Ein Freund, ein guter Freund…

Ich finde es immer interessant, bei welchen Gelegenheiten welche Leute welche Freunde ins Spiel bringen. Wenn über die Rechte etwa von Homosexuellen diskutiert wird (Homo-Ehe, Adoption von Kindern durch schwule Paare, solche Sachen), geht es erfahrungsgemäß sehr schnell sehr hoch her, äußerst emotional und sehr oft ad hominem. Und da haben dann alle möglichen Leute plötzlich schwule Freunde.

Wohlgemerkt, die Leute, die in diesen Diskussionen das Abendland gegen seine schon fast vollendete Zersetzung durch genderwahngetriebene Durchschwulung der Gesellschaft zu verteidigen vorgeben. Leute also, die eigentlich eher durch mehr oder weniger offen homophobe Ansichten auffallen. Aber jetzt knallen sie diesen superguten schwulen Freund auf den Tisch und sind damit fein raus. Man kann ja, geht das Kalkül, kaum homophob sein, wenn man schwule Freunde hat, oder? Gute schwule Freunde, schwule gute Freunde! Der ist schwul und trotzdem mein guter Freund, ha!

Ähnlich läuft es mit Ausländern, Schwarzen, Muslimen, Frauen (ja, sogar mit Frauen sind manche Leute „befreundet“, man stelle sich das vor!), Rollstuhlfahrern, Blinden und im Prinzip allen Gruppen von Leuten, die jemand ausgrenzen, schlechtmachen oder rausekeln will.

Man kann den Wahrheitsgehalt dieser Freund-Behauptungen natürlich nicht überprüfen. In Onlinediskussionen Den Rest des Beitrags lesen »

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