29. Februar

Ein Glück habe ich nicht am 29. Februar Geburtstag. Dann hätte ich nämlich im Schnitt nur ungefähr alle vier Jahre Geburtstag. Natürlich würde ich jedes Jahr ein Jahr älter werden, wie alle. Aber einen 29. Februar gäbe es nur alle vier Jahre. Dieses Jahr zum Beispiel nicht. Gestern wäre mein Geburtstag noch „morgen“ gewesen, heute hätte er zwar „gestern“ nicht stattgefunden, wäre aber trotzdem schon vorbei – am 1. März ist der egal wie lange Februar eben Vergangenheit. Pech gehabt, Schaltjahreskind.

Dass ich dann an jedem 29. Februar gleich vier Jahre älter würde, wäre ein schwacher Trost. Als Kind würde ich jedes Mal mich über die drei vergangenen geburtstagslosen Jahre ärgern, mit den entgangenen Geburtstagstorten und -geschenken, Geburtstagsfeiern usw. Und in reiferem Alter würde ich Den Rest des Beitrags lesen »


… aber fein!

Vor einer Weile hatte ich darüber geschrieben, wie man Tee kocht. Also nicht so sehr, wie andere Leute Tee kochen oder Getränke, die sie Tee nennen (die Problematik hatte ich natürlich gestreift), sondern wie ich das mache. Eben über die alleinrichtige Art, Tee zu kochen.

Nun bin ich darauf aufmerksam gemacht worden, dass nicht nur die Temperatur des Wassers beim Aufgießen für den Geschmack relevant ist, sondern angeblich auch der Sauerstoffgehalt. Sauerstoff kann sich in Wasser lösen. Je heißer das Wasser ist, desto weniger Sauerstoff kann es aufnehmen. Je länger man das Wasser kocht, desto mehr Sauerstoff verflüchtigt sich also. Wasser, das gerade erst anfängt zu kochen, müsste demnach mehr gelösten Sauerstoff enthalten, und das soll den Tee aromatischer machen als zu lange gekochtes Wasser, das erheblich weniger oder fast gar keinen gelösten Sauerstoff mehr enthält.

Bei Wikipedia ist man ebenfalls dieser Meinung. Tee, der mit sauerstoffarmem Wasser aufgegossen wird, schmecke leblos und fade, heißt es da. Wie schnell sich der Sauerstoff beim Erhitzen des Wassers verflüchtigt, weiß ich natürlich nicht. Kann gut sein, dass beim Erreichen des Siedepunktes schon gar keine nennenswerten Mengen Sauerstoff mehr gelöst sind. Ich habe ein bisschen herumgesucht, aber nichts Relevantes dazu gefunden.

Egal, es hat mich natürlich interessiert, ob es diesen geschmacklichen Unterschied tatsächlich gibt. Und wenn es ihn gibt, würde ich natürlich auch gleich Den Rest des Beitrags lesen »


Riesig nicht…

Ich liebe schwarzen Tee. Kaffee ist zwar auch ganz nett, aber morgens sollte es schon Tee sein. Schwarzer Tee mit Milch und braunem Kandis. Mein Tag fängt erst mit einer Tasse Tee richtig an.

Angefangen hat das vor ungefähr 30 Jahren. Damals haben srilankische Bürgerkriegsflüchtlinge bei uns im Haus gewohnt und in unserer bis dahin Filterkaffee und Kräutertee trinkenden Familie den schwarzen Tee eingeführt. Das war immer Ceylon-Tee mit Milch und (zuviel) Zucker. Die Gewohnheit, den Tee mit Milch zu trinken, habe ich beibehalten. Ohne Milch finde ich schwarzen Tee witzlos. Statt normalem Zucker nehme ich ein kleines Stück Kandis. Dann ist nur der letzte Schluck süß, und das gefällt mir.

Wo immer ich kann, nehme ich losen Tee, der schmeckt fast immer besser als Teebeutel. (Wer weiß schon, was da für fein vermahlener Dreck drinsteckt, man sieht das ja nicht. Und selbst wenn tatsächlich guter Tee abgefüllt wird, Aufguss aus Teestaub ist anders als aus Teeblättern.) Aromatisierter Tee kommt mir nicht in die Tasse. Wenn ich Bonbonwasser will, Den Rest des Beitrags lesen »


Das Ende ist noch näher!

