Solidarisches Miteinander

Warteschlange am Supermarkt. An der Tür steht ein Securitymann und lässt immer dann einen Kunden in den Laden, wenn ein anderer den Laden verlässt. Eine handvoll Leute steht Schlange, hübsch mit 2 m Abstand voneinander.

Ein älterer Herr in gut eingetragenem Straßenanzug und Hut kommt von der Seite, fragt in die Schlange: Ah, die haben da jetzt Zugangskontrolle, ja? Die Schlange so: Ja. Sieht so aus. Wie überall zurzeit. Er: Na, ich gehe mal rein, kucken. Der Securitymann hält ihn auf: Sie können jetzt hier nicht rein. Den Rest des Beitrags lesen »


Danebengegriffen

Eigentlich halte ich mich für einen recht vernünftigen und zurechnungsfähigen Menschen. Ich bin nicht die Sorte, die man mit ein paar Euro zum Einkaufen schickt und die dann das Geld je nach Alter in Schokolade und Cola bzw. Bier und Kippen umsetzt oder gleich in der Spielhalle oder Kneipe versackt. Und wenn ich einkaufen gehe – das tue ich ungefähr einmal die Woche, um den Kühlschrank wieder vollzukriegen – arbeite ich die (meistens überschaubare) Liste mit ihrem recht stabilen Kernbestand an Posten systematisch ab. Ich weiß in „meinen“ Läden, wo was steht und kriege das in der Regel zügig in den Wagen.

Manchmal greife ich aber auch daneben. Der Kaffee für einen anstehenden Besuch ist dann versehentlich halbentkoffeiniert gewesen. Klar, Filterkaffee mögen wir nicht so, bei uns Den Rest des Beitrags lesen »


Einkaufswagen

Supermarkt. Am Eingang ist ein Drehkreuz für die Kunden und eine niedrige Pforte für die Einkaufswagen. Da hängen so Plastikzungen von einer Stange, die man mit dem Einkaufswagen hochklappt. Seit ein paar Wochen ist in Kniehöhe noch eine Art Klapptür angebracht, wahrscheinlich damit keiner auf diesem Weg den Laden ohne Umweg über die Kasse wieder verlässt:

einkaufswagen

Drei kleine Kinder, ungefähr 3 bis 4 Jahre alt, kommen in den Eingangsbereich getobt. Sie entdecken die neue Klappe an der Einkaufswagenpforte, begutachten sie voller Erstaunen und fachsimpeln über die Wunderlichkeiten, denen man in dieser Welt so begegnet.

Der Vater kommt dazu, geht zum Drehkreuz. Die Kinder wollen durch den Einkaufswageneingang. Der Vater ist eher dagegen: Kommt mal hier durch, ihr seid doch keine Einkaufswagen, oder?

Mehrstimmig und mit einigem Nachdruck vorgetragene Antwort: Doch, wohl, wir sind Einkaufswagen!

Vater: Na gut.

Sofort stieben drei ausgesprochen fröhliche Einkaufswagen durch die Klappe und verteilen sich im Laden…