Welcher Brunnen?

Sicherheitsbedenken sind so ein Steckenpferd von mir. Ich suche gerne an allen möglichen Stellen Sicherheitslücken, Risikofaktoren und Gelegenheiten für Schiefgänge. Oder besser gesagt, mir fallen sie oft auf, wenn ich einfach nur ganz harmlos durch den Tag gehe (z.B. hier oder hier).

Vor einer Weile war mir beim Geldabheben aufgefallen, dass ein Sicherheitshinweis neben dem Geldautomaten ungeschickt platziert ist. Leute vor möglichen Manipulationen an der Eingangstür zu warnen, nach dem sie die diese Eingangstür schon passiert haben, ist ziemlich sinnlos. Das hätte bei der Bank eigentlich jemand merken können. Bestimmt gibt es eine eigene Sicherheitsabteilung, in deren Aufgabenbereich so etwas fallen dürfte.

Ich hatte der betreffenden Bank per E-Mail meine Bedenken hinsichtlich der Sinnhaftigkeit des Hinweises an der Stelle mitgeteilt und recht schnell eine freundliche Antwort erhalten. Den Rest des Beitrags lesen »


Im Brunnen

Manchmal denken die Leute schon in die richtige Richtung, kriegen dann aber ganz kurz vor dem Ziel die entscheidende Kurve nicht. Neulich habe ich an einem Automaten Geld abgehoben, der in der Vorhalle einer Bankfiliale hängt. Die Eingangstür öffnet man mit der ec-Karte, das kennt man ja:

im_brunnen

Drinnen hängt neben dem Automaten dann die folgende Warnung:

SICHERHEITSHINWEIS

Beim Betreten der Bank/des SB-Centers
ist außerhalb der üblichen Öffnungs-
zeiten nur die BANKCARD/Kreditkarte
erforderlich.

Die PIN (ec-Geheimzahl) ist zum Eintritt
keinesfalls einzugeben.

Sehr wichtige Information, nur leider an der falschen Stelle. Wenn ich am Geldautomaten stehe und das lese, Den Rest des Beitrags lesen »


Aufgeflogen

Die Süddeutsche berichtet, dass die Stiftung Warentest Manipulationen an der Rezeptur getesteter Lebens- und Waschmittel festgestellt hat. Die Hersteller hätten von geplanten Tests der Stiftung vorab Kenntnis erlangt, möglicherweise über beteiligte, in der Branche vernetzte Sachverständige, und daraufhin die Rezeptur der zu testenden Produkte vorübergehend veredelt, um im Test besser abzuschneiden. Nach Veröffentlichung der Testergebnisse seien sie dann zur alten Rezeptur zurückgekehrt, natürlich ohne das öffentlich zu machen. Wahrscheinlich werben sie jetzt mit dem guten Abschneiden im Test auf Produkten, die nach der alten Rezeptur hergestellt werden, die eben nicht getestet wurde.

Das ist so bedauerlich wie nachvollziehbar. Die Hersteller werben natürlich gerne mit guten Testergebnissen, weil das den Absatz ankurbelt. Dass sie dabei alle halbwegs legalen Tricks anwenden, um mit ihren Produkten gut dazustehen, versteht sich. Dass ethische Bedenken dabei kaum eine Rolle spielen, nimmt auch nicht wunder. Die wollen ja Den Rest des Beitrags lesen »


Doktorenkegeln

Im Februar 2011 fing es an. Jemand entdeckte plagiierte Stellen in der Doktorarbeit von Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg. Ein Heer von Freiwilligen durchforstete daraufhin die Dissertation nach Abgekupfertem und trug die Funde auf dem eigens gegründeten GuttenPlag Wiki zusammen. Der Freiherr hatte sich seine Doktorarbeit großenteils zusammenkopiert und die Tatsache offensichtlich mit einigem Geschick verschleiert. In der Folge wurde ihm der Doktortitel aberkannt, und der Minister trat zurück.

Nun hatten die Plagiatsjäger Blut gerochen und Den Rest des Beitrags lesen »