Wesentlich

Hochglanz und Glitzerfassaden mögen ja ganz hübsch sein, aber eigentlich muss nicht immer alles ganz neu und makellos sein. Gebrauchsspuren sind kein Mangel, und wenn ein Buch, ein Gerät, ein Möbelstück ein bisschen abgewetzt oder angekratzt aussieht oder irgendwo geflickt ist, funktioniert es meistens immer noch. (Die Kunst ist vermutlich, sich mit Dingen zu umgeben, die abgeschabt, angedotzt und ältlich charmanter wirken als neu. Mit Dingen, die Patina ansetzen statt Gammel, die Charakter entwickeln statt Sperrmüll zu werden. Das ist übrigens längst nicht nur eine Frage des Geldes, das gibt es auch bei Manufaktum nicht automatisch.)

Es muss also nicht immer überall alles nagelneu sein. Ein in die Tage gekommener Friseurstuhl, ein ältlicher Rasenmäher oder eine elektrische Schreibmaschine aus den 70ern müssen noch lange nicht auf den Müll, solange sie funktionieren und jemand Verwendung dafür hat. Und bei Leuten, die versuchen, immer mit dem allerneuesten High-End-Equipment zu beeindrucken, bin ich fast immer misstrauisch, ob die nicht nur Den Rest des Beitrags lesen »

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