Dosiermaschine

Manche Leute essen zum Frühstück Cornflakes, ich auch gelegentlich. Es ist aber gar nicht so einfach, da alles richtig hinzukriegen.

Wenn man nämlich Cornflakes in eine Schüssel tut und Milch drübergießt, sehe ich da zwei Probleme: Erstens ist es schwierig, das richtige Verhältnis von Cornflakes und Milch zu finden – entweder bleibt am Ende wahnsinnig viel Milch übrig, mit der man dann nur bedingt was anfangen kann oder mag, oder die Cornflakes bleiben fast völlig trocken. Zweitens sind die ersten paar Löffel Cornflakes, die man isst, noch schön knusprig, die letzten Löffel der Portion dann völlig durchgeweicht und matschig. Nicht jeder mag es, wenn die Cornflakes so durchweicht sind (da musste ich an Meg Ryan in Harry und Sally denken, wie sie über ihre ideale Hochzeitstorte spricht, wo die Soße extra gereicht wird, weil nicht jeder es mag, wenn die Soße den Kuchen durchweicht oder so ähnlich, habe jetzt keine Lust, die Stelle zu suchen).

Zum Glück naht Abhilfe aus meiner Erfinderwerkstatt: Die geniale Cornflakes-Dosiermaschine würde Den Rest des Beitrags lesen »

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Nassrasur im Internet der Dinge

Bei einem Bloggerkollegen habe ich von den ersten Gehversuchen eines bekannten Rasierklingenherstellers im Internet der Dinge gelesen: Seltsamkeiten. Die bieten anscheinend ein internetfähiges Nassrasierset an, mit dem man nach ein paar kleinen Formalitäten online Rasierklingen nachbestellen kann, wenn die alle sind.

Das ist ja irgendwie ganz witzig, gleichzeitig aber auch völlig unnütz und einigermaßen lächerlich. Weitergedacht sehe ich einen Haushalt, in dem alles und jedes Ding selbständig im Internet ist. Zahnbürsten, Waschmaschinen, Besteckschubladen, Toaster (die werden sogar sprechen, und wir werden sie dafür verfluchen!), Schuhbürsten, Möbelpoliturflaschen, Stromzähler, Türschlösser, Rauchmelder, Notizblöcke (Verzeihung, die sind schon seit Jahren nur noch virtuell im Smartphone vorhanden, Papier benutzt der moderne Mensch ja kaum noch, aber im Prinzip), Bierkästen, Ketchupflaschen, Rolläden, Dielenbretter, Kleiderbügel, alle sind sie im Internet und funken regelmäßig irgendwelche Statusmeldungen in die mittlerweile allgegenwärtige und unvermeidliche Cloud.

Das ganze wird soviel Bandbreite schlucken, dass die derzeit im Aufbau befindliche Breitbandversorgung davon weitgehend aufgefressen wird und Youtube wieder nur ruckelig läuft. Aber das ist eben der Preis der Innovation. Außerdem wird das die nächste Ausbaustufe mit nochmal mehr Bandbreite anstoßen, dann wird auch endlich jedes Reiskorn Den Rest des Beitrags lesen »


Laminierte Windschutzscheibe

Fliegende Insekten sind einer der natürlichen Feinde des Autofahrers. Nicht, weil sie ihm normalerweise gefährlich werden, auch wenn eine Fliege oder Mücke im Auto erhebliches Ablenkungspotenzial hat. Sondern weil sie je nach Jahreszeit und Gegend massenhaft an der Windschutzscheibe verrecken. Dort kleben sie dann und sind oft nur sehr schwer wieder abzukriegen.

Zwar stellen die meisten Tankstellen Eimer mit Dreckwasser, zerfledderte Kratzschwämme und ausgefranste Abzieher zum Reinigen der Scheiben bereit, aber oft zieht man gegen gründlich festsitzende Insektenreste dann doch den Kürzeren. Ich habe manches Mal nach längerer Schrubberei aufgeben müssen.

Hausmittel wie das Einreiben der Windschutzscheibe mit einer Apfelscheibe, bevor man eine längere Fahrt antritt, sind meistens Hokuspokus. Vielleicht Den Rest des Beitrags lesen »


Rauchmaschine

Neulich bin ich auf der Suche nach ganz was anderem zufällig* auf dieses Video der Smoking machine by Kristoffer Myskja gestoßen. Klasse Idee, wunderbares Gerät!

