Garnknäuel

Neulich hat mir im Zug eine Frau schräg gegenübergesessen, die gestrickt hat. Mehrmals ist ihr das Garnknäuel heruntergefallen, und sie musste sich das dann wiederholen. Manchmal hat sie am Faden gezogen und das Knäuel kam wie ein kleines Kätzchen angesprungen, sie musste es dann nur noch aufheben. Andere Male ging das nicht und sie musste auf die Knie und auf dem Boden nach dem Knäuel suchen. Ähnliches habe ich schon oft bei Strickenden beobachtet, das scheint ein häufiges Problem zu sein.

Da das Knäuel beim Stricken lose liegen muss, damit die Nadeln ohne Kraftanstrengung immer genug Faden nachziehen können, kann man das leider nicht irgendwie befestigen. Man könnte höchstens Den Rest des Beitrags lesen »

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Fehleinschätzungen

Es kommt immer wieder vor, dass Leute, die es eigentlich besser wissen sollten, grandiose Fehleinschätzungen vom Stapel lassen. Die fliegen ihnen dann oft früher oder später ebenso grandios um die Ohren.

Thomas J. Watson, seines Zeichens Vorstandsvorsitzender von IBM, soll 1943 gesagt haben, er glaube, dass es auf der Welt einen Bedarf von vielleicht fünf Computern geben werde. Ob er das wirklich gesagt hat, ist nicht belegt, und die Verbreitung dieses angeblichen Ausspruchs mag darin begründet sein, dass es zu schön ist, wenn ein Fachmann in seinem urgeigensten Fachgebiet derart danebenliegt. Egal, wer sich den Spruch ausgedacht hat, die Entwicklung der letzten Jahrzehnte zeigt, dass er vollkommen falsch ist. Sogar Supercomputer gibt es mittlerweile deutlich mehr als fünf.

Bill Gates und seine Firma (oder waren es Steve Jobs und seine Firma? Egal.) haben die Bedeutung des Internets lange unterschätzt und sind erst sehr spät in die Entwicklung internetspezifischer Produkte eingestiegen. Heute Den Rest des Beitrags lesen »


Grenzen

Seit es Menschen gibt, gibt es Grenzen. Ich meine keine Landesgrenzen, sondern die Grenzen unseres Wissens und unserer Möglichkeiten. Seit es diese Grenzen gibt, arbeitet die Menschheit sich an ihnen ab. Man versucht etwa, dem Sensenmann ein Schnippchen zu schlagen und die Sterblichkeit zu umgehen. Man hat versucht, Gold zu machen, hat vom Fliegen geträumt, hat an Tarnkappen geforscht, den heiligen Gral, den Stein der Weisen, den Eingang zum Paradies gesucht.

Grenzen anzuerkennen und stehenzulassen scheint der Menschheit irgendwie gegen den Strich zu gehen. Viele Elemente der vielfältigen Formen von Jugendkultur dürften zu erheblichen Teilen eine direkte Folge des Ablehnens bzw. des gezielten Überschreitens von (zugegeben: künstlichen) Grenzen verschiedenster Art sein. Genauso die Begeisterung für Sport und natürlich Den Rest des Beitrags lesen »