Datenrate

Manchmal, wenn das Internet aus irgendwelchen Gründen besonders langsam ist, spotte ich, dass ein besoffener Matrose mit einer Morselampe die Daten schneller übermittelt kriegen würde als mein supertoller DSL-Anschluss mit nominell drölfzig Millionen Megadingens pro Sekunde. Und neulich habe ich mich dann gefragt, wie schnell man mit Morse denn überhaupt so sein kann.

Das läuft, wenn man Beeinträchtigungen wie den Schwips des Matrosen oder eine schwergängige Taste an der Lampe beseitigt, auf die Frage nach der technisch machbaren Höchstgeschwindigkeit für die Datenübertragung per Morsecode hinaus.

Die grundlegende Zeiteinheit für Morse-Übertragungen ist das Dit, also der kurze Ton. Alle Ton- und Pausenlängen werden bezogen auf das Dit definiert. Die Pause zwischen zwei Symbolen innerhalb von Buchstaben beträgt ein Dit. Die Pause zwischen zwei Buchstaben beträgt drei Dit, was einem Dah entspricht. Die kürzestmögliche Pause und damit das kürzestmögliche Dit ergibt sich bei herkömmlichen Signalgebern mit händisch bedienter Taste aus der Rückstellgeschwindigkeit des Tasters und der zum erneuten Niederdrücken benötigten Zeit. Kürzer als dieses Intervall kann ein Dit nicht werden, d.h. die höchstmögliche Datenrate hängt direkt vom kürzesten zuverlässig realisierbaren Dit ab. Ob ein Funker diese technisch bedingte Höchstgeschwindigkeit tatsächlich erreichen und zuverlässig (also lesbar) halten kann, weiß ich nicht.

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