten Umständen doch wichtig ist, die Marke oder das Modell zu kennen, und man es sich nicht mit Kugelschreiber auf den Unterarm schreiben will – das ist ja auch eine Frage der sozialen Konventionen und des Stils –  kann man Den Rest des Beitrags lesen »


Autos

Autos sind aus dem Alltag nicht wegzudenken, zumindest nicht im reichen Europa, und Länder wie Indien und China und weite Teile Südamerikas sind in Sachen Autodichte mächtig am Aufholen. Eigentlich sind Autos vor allem Transportmittel. Ganz oft haben sie aber dazu noch andere Rollen. Statussymbol etwa – wer sich ein Auto leisten kann, und sei es ein Tata Nano, hat es sichtlich zu was gebracht.

Wer ein Auto hat, kann fahren wohin er will, wann er will (jedenfalls im Prinzip; Fahrtüchtigkeit von Fahrer und Fahrzeug sowie Verfügbarkeit von Kraftstoff und befahrbaren Straßen ohne Stau mal vorausgesetzt). In wohlhabenderen Gegenden wird das Auto mehr und mehr zur Projektionsfläche für alles mögliche, zum Element und Vehikel der Selbstverwirklichung. Marke und Modell, Farbe, Ausstattung, Fahrstil werden zum Ausdruck der Persönlichkeit genutzt.

Viele haben daher eine sehr emotionale Beziehung zum Auto im Allgemeinen und zu ihrem eigenen im Besonderen. Dem Klischee zufolge Den Rest des Beitrags lesen »


Laminierte Windschutzscheibe

Fliegende Insekten sind einer der natürlichen Feinde des Autofahrers. Nicht, weil sie ihm normalerweise gefährlich werden, auch wenn eine Fliege oder Mücke im Auto erhebliches Ablenkungspotenzial hat. Sondern weil sie je nach Jahreszeit und Gegend massenhaft an der Windschutzscheibe verrecken. Dort kleben sie dann und sind oft nur sehr schwer wieder abzukriegen.

Zwar stellen die meisten Tankstellen Eimer mit Dreckwasser, zerfledderte Kratzschwämme und ausgefranste Abzieher zum Reinigen der Scheiben bereit, aber oft zieht man gegen gründlich festsitzende Insektenreste dann doch den Kürzeren. Ich habe manches Mal nach längerer Schrubberei aufgeben müssen.

Hausmittel wie das Einreiben der Windschutzscheibe mit einer Apfelscheibe, bevor man eine längere Fahrt antritt, sind meistens Hokuspokus. Vielleicht Den Rest des Beitrags lesen »


Herbstlaub

herbstlaub

Jetzt ist es wieder soweit, die Autos tragen ihr prächtiges herbstliches Blätterkleid.