Eigentlich wissen wir es alle: Das Ende ist nah. Die Maya haben uns gewarnt, aber einige wollen es partout nicht wahrhaben. Deswegen haben wir jetzt eine weitere Warnung erhalten, wohl von den Maya, aber vielleicht waren es auch Außerirdische. Jedenfalls ist gestern nacht eine Bahnhofsuhr in Nordbaden um fünf vor zwölf stehen geblieben:

Das muss doch ein Zeichen sein, eine Warnung. Vielleicht die letzte! Ich habe es heute morgen mit eigenen Augen gesehen. Es ist fünf vor zwölf! Fünf vor zwölf ist fast vorbei! Noch ist es nicht zu spät, noch können wir das Steuer herumreißen und den von den Maya für 2012 angesetzten Weltuntergang zusammen feierlich begehen. Falls es mit dem Weltuntergang nicht doch wieder Terminschwierigkeiten gibt…


Supergesund

Darüber, ob man Fleisch essen darf oder sollte, sind die Meinungen nach wie vor ziemlich geteilt. Viele gehen damit nach der Devise „Leben und leben lassen“ um. Andere entwickeln dagegen ein gewisses Sendungsbewusstsein und vertreten ihre Position mehr oder weniger öffentlich und lautstark, gelegentlich auch recht aggressiv. Das kommt bei überzeugten Fleischessern vor, ist aber auffälliger, wenn es Leute tun, die sich aus ethischen Gründen vegetarisch (oder – das Ethikargument zuendegedacht – vegan-vegetarisch) ernähren.

Interessant wird es, wenn Vegetarier und Nichtvegetarier miteinander zu tun haben. Wer auf wen wie Rücksicht nimmt, ist nicht immer klar. Generell scheint ungefähr folgendes üblich zu sein: Den Rest des Beitrags lesen »


Muphry erntet auch

Murphys Gesetz dürfte allgemein bekannt sein: Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen. Das stimmt so nicht, oder zumindest ist die Formulierung missverständlich. Man könnte es so verstehen, dass alles, was schiefgehen kann, auch ganz bestimmt bei jeder Gelegenheit schiefgeht, und das ist ganz eindeutig nicht der Fall. Jedenfalls ist mir heute noch kein Schnürsenkel gerissen, der Zug war nicht zu spät, ich habe mein Portemonnaie nicht verloren und auch nicht mein Schlüsselbund. All das hätte passieren können und – nach der vorstehenden Interpretation von Murphys Gesetz – eigentlich auch passieren müssen. Leicht umformuliert dürfte das Gesetz aber doch zutreffen: Alles, was schiefgehen kann, wird auch irgendwann einmal irgendjemandem schiefgehen.

Anlässlich eines Missgeschicks mit einem Schnapsglas voll Sahne Den Rest des Beitrags lesen »


Der halbautomatische Kuckuck

Vor ein paar Jahren haben wir von Nachbarn eine alte Kuckucksuhr geschenkt gekriegt. Die beiden wollten in eine betreute Wohnung umziehen und mussten vorher jede Menge Zeug loswerden. Sie haben es nicht übers Herz gebracht, die Uhr einfach wegzuschmeißen. Die sei zwar kaputt, aber man könne sie sicher noch reparieren, die sei ja so schön. Laut Uhrmacher hätte die Reparatur mehr gekostet als eine vergleichbare neue Uhr. Wir konnten mit einer kaputten Kuckucksuhr nichts anfangen. Die alten Leute wollten die Uhr auch nicht mehr. Also habe ich sie ausgeschlachtet und ihr die beiden Holzpfeifen entnommen, mit denen solche Uhren den Kuckucksruf nachmachen. Ich habe die Pfeifen zusammengeleimt und mit einem simplen Mechanismus (Hebel mit Rückholfeder) versehen. Wenn man den Hebel nach unten drückt, macht es Kuck, und wenn man den Hebel loslässt, Den Rest des Beitrags lesen »


Das Ende ist nah!!!

