Schiebetüren

Vor einer Weile hatte ich über die halbautomatischen Schiebetüren zwischen den einzelnen Wagen deutscher Intercitys geschrieben und über das Dilemma, wo denn die entsprechenden Warnschilder am besten hingeklebt werden sollten: Wenn einer eine Reise tut…

Die Schweizer Bundesbahnen lösen das Problem ganz elegant, indem sie Den Rest des Beitrags lesen »

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Dünenlandschaft

Zuerst dachte ich an eine Bilderbuchillustration. Im nächsten Bild müsste die Hauptfigur Den Rest des Beitrags lesen »


Bingen

Neulich im Intercity Richtung Norden. Der Zug ist recht gut besetzt, aber wir haben reserviert und richten uns ein. Vor uns zwei Stunden Nichtstun, Träumen, Musikhören, Lesen.

Am nächsten Halt kommt eine sehr fidele Seniorentruppe in den Zug, sieben oder acht Leute. Die haben ein paar Reihen weiter die beiden Sitzgruppen mit Tisch reserviert und nehmen ihre Plätze jetzt in Besitz. Das ist eine größere Unternehmung als man denken sollte.

Die Herren sind charmant und wollen das Gepäck versorgen, die Damen sind charmiert und wollen Den Rest des Beitrags lesen »


Und dann war da noch… (29)

… der Mann – vielleicht Ende fünfzig, volle Figur, guter Anzug, weißes Hemd, keine Krawatte – der am Abend mit einem vollen Schnapsglas durch den Zug läuft. So ein schmales, hohes Schnapsglas vom Typ Wodkazylinder. Die Flüssigkeit hat etwas Farbe, sieht aus wie Aquavit. Nach ein paar Minuten kommt er mit leerem Glas zurück.


Kleinvieh macht auch Mist

Bevor ich mich nach Feierabend auf den Weg zum Bahnhof mache, schaue ich meistens auf der Abfahrttafel nach, ob alles pünktlich fährt (alternativ geht das auch hier sehr gut). Wenn da erhebliche Verspätungen angezeigt werden oder die Strecke gesperrt ist, gehe ich nicht zum Bahnhof. Statt dort stundenlang zu warten nutze ich die Zeit sinnvoll im Büro und fahre dann später, wenn sich alles wieder eingerenkt hat.

Neulich war laut Webseite der Bahn alles im Grünen. Ich also zum Bahnhof. Als ich so acht Minuten vor fahrplanmäßiger Abfahrt dort eintrudele, steht der vorige Zug meiner Linie noch auf dem Ausweichgleis, mit gut 20 Minuten Verspätung. Der hätte eigentlich ungefähr zu dem Zeitpunkt hier abfahren sollen, als ich vom Büro aus nachgeschaut habe. Muss also Den Rest des Beitrags lesen »


Designdilemmata

Dass Design keine triviale Sache ist und viel Gelegenheit für Pannen birgt, ist hier schon angeklungen. Man hat wie bei vielen Optimierungsaufgaben widerstrebende und sich teilweise gegenseitig ausschließende Ziele, die man in einem für möglichst viele Benutzer akzeptablen Kompromiss zusammenführen muss – gute Benutzbarkeit bei gleichzeitig größtmöglicher Sicherheit oder Übersichtlichkeit bei gleichzeitig ausreichender Vielseitigkeit, um nur zwei Spannungsfelder zu nennen.

Ein schönes Beispiel sind die bei der Bahn vielfach als Nahverkehrszüge genutzten Baureihen 425 und 426. Jeweils am Ende eines Zugteils Den Rest des Beitrags lesen »


Und dann war da noch… (27)

… der Mann im fast leeren IC. Geschätzt Mitte dreißig, unauffällig mit Jeans, Pullover, Brille, Bart. Und Zahnbürste im Mund. Er kam zähneputzend den Mittelgang entlanggeschlendert und verschwand im Durchgang zum nächsten Wagen. Ein paar Minuten später kam er wieder zurück, die Zahnbürste in der Gesäßtasche.


Lautsprecher

Mit unserem hochmodernen PA-System Den Rest des Beitrags lesen »


Pendler-Domino

Wer viel mit der Bahn unterwegs ist, kann gelegentlich ein witziges Phänomen beobachten. Das sieht so aus:

Ab einer bestimmten Auslastung wird der Zug als vollbesetzt empfunden. Dann stehen meistens schon Leute auf den Gängen bzw. in den Türbereichen, weil sie keinen (oder keinen genehmen) Sitzplatz finden. Dann hält der Zug an, ein Schwung Leute steigt aus (fast immer viel zu wenige). Einige der Weiterreisenden setzen sich jetzt auf  bessere Plätze, typischerweise am Fenster oder Plätze in Fahrtrichtung. Einige der bisher Stehenden suchen sich Sitzplätze. Die Zugestiegenen (fast immer viel zu viele) bleiben mehrheitlich stehen, nur einzelne finden Sitzplätze.

Am nächsten Halt Den Rest des Beitrags lesen »


Konzentriert

Im ICE. Ein Mann steigt unterwegs zu und setzt sich mir gegenüber an den Tisch. Packt ein Tablet aus, stöpselt Kopfhörer ein und fängt an, konzentriert auf dem Bildschirm zu hantieren. Nach ein paar Minuten greift er in seinen Rucksack und legt einen Stapel Smartphones auf den Tisch, drei Stück. Immer wieder nimmt er eines davon, schreibt minutenlang längere Texte darauf, legt es wieder weg und arbeitet am Tablet weiter. Jedes der Smartphones kommt mehrmals dran, das ganze wirkt wie eine gut eingespielte Choreographie, effizient, fast selbstvergessen und völlig uneitel.

Die ganze Zeit kommt kein Geräusch von dort, keines der Geräte klingelt, vibriert, blinkt oder piepst. Er telefoniert auch nicht, wiegt nicht den Kopf im Takt irgendwelcher Musik. Keine Ahnung, was der da mit seinen vier Geräten macht, aber das Maß an Konzentration ist beeindruckend.