Ich persönlich mag Pfeifenrauch am Liebsten. Zigarrenrauch finde ich fast immer und fast überall ausgesprochen unangenehm, schlimmer finde ich nur kokelnde Hanfprodukte. (Übrigens weniger, weil es mich stört, dass Leute sich mit irgendwelchem Dreck das Hirn zerschießen oder weil Bekiffte tierisch nervig sein können, das trifft beides auf Besoffene genauso zu. Ich finde einfach den Geruch von dem Zeug furchtbar unangenehm.) Zigarrettenrauch ist meistens erträglich, sofern ich den Rauch nicht ins Gesicht geblasen kriege oder von der Seite vollgeräuchert werde. Zigarrillos rangieren meist irgendwo zwischen zigarrenartig unangenehm und zigarrettenartig egal. Pfeifenrauch dagegen finde ich normalerweise angenehm. Wenn etwa im Raucherbereich am Ende des Bahnsteigs jemand eine Pfeife raucht, füllt das den halben Bahnsteig mit Wohlgeruch. Das passiert eher selten, aber wenn, dann genieße ich das.

Nun rauche ich selbst nicht und will damit auch nicht anfangen. Natürlich könnte ich Den Rest des Beitrags lesen »


Energiewende

Es hat im Lauf der Geschichte viele Versuche gegeben, ein Perpetuum Mobile zu bauen. Die Leute lassen sich nicht davon abbringen, und immer wieder glaubt jemand, so eine Wundermaschine gebaut zu haben. Jedes Patentamt dürfte mindestens einen Mitarbeiter haben, der erhebliche Teile seiner Arbeitszeit damit verbringt, entsprechende Patentanträge abzuschmettern. Bei Firmen, die mit der Entwicklung, dem Bau oder dem Einsatz von Energiewandlern zu tun haben, dürfte es ähnlich sein. Da bringt der Postbote sicher auch regelmäßig Eingaben von Erfindern mit Beschreibungen ihrer gerade erfundenen Perpetua Mobilia.

Die technischen Ansätze dieser Erfinder haben mich nie sonderlich interessiert, weil sie sowieso falsch sind. Perpetua Mobilia sind per se unmöglich. Die Physik hat noch niemand beschummelt, da geht einfach nichts. Es gibt da aber noch einige andere interessante Ideen, die weiterzuverfolgen zumindest unterhaltsam sein könnte. Damit verlassen wir jetzt den Boden der Wissenschaftlichkeit.

Da ist etwa der Katzen-Marmeladenbrot-Antrieb. Es ist bekannt, Den Rest des Beitrags lesen »


Telekinese im Haushalt

Man muss ja immer mal Dinge hochheben, aus dem Weg räumen, an ihren Platz stellen. Geschirr, Kleidung, Bücher, Eingekauftes, Möbel, alles mögliche. Das Zeug ist oft schwer und sperrig, oder es sind tausend kleine Fitzelchen, und es nervt. Besonders, wenn man sie nicht selbst dahingetan hat, wo sie sind und wo sie nicht hingehören. Auch kommt es vor, dass man auf dem Sofa sitzt, das Buch (die älteren Leser hier werden das noch kennen, aus Papier) ausgelesen hat und aufstehen müsste, um es wegzustellen und ein anderes zu holen.

Jetzt meint meine Älteste, es wäre doch toll, wenn man Dinge mit den Augen bewegen könnte. Man müsste das Frühstücksbrettchen also nicht von Hand zum Abwasch tragen, sondern könnte Den Rest des Beitrags lesen »


Die Anschaltemaschine

Neulich hatte ich ein paar Zeilen über sinnlose Maschinen geschrieben, vor allem über die Ultimate Machine von Claude Shannon. Leider erinnert die bei der Frivolous Engineering Company als Bausatz erhältliche Ausschaltemaschine mit den schwarzglänzenden Plastikteilen und dem von innen beleuchteten Acrylglasfinger viel zu sehr an den billigen Neuschrott, den man in Andenken- und Schnickschnackläden so kriegt: zigarrettenförmige Feuerzeuge, wie geschmolzene Marshmellows über die Tischkante tropfende Wecker, elektrische Frühstückseiaufklopfer, streichholzschachtelgroße Fotoapparatimitate, die auf Knopfdruck einen Blitz und das Geräusch des Verschlusses einer Spiegelreflexkamera von sich geben. Alles ganz hübsch, verspielt, albern, aber eigentlich nicht besonders exzentrisch – etwas, das in Millionenauflage aus China oder sonstwoher importiert wird, kann kaum als eigenwilliger Ausdruck der individuellen Besonderheiten gelten.