Das Ende der Welt wird ja regelmäßig angekündigt. Sekten, religiöse Gemeinschaften, Nostradamus-Exegeten und alle möglichen Esoteriker gehen immer wieder mit mehr oder weniger konkreten Daten an die Öffentlichkeit. In letzter Zeit hört man viel vom Maya-Kalender, demzufolge die Welt angeblich am 21. Dezember 2012 untergehen soll. Nach einer etwas weniger drastischen Lesart sollen die Maya für dieses Datum einfach nur große Umwälzungen vorausgesagt haben. Manche vertreten auch die Meinung, in Wirklichkeit sei der 28. Oktober 2011 der große Tag*. Das ist sehr elegant, weil man dann auch gleich eine hübsche Verschwörungstheorie unterbringen kann: Die „Systemmedien und ihre Politikervasallen“ (natürlich insgeheim gesteuert von ihnen, d.h. von denen, die auch für die Streifen am Himmel verantwortlich sind, unsere Gedanken lesen und am 11. September 2001 die Twin Towers in New York gesprengt haben) schreiben über ein ausgedachtes, späteres Datum und verschweigen uns das wirkliche, früher liegende Ende der Welt, damit die Welt im Oktober 2011 unvorbereitet vor vollendeten Tatsachen steht. Warum die Medien und die Politiker das tun sollten, bleibt unklar. Wenn die Welt tatsächlich demnächst untergehen sollte, dürfte es keinen großen Unterschied machen, ob das nun ein Jahr früher oder später passiert. Die Propheten beider Daten würden mit untergehen, und das letzte Hemd hat keine Taschen.

Andererseits sollen die Maya vorausgesagt haben, dass es in Frankreich eine Art UFO-Bahnhof geben wird, von wo Den Rest des Beitrags lesen »


Mit dem Rollstuhl ins Grüne

In welche Läden kommt man mit dem Rollstuhl überhaupt rein? Und wie kommt man zu dem Laden hin? Wer auf Rollstuhl oder Rollator angewiesen ist, kann meistens nicht so unbeschwert losziehen. Längst nicht alle Busse, Straßenbahnen und Züge sind für Rollstuhlfahrer geeignet, und selbst wenn Niederflurbusse und –bahnen eingesetzt werden, sind die Haltestellen oft genug nicht barrierefrei. Unter- oder Überführungen ohne Fahrstuhl sind unüberwindbar. Schon ein normaler Bordstein kann das Ende der Fahrt bedeuten, wenn einem niemand drüberhilft. (Außerdem dürfte es nerven, ständig Leute um Hilfe bitten zu müssen. Man will ja als erwachsener Mensch selbstbestimmt und unabhängig agieren können.) Aber angenommen, man hat es in die Stadt geschafft. Bleibt die Frage, welche Läden überhaupt rollstuhltauglich sind. Stufen am Eingang, Treppen im Laden oder enge und vollgestellte Gänge sind meist unüberwindliche Hindernisse. Was also tun? Natürlich wird jeder Den Rest des Beitrags lesen »


Schwebende Salzfässer

Die Magnetschwebebahn ist ein wunderbares Stück Technik, von einem Franzosen erfunden und 1914 in London erstmals vorgeführt, in Deutschland patentiert und später als Transrapid zur Marktreife entwickelt. Nur ist sie leider praktisch unverkäuflich. Die Kosten für den Bau der nötigen völlig neuen Trassen und die im Vergleich zu konventionellen Eisenbahnzügen bescheidene Nutzlast machen die Technik unwirtschaftlich. Die bisher einzige kommerzielle Transrapidstrecke in Shanghai ist da keine Ausnahme, die dient dem Prestige, nicht dem Geldmachen. Magnetschwebebahnen zur Personen- oder Güterbeförderung haben deshalb wahrscheinlich keine große Zukunft. Schade eigentlich, aber nicht zu ändern.

Vielleicht gibt es aber andere Anwendungsgebiete für die Magnetschwebetechnik, etwa zur Erleichterung des Alltags. Die Technik, die beim Transrapid für Vortrieb sorgt, könnte mit gewissen Änderungen sicher auch dazu benutzt werden, Gegenstände über waagerechte Flächen schweben zu lassen und in beliebige Richtungen zu steuern.

Man rüste etwa einen Esstisch mit Schwebetechnik aus und versehe das Geschirr mit geeigneten Metallelementen. Dann könnte man Den Rest des Beitrags lesen »