Man hat mir deshalb vorgeschlagen, anstelle der Ausschaltmaschine doch Den Rest des Beitrags lesen »


Schattenseiten

Mein Bürofenster zeigt ungefähr nach Südwesten. Irgendwann mittags kommt die Sonne über das Dach des Nachbargebäudes und scheint dann seitlich bei mir ins Fenster. Zuerst beleuchtet sie schräg von hinten meinen Bildschirm, wodurch der Kontrast so mies wird, dass ich praktisch nichts mehr lesen kann. Dann wandert sie langsam weiter und scheint mir direkt ins Gesicht. Dann ist zwar der Bildschirm im Schatten, aber ich bin so geblendet, dass ich auch wieder so gut wie nichts sehen kann. Will heißen, sobald mir die Sonne ins Fenster scheint, brauche ich die Jalousien. Ich fahre sie dann so weit herunter, dass mein Schreibtisch vollständig im Schatten liegt, damit ich überhaupt arbeiten kann.

Ich finde es schade, dass das nötig ist, weil ich Sonnenschein eigentlich gerne mag. Gerade im Winter ist es noch dunkel, wenn ich im Büro ankomme. Und wenn ich nachmittagas gehe, ist es schon wieder fast dunkel. Das bisschen Sonnenschein, das es winters so gibt, würde ich da gern mitnehmen. Und bloß weil im Sommer die Tage länger sind und es schon deshalb mehr Sonnenschein auch außerhalb der üblichen Arbeitszeiten gibt, ist es noch lange nicht angenehm, die Sonne tagsüber fast immer aussperren zu müssen. Nun, man kann eben nicht alles haben. Nachts würde ich deshalb jedenfalls auch nicht arbeiten wollen.

Es ist bisweilen nicht ganz einfach, Den Rest des Beitrags lesen »


Haareschneiden

Kleinen Kindern die Haare zu schneiden ist oft ein eher unerquickliches Unterfangen. Sogar wenn sie im Prinzip guten Willens sind, schaffen sie es doch meistens nicht, so lange stillzuhalten, dass man auch nur einen Schnitt sicher anbringen kann. Gemäß Murphys Gesetz wackeln sie oft gerade dann, wenn die Schere zuklappt. Man versucht hinterher natürlich, zu retten was zu retten ist. Weil das Kind beim Nachschneiden aber auch nicht stiller sitzt als vorher, schneidet man dabei dann mehr und mehr ab. Das läuft ähnlich wie in der Geschichte, wo der Affe als Schiedsrichter die gerechte Teilung der Wurst überwacht. Das Ergebnis sind zackige und gelegentlich abenteuerlich zerklüftete Frisuren, die fast immer kürzer ausfallen als geplant. Zur Abhilfe würde ich Den Rest des Beitrags lesen »


Die Ausschaltmaschine

Heute ist mir hier eine herrlich sinnlose Maschine begegnet. Sinnlose Maschinen finde ich gut, gelegentlich baue ich selber welche. Es ist heutzutage alles viel zu durchgeplant und zweckoptimiert. Früher war alles besser, da gab es eher noch Spielraum für alles mögliche. Das ist natürlich nostalgisch verklärter Unsinn. Den Leuten von ein- oder zweihundert Jahren wurde genauso wenig geschenkt wie uns heute, meistens eher deutlich weniger. Trotzdem, Verspieltheit hat viel zu wenig Platz im Leben und sollte mehr gefördert werden. Sinnlose Maschinen können dazu einen Beitrag leisten, und mit Lego oder fischertechnik geht das ganz hervorragend. Andrew Kay hat aus Lego eine mechanische Version eines herrlich sinnlosen Apparats konstruiert, für die es glücklicherweise auch eine Bauanleitung gibt. Wer es solider mag, kann bei der Frivolous Engineering Company eine ähnliche Maschine als Bausatz kaufen.

Jetzt wäre dieser Beitrag eigentlich schon fast zuende, wenn ich auf Youtube nicht auf diese  Den Rest des Beitrags lesen »